München: Bahn meldet Zugunfall nicht – Bundespolizei droht mit Konsequenzen

Ein Bauzug hat am Montagmorgen im Bereich der Donnersberger Brücke im Rangierbetrieb einen leeren ICE gerammt und zum Entgleisen gebracht. Der Sachschaden soll sich in einen hohen sechsstelligen Bereich bewegen. Die Bundespolizei will weiter ermitteln, weil der Bahnunfall von der Deutschen Bahn nicht gemeldet worden war. 

Bauzug rammt leeren ICE
Bauzug rammt leeren ICE, Quelle Fotomontage Bundespolizei München

Am 8. November 2021 gegen 5:30 Uhr fuhr eine leere ICE-Garnitur auf gleicher Höhe zu einem Bauzug über die Zubringergleise im Bereich Donnersbergerbrücke in Richtung München Hauptbahnhof. Beide Züge führten eine Rangierfahrt durch. Der ICE sollte anschließend auf das Gleis wechseln, auf dem der Bauzug unterwegs war. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei dürfte der Rangierbegleiter des Bauzuges ein Sperrsignal übersehen haben. Der vorderste Wagen des Bauzugs erfasste daraufhin den hinteren Triebfahrzeugteil des ICE seitlich, wodurch der ICE entgleiste.

Nach ersten Schätzungen der Bundespolizei dürfte sich die Schadenshöhe am ICE sowie an den Gleisanlagen im hohen sechsstelligen Euro-Bereich bewegen. Der ICE muss mittels Notfallzug der Deutschen Bahn auf die Gleise gehoben werden. Personen wurden nicht verletzt. Die Bundespolizei ermittelt wegen Gefährdung des Bahnverkehrs gegen den Rangierbegleiter des Bauzuges. Die Bundespolizei reagiert nicht erfreut auf die Tatsache, dass der Rangierunfall wohl unter den Tisch fallen sollte.  Sie prüft, ob die Nichtmeldung des Bahnbetriebsunfalls an die Bundespolizei Konsequenzen nach sich ziehen wird. 

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