Trickbetrug-Welle von falschen Polizeibeamten in München: Warnt betagte Personen im persönlichen Umfeld

Die Münchner Polizei meldet eine weitere Welle von Trickbetrügern, die sich als falsche Polizeibeamte ausgeben. Sie bittet dringend darum, betagte Personen aus dem persönlichen Umfeld, wie Großeltern oder Nachbarn, zu warnen, damit sie nicht darauf hereinfallen und ihre Vermögenswerte nicht leichtfertig fremden Personen übergeben. 

Warnung vor falschen Polizeibeamten
Warnung vor falschen Polizeibeamten, Quelle Grafik Polizei München

In der Stadt und im Landkreis München treten wieder vermehrt falsche Polizeibeamte auf, die Senioren um ihr Erspartes bringen. Dabei passen die Trickbetrüger die Zielpersonen teilweise an der Haustüre ab oder sie nehmen telefonisch Kontakt auf. 

Jüngstes Opfer ist eine Rentnerin, die um Bargeld im vierstelligen Bereich und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro gebracht wurde. Am 16. Juni 2020 gegen 10 Uhr rief die Dame aus Obergiesing beim Polizeinotruf an und gab an, dass soeben zwei Personen bei ihr waren, die sich als Polizisten ausgegeben hatten und ihr jetzt ein Umschlag mit einem vierstelligen Geldbetrag fehlen würde. Aufgrund dessen wurden mehrere Streifen zum Tatort geschickt. 

Nach erstem Ermittlungsstand wurde die Münchnerin im Erdgeschoss von beiden Tätern angesprochen. Diese gaben an, von der Polizei zu sein, zeigten einen falschen Ausweis und meinten, es wären Einbrecher im Haus, weshalb die Wohnung überprüft werden müsste.

In der Wohnung lenkte einer der Täter die Seniorin ab, während der andere die Wohnung durchsuchte. Dabei wurde aus einem Schrank ein Umschlag mit Bargeld im vierstelligen Bereich sowie Schmuck im Gesamtwert von mehreren Tausend entwendet. Danach entfernten sich die beiden unbekannten Täter aus dem Mehrfamilienhaus, woraufhin die Münchnerin den Notruf verständigte, nachdem sie den Diebstahl bemerkt hatte. 

Die eingeleitete Fahndung verlief negativ. Das Kommissariat 65 hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Männlich, ca. Anfang 30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, glatt rasiert, südländische Erscheinung, sprach hochdeutsch. Er war bekleidet mit einer dunkelblauen Jacke mit einem Muster auf dem Ärmel, einer blauen Hose, einer grauen Kappe und trug schwarze Latexhandschuhe.
Täter 2:
Männlich, ca. 35 Jahre alt, ca. 170 cm groß, etwas dicker, sehr dunkle, kurz nach oben gegelte Haare, sprach ebenfalls deutsch ohne Auffälligkeiten.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Werinherstraße, St.-Martins-Platz und Severinstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis der Münchner Polizei:
Die Polizei warnt erneut vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen und erkundigen sich durch einen Rückruf bei der Dienststelle nach der Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie unsicher sein, rufen Sie auf alle Fälle den Notruf 110 an.

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