München: 18-Jähriger niedergestochen – 6 Tatverdächtige identifiziert – Messerstecher in Haft

Bei einem Streit zwischen zwei Jugendbanden am Samstag in München-Ramersdorf ist ein 18-Jähriger mit dem Messer in die Brust gestochen worden. Die Mordkommission hat inzwischen alle sechs Tatverdächtigen ermittelt. Ein 15-Jähriger wurde als Hauptverdächtiger von Spezialkräften in Untersuchungshaft genommen. 

Karl-Preis-Platz München
Karl-Preis-Platz München-Ramersdorf

(Update 29.11.2021) Wie bereits berichtet, wurde ein 18-jähriger Münchner mit italienischer Staatsangehörigkeit in den Abendstunden des 23. Oktober 2021 im Rahmen einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Jugendlicher am U-Bahnhof „Karl-Preis-Platz“ durch Stichverletzungen am Oberkörper lebensgefährlich verletzt. Die daraufhin sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndungsmaßnahmen führten zunächst nicht zur Ergreifung der Täter. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden in der Folge durch das Kommissariat 11 (Tötungsdelikte) übernommen.

Durch die intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnten insgesamt fünf aktiv an der Auseinandersetzung beteiligte Personen im Alter zwischen 15 bis 17 Jahren namentlich identifiziert werden. Auf Antrag der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I erließ das Amtsgericht München gegen einen der Tatverdächtigen einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnanschriften aller fünf Tatverdächtigen in den Stadtteilen Am Hart, Forstenried, Hasenbergl, Maxhof und Westend.

Die Beschlüsse des Amtsgerichts München wurden in den sehr frühen Morgenstunden am 9. November 2021 vollzogen und ein 15-jähriger Tatverdächtiger von Spezialeinheiten aufgrund des Haftbefehls festgenommen. Der festgenommene Tatverdächtige wurde  im Verlauf des Nachmittags dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

Im Zuge der weiteren kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung konnte Ende November auch der bis dahin noch unbekannte sechste Tatverdächtige namentlich identifiziert werden. Auf Antrag der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I erließ das Amtsgericht München aufgrund des Tatverdachts einer gefährlichen Körperverletzung einen Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnanschrift. Der Durchsuchungsbeschluss wurde noch am Freitag, 26. November 2021, vollzogen. Hierbei konnte der Tatverdächtigte angetroffen werden. 

Sämtliche Tatverdächtigen stehen somit namentlich fest. Die Ermittlungen des Kommissariats 11 hinsichtlich der Identifizierung der Tatverdächtigen sind abgeschlossen.

Die Ermittlungen zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts dauern noch an.


(Erstmeldung 24.10.2021) Am Samstag, 23. Oktober 2021, gegen 18:50 Uhr, trafen am U-Bahnhof Karl-Preis-Platz in München-Ramersdorf zwei jugendliche Gruppierungen aufeinander. Aus derzeit noch unbekannten Gründen kam es zum Streit, woraufhin eine 16-Jährige aus dem Landkreis München und ein 18-jähriger Münchner mit Pfefferspray besprüht wurden. Ein 18-jähriger Münchner aus der gleichen Gruppierung erlitt eine Stichverletzung im Brustbereich.

Zeugen verständigten den Notruf und meldeten den Vorfall, ebenso, dass Schüsse gefallen seien. Die Tätergruppe flüchtete vom Tatort.
Ein Großaufgebot der Münchner Polizei war am Karl-Preis-Platz im Einsatz. Alle drei verletzten Personen wurden in Krankenhäuser gebracht und befinden sich derzeit außer Lebensgefahr. Die Fahndung nach der Tätergruppierung dauert an. Das Kommissariat 11 (Mordkommission) hat die Ermittlungen aufgenommen. 

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