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München: Jugendlicher Intensivtäter brüstet sich in U-Bahn mit Taxiraub – verhaftet

Jugendliche Intensivtäter haben in der vergangenen Woche zusammen mit ihren Komplizen in München zwei Taxifahrer ausgeraubt. Nach einem der Überfälle hat sich in der U-Bahn ein polizeibekannter, jugendlicher Intensivtäter lautstark mit der Straftat gebrüstet. Eine Frau, die das mitbekommen hatte, verständigte die Polizei. 

Symbolbild Taxi
Symbolbild Taxi

In den frühen Morgenstunden des 7. Februar 2018, haben in der Arminiusstraße in Untergiesing zwei junge Männer einen Raubüberfall auf eine Taxifahrerin verübt.  Zu diesem Fall meldete sich wenig eine Zeugin bei der Polizei, die in der U-Bahn zwei jungen Männern gegenüber saß, die sich mit einem Taxiraub gebrüstet hatten. In diesem Zusammenhang wurden Videoaufnahmen der entsprechenden U-Bahnhöfe gesichert und der überfallenen Taxifahrerin gezeigt. Die Frau erkannte auf einer der Aufnahmen einen der beiden Täter. Entsprechende Screenshots der Aufnahmen wurden von der Kriminalpolizei an die Einsatzkräfte verteilt, was zur Folge hatte, das ein ziviler Beamter der Polizeiinspektion 23 (Giesing) den 16-Jährigen als die tatverdächtige Person wiedererkannte. Der junge Mann wird seit Januar bei der Kriminalpolizei als jugendlicher Intensivtäter geführt. Bei der Sachbearbeitung und seiner Vernehmung gestand er den Raubüberfall auf die Taxifahrerin und gab als Mittäter einen ebenfalls 16-jährigen Freund an. Er sagte zudem aus, dass er bei dem Überfall als Waffe eine Schere benutzt und der Taxifahrerin an den Hals gehalten habe. 

Im zweiten Fall wurde am 8. Februar 2018 nachts ein Taxifahrer in einer Tiefgarage in der Thusneldastraße überfallen. Dabei folgten ihm vier junge Männer und verteilten sich in der Garage. Der Taxifahrer stieg aus und forderte die jungen Männer auf, die Garage zu verlassen.

Einer der späteren Täter, ein arbeitsloser 19-Jähriger, öffnete die Fahrertür des Taxis und nahm den Taxigeldbeutel heraus, während der 54-Jährige durch einen weiteren Täter abgelenkt war. der 19-Jährige floh mit dem Geldbeutel aus der Garage. Der Taxifahrer, der den Diebstahl bemerkt hatte, löste einen Alarm aus und verfolgte den Dieb, konnte ihn jedoch nicht mehr einholen. Als er in die Garage zurückkam, musste er feststellen, dass die weiteren drei Männer seinen privaten Geldbeutel aus der Mittelkonsole entwendet und das Rücklicht des Taxis eingeschlagen hatten.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten der Dieb des Taxigeldbeutels sowie ein 16-Jähriger und ein 18-Jähriger am Candidplatz angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Der Dieb warf beim Eintreffen der Polizeibeamten einen leeren Geldbeutel weg, ebenfalls wurden durch die weiteren Beschuldigten eine Eisenstange sowie ein Messer weggeworfen. Die Gegenstände konnten im Umfeld der Tiefgarage aufgefunden werden. Der 16-Jährige hatte zudem einen Nothammer bei sich, den er vermutlich aus einem städtischen Bus entwendet hatte. Die drei Beschuldigten wurden zur weiteren Sachbearbeitung auf die Polizeiinspektion gebracht und im Anschluss in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. 

Am 12. Februar 2018 konnten Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras aus der Tiefgarage ausgewertet werden, wodurch als vierter Täter des Diebstahls ein 18-jähriger Schüler als Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Am selben Tag erkannte ein Kriminalbeamter des zuständigen Fachkommissariats diesen Schüler am U-Bahnhof Rotkreuzplatz wieder, folgte ihm in die U-Bahn und verständigte die Einsatzzentrale der Polizei. Bei der Überprüfung gab der Schüler an, ohne festen Wohnsitz zu sein, weshalb er festgenommen wurde und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht wurde. Gegen ihn wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I Haftbefehl wegen Fluchtgefahr gestellt, den der Ermittlungsrichter erlassen hat. Der zweite Täter des Raubüberfalls auf die Taxifahrerin konnte ebenfalls ermittelt werden, es handelt sich bei ihm ebenfalls um einen 16-jährigen jugendlichen Intensivtäter, der inzwischen festgenommen und in die Haftanstalt überstellt werden konnte.

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