München: Ungewöhnliche Häufung von Betriebsunfällen – Ein Toter und ein Schwerverletzter

Von einem Metalltor ist am Samstag ein Arbeiter in München-Allach erschlagen worden. Am Montag hatte die Feuerwehr zwei weitere Einsätze wegen Betriebsunfällen. Ein Mann wurde schwer verletzt, als er in einer fünf Meter tiefen Baugrube auf Metallteile fiel und am Nachmittag ist ein Arbeiter auf einem Gerüst von Dachteilen eingeklemmt worden. 

Mann von Dachteilen eingeklemmt, Quelle Foto Feuerwehr München

Mann wird von Tor erschlagen 

Am Samstag, 14. Mai 2022, gegen 17:30 Uhr, bemerkte ein 65-Jähriger mit Wohnsitz im Vogtlandkreis im Rahmen seiner Arbeit auf einem Werksgelände in Allach dass ein dortiges elektrisches Metalltor nicht vollständig geschlossen war und wollte die
Situation überprüfen. Dabei fiel ein Teil des Tores direkt auf ihn. Ein weiterer Mitarbeiter, der den Vorfall mitbekam, alarmierte den Notruf.

Sofort wurden Streifen der Münchner Polizei sowie Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zur Örtlichkeit geschickt. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen musste er vor Ort wiederbelebt werden. Diese Maßnahmen konnte nicht erfolgreich beendet werden und der 65-Jährige verstarb vor Ort. Das Kommissariat 13 (Brände und Betriebsunfälle) hat die Ermittlungen aufgenommen. Dazu wurde ein externer Gutachter mit einer Untersuchung beauftragt.

Bei Sturz in Baugrube schwer verletzt 

Am Montagmittag ist ein Bauarbeiter in einer Baugrube in der Kirchenstraße in München Haidhausen gestürzt. Arbeitskolleginnen und Kollegen bemerkten, dass der 32-Jährige plötzlich umfiel und auf Baustahl landete. Da er im ersten Moment nicht ansprechbar war, alarmierte ein Kollege sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst.
 
Die kurz darauf eintreffenden Einsatzkräfte führten sofort eine medizinische Erstversorgung durch. Zeitgleich bereiteten weitere Kräfte der Feuerwehr die Rettung aus der etwa fünf Meter tiefen Baugrube vor. Mit der Drehleiter und einer Schleifkorbtrage konnte der schwerverletzte Mann schonend aus der Grube gehoben werden. Im Anschluss wurde er in den Schockraum einer Münchner Klinik transportiert. Die Unfallursache ist derzeit noch unbekannt, die Polizei ermittelt.
 

Bauarbeiter muss mit Korbtrage von Gerüst gerettet werden 

 
Bei einem weiteren Betriebsunfall am Montag auf einem Gerüst einer Baustelle in der Karl-Theodor-Straße in München-Schwabing ein Arbeiter von Dachelementen auf einem Gerüst eingeklemmt worden. Er wurde dabei leicht verletzt.
 
Bauarbeiter bemerkten, dass plötzlich Dachelemente ins Rutschen gerieten. Ein 38-Jähriger arbeitete zu dieser Zeit in etwa zehn Meter Höhe auf dem Gerüst. Er konnte vor den rutschenden Elementen nicht mehr flüchten und sein Unterschenkel wurde eingeklemmt. Während einer seiner Kollegen den Notruf rief, sicherten andere die Fertigelemente mit dem Baukran.
 
Als kurz darauf die Einsatzkräfte eintrafen, wurde der 38-Jährige gerade durch seine Kollegen befreit. Um ihn möglichst schonend nach unten zu transportieren, wurde er in eine Schleifkorbtrage gelegt und mit der Drehleiter nach unten gefahren. Nach einer medizinischen Erstversorgung wurde der Arbeiter leicht verletzt in ein Münchner Krankenhaus transportiert. Der genaue Unfallhergang ist derzeit unklar, die Polizei ermittelt.
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