München: Mitarbeiter an Infostand für Ukraine-Flüchtlingshilfe angegriffen

Ein 40-jähriger Mann hat am 5. April 2022 am Gärtnerplatz in der Isarvorstadt die Mitarbeiter eines Infostandes für die Ukraine-Flüchtlingshilfe angegriffen, den Stand beschädigt, lautstark den russischen Angriff gebilligt und den Hitlergruß gezeigt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. 

Polizeikontrolle am Gärtnerplatz in München
Polizeieinsatz am Gärtnerplatz in München

Wie die Münchner Polizei heute meldet, wurden bereits am vergangenen Dienstag 5. April 2022, gegen 18.40 Uhr, auf dem Gärtnerplatz in München die Mitarbeiter eines Infostandes für die Ukraine-Flüchtlingshilfe angegriffen. Passanten hatten dann den Polizeinotruf 110 angerufen. Die Polizeistreifen nahmen einen 40-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz fest. 

Die Ermittlungen haben ergeben, dass er sich aggressiv gegen Mitarbeiter eines Infostandes einer Organisation zur Flüchtlingshilfe verhalten hatte. Dabei stieß er einen  27-Jährigen gegen den Oberkörper und warf eine Getränkedose auf einen 30-Jährigen, welchen er am Oberkörper traf. Während der 30-Jährige unverletzt blieb, wurde der 27-Jährige leicht verletzt, bedurfte vor Ort jedoch keiner medizinischen Behandlung.

Im weiteren Verlauf beschädigte der 40-Jährige den Infostand und tätigte mehrere staatsschutzrelevante Äußerungen. Hierbei äußerte dieser sich in volksverhetzender Art und Weise über ukrainische Staatsangehörige und billigte hörbar den russischen Angriff auf die Ukraine. Zudem zeigte er den Hitlergruß und machte strafbare Äußerungen in Bezug auf die NS-Zeit.

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurde bei dem Tatverdächtigen unter anderem eine Blutentnahme durchgeführt. Hierbei verhielt er sich weiterhin aggressiv und trat nach der behandelnden Ärztin. Am Mittwoch, 6.4.2022, wurde der 40-Jährige einem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher Untersuchungshaft anordnete.

Der 40-Jährige wurde unter anderem wegen mehrerer Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigung, Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt. Die weiteren Ermittlungen führt das Staatsschutz-Kommissariat.

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