Nach Wiesn-Schluss: Alu-Luftballon killt S-Bahnverkehr auf Stammstrecke

Ein Alu-Luftballon hat am Montag gegen 23 Uhr die Stammstecke der S-Bahn München lahm gelegt. Ein abgerissenes Tragseil der Oberleitung fiel nach einem Kurzschluss auf eine S-Bahn, die bei der Tunnelausfahrt am Ostbahnhof strandete. Die Wiesn-Heimkehrer an der Hackerbrücke mussten zur U-Bahn am Hauptbahnhof zu Fuß pilgern. 

S-Bahnstation Hackerbrücke während dem Oktoberfest
S-Bahnstation Hackerbrücke während dem Oktoberfest
Quelle Foto Bundespolizei

Am 26.9.20222 kam es am Ostbahnhof zum Abriss einer Oberleitung. Die Bundespolizei geht davon aus, das ein Alu-Luftballon die Ursache war. Das Seil fiel auf eine nach Grafing verkehrende S6 kurz vor der Einfahrt am Münchner Ostbahnhof. Der Zug mit etwa 400 Reisenden
kam nach der Bremsung kurz vor dem Ostbahnhof zum Stehen. Verletzt wurde niemand. Nach einer ersten Schadensbegutachtung konnte der Zug von einer anderen S-Bahn zum Bahnsteig gezogen werden, wo die Reisenden geordnet und gefahrlos aussteigen konnten. An der S-Bahn entstanden Brand- bzw. Schmorschäden. 

Die Ursache für die abgerissene Oberleitung war ein „herrenloser“ Aluballon. Dies legen Reste eines Ballons an der Schadensstelle nahe. Die Bundespolizeiinspektion München prüft den Anfangsverdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Aufgrund des Schadens verkehrten zeitweise keine S-Bahnen auf der Stammstrecke. Dies betraf auch die Hackerbrücke, wo sich zahlreiche Wiesn-Heimkehrer befanden. Einsatzkräfte der Bundespolizei leiteten die Festbesucher zu Fuß zum Hauptbahnhof, wo sie die Heimreise mit U-Bahn oder Regionalverkehr antreten konnten.

Die Behebung des Schadens dauerte bis in die Morgenstunden. Ab  7 Uhr war die Strecke am Dienstag wieder komplett befahrbar.

Die Bundespolizei warnt:

Alubeschichtete Luftballons können, vor allem in den Tunnelstationen der Stammstrecke, bei Berührungen mit der Oberleitung den gesamten S-Bahnbetrieb zum Erliegen bringen. Die Mitnahme ist deswegen verboten! Im Schadensfall droht sogar eine Strafanzeige und – je nach Verhalten gegebenenfalls auch Schadensersatz.

 

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