Klimaprotest: Jesuitenpater Alt klebt sich am Stachus fest

Bei einer Protestaktion von Klimaaktivisten von Scientist Rebellion hat am 28. Oktober 2022 auch der Jesuiten Pater Dr. Jörg Alt am Stachus in München die Hand auf der Straße festgeklebt. 

Klimaprotest von Jesuiten Pater Jörg Alt klebt sich bei der Aktion der Scientists Rebellion am Stachus auf der Straße fest Foto Imago/Alexander Pohl
Klimaprotest von Jesuiten Pater Jörg Alt klebt sich bei der Aktion der Scientist Rebellion am Stachus auf der Straße fest Foto Imago/Alexander Pohl

Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Scientists Rebellion hatte am Freitag, 28. Oktober 2022, kurz vor 12 Uhr, die Fahrspuren am Münchner Stachus blockiert. Zwei Personen hatten sich dabei auch mit einer Hand an der Straße festgeklebt. Einer davon war der Jesuitenpater, Sozialwissenschaftler, Sozialethiker und Migrationsforscher Dr. Jörg Alt.

Parallel zum CSU-Parteitag in Augsburg kam es im Rahmen einer Aktionsserie  in München vor dem Justizministerium zu einem Protest gegen das fossilen „Weiter-So“, zu dem 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgerufen hatten.

Begründet wurde die Blockade als eine Aktion Zivilen Widerstands gegen die Untätigkeit der Politik im Angesicht der Klimakatastrophe. Einer der Aktivisten, der katholische Ordenspriester Alt, erklärt dazu: „Der ,Hau-Drauf- und Sperr-Weg-Aktivismus‘ der Staatregierung löst kein einziges der angemahnten Probleme. Mit Naturgesetzen lässt sich nicht verhandeln. Unermessliches Leid, unreparierbarer Schaden werden in Kauf genommen, obwohl wir seit Jahrzehnten wissen, was auf uns zukommt. Die Welt steht in Flammen, und sie sperrt die Feuermelder weg, indem sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die darauf aufmerksam machen wollen, in Polizeigewahrsam nimmt. Als Sozialethiker und Migrationssoziologe halte ich gewaltfreien Zivilen Ungehorsam nicht nur für legitim und notwendig ist, sondern zugleich für alternativlos.

Naturgemäß hat die Polizei die Aktion aus einer anderen Perspektive gesehen. Etwa 50 Beamte waren eingesetzt, um das Verkehrschaos dort in Griff zu bekommen, die verklebten Hände zu lösen und die Demonstranten einzusammeln und zur Sachberarbeitung in das Polizeipräsidium zu bringen. Sie wurden alle wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr sowie Verstößen gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.

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