Vor G7-Gipfel: Acht Polizeiautos in München in Brand gesteckt – Polizei sucht Zeugen

Acht Polizeiautos der Bundespolizei haben unbekannte Täter in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in der Hochstraße in der Au in München in Brand gesteckt. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Brandanschlag im Vorfeld des G7-Gipfel in Schloss Elmau aus. Die Polizei sucht nach Zeugen. 

Acht Polizeiautos der Bundespolizei in München in Brand gesetzt
Acht Polizeiautos der Bundespolizei in München in Brand gesetzt, Quelle Foto Bundespolizei Bayern

Am Mittwoch den 22. Juni 2022, gegen 3 Uhr, wurde die Polizei München über den Brand mehrerer Fahrzeuge im Bereich der Hochstraße informiert. Als die ersten Einsatzkräfte in der Hochstraße in der Au in München eintrafen, konnten sie mehrere in Brand stehende Mannschaftsbusse von den im benachbarten Hotel untergebrachten Beamten der Bundespolizei feststellen.

Der Brand konnte in der Folge von der die Feuerwehr gelöscht werden. Es wurden insgesamt acht Polizeifahrzeuge mitunter erheblich beschädigt, auch die in den Fahrzeugen befindlichen Ausrüstungsgegenstände wurden teilweise zerstört. Der Sachschaden beläuft sich nach derzeitigem Ermittlungsstand der Münchner Brandfahnder auf mehrere hunderttausend Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.

Nachdem auf Grund der ersten Ermittlungen vor Ort bereits von einer vorsätzlichen Brandlegung auszugehen war, wurden unmittelbar umfangreiche Fahndungsmaßnahmen unter der Beteiligung von mehr als 20 Streifen und Polizeihubschraubern veranlasst. Diese führten bislang jedoch nicht zur Ergreifung von Tatverdächtigen.

Es liegen der Polizei zwar noch keine abschließenden Erkenntnisse zu den Hintergründen der Brandstiftung vor, es wird derzeit jedoch von einer politisch motivierten Tat aus dem linksextremen Spektrum im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ausgegangen,  der am Wochenende beginnt. Die polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall werden durch das Kriminalfachdezernat 4 (politisch motivierte Kriminalität) geführt und durch das Kommissariat 13 (Branddelikte) unterstützt.

Zeugenaufruf der Polizei:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Hochstraße, Rablstraße, Gebsattelstraße und Rosenheimer Straße Wahrnehmungen – insbesondere hinsichtlich verdächtiger Personen oder Fahrzeuge – gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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