München: 16-jähriger Räuber springt aus 1. Stock in Krankenhaus und flieht

Mit einer Schreckschusspistole hat am vergangenen Freitag ein 16-jähriger Jugendlicher ein Geschäft in der Lindwurmstraße in der Isarvorstadt in München überfallen. Er konnte zwar einige tausend Euro erbeuten, aber von Passanten überwältigt werden. Dabei wurde er verletzt und deswegen in ein Krankenhaus eingeliefert. An Silvester entwischte er den Polizisten, die ihn bewachten sollten, indem er in der Klinik aus dem ersten Stock gesprungen und geflohen ist. 

Symbolbild Schreckschusspistole
Symbolbild Schreckschusspistole

Am Freitag, 30. Dezember 2016, gegen 18.30 Uhr, war eine 22-jährige Verkäuferin in einem Geschäft in der Lindwurmstraße in der Isarvorstadt. Als sie sich im Bereich der Eingangstür aufhielt und keine Kunden im Geschäft waren, wurde sie plötzlich von einem 16-jährigen Iraker aus München, der eine Schreckschusswaffe in den Händen hielt, in den hinteren Bereich des Ladens dirigiert. Dort forderte er die Herausgabe von Bargeld. Die Verkäuferin händigte ihm daraufhin einen Bargeldbetrag von über tausend Euro aus der Kasse aus. Danach forderte der 16-Jährige die Verkäuferin auf, in den Keller zu gehen, wo ihm weiteres Bargeld ausgehändigt wurde. Im Anschluss daran wollte der Täter das Geschäft wieder verlassen.

Aufmerksame Passanten, die den Vorfall bemerkten, konnten den Täter im Geschäft überwältigen, ihm die Waffe abnehmen und ihn festhalten. Die Polizei wurde zwischenzeitlich alarmiert, welche den 16-Jährigen festnahm. Bei dem Überwältigen und Festhalten des 16-Jährigen wurde dieser am Kopf verletzt. Er musste in eine Klinik zur Behandlung gebracht werden. Der Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München erließ einen Haftbefehl. Die Verkäuferin wurde bei dem Überfall nicht verletzt.

Im Krankenhaus wurde der 16-Jährige durch Polizeibeamte bewacht. Als er am 31. Dezember 2016, gegen 19.40 Uhr, von medizinischem Personal versorgt wurde, stand er plötzlich auf und öffnete das Fenster des im ersten Stock befindlichen Krankenzimmers. Von dort aus ließ er sich aus mehreren Metern Höhe auf den Boden fallen und flüchtete.  Die sofort eingeleitete Fahndung blieb bislang ohne Erfolg.

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