München: Raubzüge auf Rolltreppen – Taschendiebbande festgenommen

13. April 2016

Eine Bande von Taschendieben hatte eine besonders perfide Art, gehbehinderte Rentner um ihr Bargeld zu erleichtern. Während sich die Senioren auf Rolltreppen von U-Bahnhöfen im Münchner Westen befanden, zogen sie den Nothalt. Während die Opfer das Gleichgewicht verloren, wurden ihnen die Geldbörsen gestohlen. Jetzt konnte die Bande in Nordrhein-Westfalen festgenommen werden.

Taschendiebstahl
Symbolbild Taschendiebstahl
Quelle www.polizei-beratung.de

An zwei Sonntagen im Februar kam es in den U-Bahnhöfen zu vermehrten Taschendiebstählen auf Rolltreppen. Die Täter suchten sich hierbei gezielt ältere und gehbehinderte Personen als Opfer aus.  Als die Senioren die jeweiligen Rolltreppen an den Bahnhöfen nach oben betraten, zog einer der Täter den Nothalt, sodass die gehbehinderten Rentner das Gleichgewicht verloren. Dies nutzten zwei weitere Täter aus, um die Geldbörse von den Senioren zu entwenden.  Mehrere solcher Taten waren bei der Auswertung der Videoanlage in entsprechenden U-Bahnhöfen so zu erkennen.

In einem Fall kam es auch noch zu einer Abhebung von einem hohen Geldbetrag mittels einer entwendeten EC-Karte. Durch umfangreiche polizeiliche Ermittlungen konnten letzlich eine rumänische Frau im Alter von 32 Jahren und zwei Rumänen im Alter von 25 und 34 Jahren als Täter ermittelt werden, die sich aber überwiegend im Raum Berlin oder im benachbartem Ausland aufhielten.  Am Dienstag, 12. April 2016, gelang dann letztendlich die Festnahme der drei Rumänen in Arnsberg (Nordrhein Westfalen) in Zusammenarbeit mit der dort örtlich zuständigen Polizei. Gegen alle drei Täter wurde vom Amtsgericht München Haftbefehl wegen gewerbsmäßigem Bandendiebstahl erlassen. Sie werden nun nach München überführt, wo sie sich vor Gericht verantworten müssen.