Messerstecherei im Umfeld vom Oktoberfest – Tatverdächtiger festgenommen

Bei einer Messerstecherei am Donnerstagabend wurde in der Nähe der Festwiese ein 21-jähriger Mann schwer verletzt. Die Polizei suchte den Tatverdächtigen per Fotofahndung. Er hat sich mittlerweile der Polizei gestellt.

Polizeipräsidium München
Polizeipräsidium München

(Update 27.9.2022) Bei den Ermittlungen der Mordkommission ergaben sich am Montag bereits konkrete Hinweise auf einen 38-jährigen Tatverdächtigen mit Wohnsitz in München. Dieser stellte sich am heutigen Vormittag selbständig gemeinsam mit einem Rechtsanwalt bei einer Dienststelle der Münchner Polizei.

Er wurde bereits zur Person vernommen und weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungsarbeiten werden gerade noch durchgeführt. Der Tatverdächtige wird voraussichtlich am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt. Über die weiteren Details zum Fall wird von der Münchner Polizei am Mittwoch berichtet.

Der 21-Jährige, der durch eine Stichverletzung lebensgefährlich verletzt wurde, befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus.

(Erstmeldung 25.9.2022) Am Donnerstag, 22. September 2022, gegen 23:25 Uhr, wurde die Einsatzzentrale der Münchner Polizei darüber informiert, dass im Bereich der Schubertstraße östlich von der Theresienwiese in der Ludwigsvorstadt im Umfeld des Oktoberfestes jemandem Stichverletzungen beigebracht wurden. 

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war es dort gegen 23:20 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einem männlichen Taxigast, der in weiblicher Begleitung war, und einer Gruppe von mehreren Personen gekommen. Diese eskalierte dahingehend, dass der Taxigast aus dieser Gruppe heraus körperlich angegangen wurde. Im weiteren Verlauf fügte dieser Taxigast zwei von diesen Männern Verletzungen mit einem Stichwerkzeug zu. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige mit seiner weiblichen Begleitung. 

Ein 21-Jähriger aus Hamburg wurde dabei so schwer verletzt, dass er in einem Krankenhaus notoperiert werden musste. Aktuell befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der zweite Verletzte, ein 20-Jähriger, aus Aachen, wurde leicht an der Hand verletzt.

Die Ermittlungen wurden noch vor Ort von der Mordkommission gemeinsam mit der Spurensicherung des Polizeipräsidiums München übernommen. Im Rahmen der umfangreichen und akribischen Ermittlungen konnte auch Bildmaterial des Tatverdächtigen mit seiner weiblichen Begleitung festgestellt werden. Der Tatverdächtige beziehungsweise die weibliche Begleitung (Zeugin) haben vermutlich einen Bezug zum Stadtteil Trudering.

Die Staatsanwaltschaft München I erwirkte daraufhin einen Beschluss über das Amtsgericht München für eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Tatverdächtigen und einer weiblichen Begleitung, die hier als wichtige Zeugin anzusehen ist. Das Bildmaterial kann nun unter folgendem Link: Die Bayerische Polizei – Öffentlichkeitsfahndung wegen versuchtem Tötungsdelikt (bayern.de) eingesehen werden.

Täterbeschreibung:

Männlich, ca. 175 cm groß, ca. 30 – 35 Jahre alt, extrem kurz rasierte blonde oder braune Haare, Bartwuchs zwischen Dreitage- und Vollbart, kräftig, mitteleuropäisches Erscheinungsbild, vermutlich Deutscher, bekleidet mit brauner Trachtenlederhose, dunklem Janker, weiß-blau kariertem Trachtenhemd

Zeugenaufruf der Polizei: Wer kann Angaben zum Tatablauf, zu der Person des Tatverdächtigen oder auch zu der Person seiner weiblichen Begleitung als wichtiger Zeugin machen?

Personen, die hier sachdienliche Hinweise geben können (gegebenenfalls auch Fotos oder Videoaufnahmen), werden gebeten sich an das Kommissariat 11, 80333 München, Ettstr. 2, Tel. 089/2910-0 oder auch an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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