Tariferhöhung beim MVV: Fahrpreise steigen um durchschnittlich 3,7 Prozent

Um durchschnittlich 3,7 Prozent steigen die Fahrpreise im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) Ende dieses Jahres. Darauf hat sich die Gesellschafterversammlung am 17. September 2021 einstimmig verständigt. 

MVG Variobahn Karolinenplatz
MVG Variobahn Karolinenplatz, Quelle Foto: MVG/Kerstin Groh

Die Gesellschafterversammlung im MVV, in dem die Stadt München, die Landkreise im Verbundgebiet sowie die Deutsche Bahn vertreten sind, haben zum Fahrplanwechsel im Dezember eine Erhöhung der Fahrpreise um durchschnittlich 3,7 Prozent beschlossen. 

Die Anpassung der Fahrkartenpreise hält MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch angesichts der in allen Bereichen gestiegenen Kosten für erforderlich: „Die Corona-Pandemie bescherte uns enorme Einnahmenausfälle. Dennoch haben wir, haben die Verkehrsunternehmen, das Angebot während der gesamten Zeit nahezu vollständig aufrechterhalten. Der Ausgleich der gestiegenen Kosten ist deshalb notwendiger denn je, um das aktuelle Leistungsangebot erhalten und weiter ausbauen sowie die hohen Qualitätsstandards halten zu können.“

Bei den Einzelfahrscheinen kommt es zu folgenden Änderungen:

  • Der Preis der Einzelfahrkarte Kurzstrecke wird von bisher 1,70 Euro auf künftig 1,80 Euro erhöht, der Preis der Einzelfahrkarte für die Zonen M – 2 wird zum Beispiel von 6,80 Euro um 20 Cent auf 7,00 Euro angehoben.
  • Der Preis der Streifenkarte wird von bisher 14,60 Euro auf künftig 15,20 Euro angehoben; der Preis der Streifenkarte U21 von 8,00 Euro auf 8,30 Euro.
  • Die Preise der Tageskarten werden zwischen 3,3 Prozent und 4,2 Prozent angehoben. Der Preis der Gruppen-Tageskarte für die Zonen M – 3 wird beispielsweise von 20,00 Euro auf 20,70 Euro erhöht. Der Preis der Single-Tageskarte für die Zone M bzw. 2 Zonen steigt um 30 Cent auf künftig 8,20 Euro. Die Preise für die Kinder-Tageskarte und die Fahrrad-Tageskarte werden jeweils um 10 Cent auf 3,30 Euro bzw. 3,10 Euro angehoben.

Bis zum 31. März 2022 können die bis zum 11. Dezember 2021 geltenden Fahrkarten des Zonen- oder Kurzstreckentarifs (Einzel-, Tages- oder Streifenkarten) noch aufgebraucht werden. Fahrkarten des Zonen- oder Kurzstreckentarifs mit Preisangabe in Euro können – zeitlich unbegrenzt – gegen Aufzahlung zum neuen Preis umgetauscht oder gegen Bezahlung eines Bearbeitungsentgelts von aktuell 2,00 Euro je Bearbeitungsvorgang erstattet werden.

Bei den Zeitkarten und Abonnements kommt es zu folgenden Änderungen:

  • Die Preise der IsarCard-Monatskarten werden überwiegend um 3,6 bzw. 3,7 Prozent angehoben. So steigt etwa der Preis der IsarCard-Monat für die Zone M bzw. 2 Zonen von bisher 57,00 Euro um 2,10 Euro auf künftig 59,10 Euro.
  • Die Preise der IsarCard-Wochenkarten steigen zwischen 80 Cent und 3,00 Euro. Eine IsarCard-Wochenkarte für die Zone M bzw. 2 Zonen kostet künftig 18,60 Euro statt bisher 17,80 Euro. Die Wochenkarte für die Zonen M – 5 ist für 63,10 Euro statt bisher 60,30 Euro erhältlich.
  • Die Preise der Monatskarten IsarCard9Uhr steigen in ähnlichem Umfang wie die IsarCard-Monatskarten. Für ein Monatsticket für die Zone M bzw. 2 Zonen sind künftig 52,80 Euro zu bezahlen, 1,90 Euro mehr als bisher. Für eine IsarCard-Monat für die Zonen M – 5 werden künftig 83,90 Euro fällig.
  • Auch die Preise der IsarCard65-Monatskarten werden in ähnlichem Maße erhöht wie die anderen Monatstickets. Eine IsarCard65-Monatskarte für die Zone M bzw. 2 Zonen kostet künftig 49,50 Euro statt bisher 47,80 Euro. Das Monatsticket für die Zonen M – 5 wird um 3,7 Prozent erhöht und kostet künftig 73,80 Euro.

Dabei erfolgt die Preisanpassung    

  • für IsarCard-Wochenkarten und -Monatskarten zum 12.12.2021,
  • für Wochenkarten der Ausbildungstarife zum 13.12.2021,
  • für Monatskarten der Ausbildungstarife sowie für Abonnements mit monatlicher Zahlung zum 01.01.2022.
  • Abonnements mit jährlicher Zahlung gelten – ohne Zahlung eines Aufpreises – bis zum Ablauf ihrer Geltungsdauer unverändert weiter.
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