München: Fröttmaninger Windstrom exklusiv für Augustiner Bier

Rundum regional: Wasser, Hopfen, Malz und Windenergie – alles aus München. Ab 2021 wird der Strom aus der 1999 in Betrieb genommenen Windenergieanlage Fröttmaning exklusiv an die Augustiner Brauerei geliefert. 

Windrad Fröttmaning Fotokredit SWM Nick Frank
Windrad Fröttmaning – Fotokredit SWM Nick Frank

Die Stadtwerke München (SWM) und Augustiner-Bräu Wagner KG haben einen langfristigen Liefervertrag für Ökostrom abgeschlossen. In Form eines sogenannten Power Purchase Agreements (PPA) bezieht die Augustiner-Bräu über mehrere Jahre exklusiv zum Festpreis die komplette Strommenge der seit 1999 bestehenden Windkraftanlage Fröttmaning gegenüber der Allianz Arena. Damit gibt es für das Münchner Bier nicht nur das Wasser, den Hopfen und das Malz aus der Region, sondern auch die Energie für das Brauen des Gerstensaftes. 

Das Windrad auf dem Fröttmaninger Berg ist knapp 100 Meter hoch und erzeugt jährlich ca. 1,9 Millionen Kilowattstunden Ökostrom – so viel wie rund 720 Haushalte benötigen. Dies spart ca. 2,2 Millionen Kilogramm CO2 gegenüber Energie aus konventioneller Erzeugung. Ab einer Windgeschwindigkeit von 13 Metern pro Sekunde erzeugt sie mit 1,5 Megawatt ihre maximale Leistung.

Stefan Weber, Kundenbetreuer der SWM für Augustiner, erklärt dazu: „PPAs sind eine innovative Lösung, wie die ÖkostromAnlagen, die jetzt nach und nach aus der EEG-Förderung fallen, weiter sinnvoll und ressourcenschonend zur Energiewende beitragen können. Die Windenergieanlage auf dem Fröttmaninger Berg ist in den 21 Jahren ihres Bestehens zu einem Wahrzeichen Münchens geworden. Wir freuen uns, dass sie künftig Ökostrom für die älteste Brauerei Münchens liefert.”

Andere Kunden der SWM müssen aber künftig nicht auf regionale Windenergie verzichten, denn nördlich der Allianz Arena auf der Mülldeponie Nord-West ist weiteres Windrad gebaut worden, das demnächst in Betrieb geht. Diese Anlage ist fast 150 Meter hoch und der Rotordurchmesser ist dreimal so groß wie bei der alten Anlage. Die Flügel erzeugen bereits ab einer Windgeschwindigkeit von zwei  Metern pro Sekunde Strom. Ab 15 Metern pro Sekunde erreicht sie mit 3,5 Megawatt ihre maximale Leistung. Jährlich wird das Windrad so etwa sieben Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugen, was für 2.800 Haushalte reicht.

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