München: Falsche Wasserwerker machen Beute

In München treten vermehrt Fälle auf, in denen falsche Wasserwerker unter einem Vorwand in Wohnungen kommen und ein Komplize die Ablenkung nutzt, um nach Wertgegenständen zu suchen.

Polizeipressestelle
Blaulicht Mini der Polizeipressestelle in München

Am Dienstag, 12. Januar 2016, gegen 12 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann bei einem Ehepaar in der Bodenstedtstraße in München-Pasing. Unter dem Vorwand eines Wasserrohrbruches erhielt er Einlass in die Wohnung. Nach seinen Angaben sollte es um einen Wasserrohrbruch handeln, der das Trinkwasser des Ehepaares verseucht hätte und nun Messungen erforderlich sind. Die Senioren wurden im Badezimmer von dem Unbekannten abgelenkt. Dabei konnte offensichtlich eine zweite Person unbemerkt in die Wohnung gelangen. Nachdem sich der vermeintliche Wasserwerker verabschiedet hatte, stellte das Ehepaar Veränderungen im Wohnzimmer fest.

Es wurden ca. 150 Euro Bargeld und zwei Ringe entwendet und zwei Mobilteile des Festnetzanschlusses wurden im Schlafzimmerschrank deponiert aufgefunden.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 40-50 Jahre alt, ca. 175 cm groß, kräftige untersetzte Figur, volles rundes Gesicht, heller Teint, dunkelblonde/braune Haare, sprach Hochdeutsch ohne Akzent. Bekleidung: dunkelblaue lange Jacke, insgesamt dunkel gekleidet.

Ebenfalls am Dienstag, 12. Januar 2016, gegen 11 Uhr, klingelte es an der Wohnungstür einer 79-Jährigen in der Maronstraße in München Pasing. Der ihr unbekannte Mann erklärte ihr, dass er das Wasser überprüfen müsse, da sich Viren darin befinden. Die Frau ließ den vermeintlichen Wasserwerker in die Wohnung und begab sich gemeinsam mit ihm in das Badezimmer. Dort öffnete er einen Wasserhahn und füllte angeblich zu Testzwecken einen kleinen Becher mit Wasser. Anschließend begaben sie sich in die Küche und öffneten auch dort den Wasserhahn. Während die Seniorin anschließend in eine Zeitung schaute, bewegte sich der Mann ständig zwischen Küche und Bad. Nach etwa einer dreiviertel Stunde sagte er, dass er nun alle Proben hätte und verschwand. Kurz darauf stellte die Frau fest, dass eine Zimmertür, die üblicherweise immer verschlossen ist, offen stand. Aus einer Holzschachtel im Zimmer wurden goldene Manschettenknöpfe und eine Krawattennadel entwendet.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 40-50 Jahre alt, ca. 175 – 180 cm groß, kräftige Figur, kurze bräunliche Haare, ohne Bart, sprach Deutsch
Bekleidung: unauffällig – keine nähere Beschreibung.

Zeugenaufruf der Polizei:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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