München: Altes Gastro-Schmuckstück “Wirtshaus in Sendling” erstrahlt in neuem Glanz

Pünktlich zur langersehnten Wiedereröffnung der Innengastronomie in Bayern wurden auch in einem ganz besonderen Münchner Gasthaus die Türen wieder aufgesperrt – im traditionsreichen „Wirtshaus in Sendling“. Zehn Monate lang wurde das Wirtshaus von Grund auf saniert. Jetzt freut sich der neue Wirt Manfred Rott auf seine Gäste. 

Pünktlich zur langersehnten Wiedereröffnung der Innengastronomie in Bayern wurden auch in einem ganz besonderen Münchner Gasthaus die Türen wieder aufgesperrt – im traditionsreichen „Wirtshaus in Sendling“, das zum über 100 Jahre alten, unter Denkmalschutz stehenden Ensemble der Kriegersiedlung gehört.

Dort erstrahlt das alte Gastro-Schmuckstück jetzt in neuem Glanz. Knapp zehn Monate lang wurde das Wirtshaus von Grund auf saniert. Die gesamte Technik und Elektrik wurde modernisiert. Ob Küche, Entlüftungsanlage, Brandschutz oder Sanitäreinrichtungen: alles ist neu und auf aktuellstem Stand. Sehr viel ist quasi hinter den Kulissen passiert, und so werden die Stammgäste ihr geliebtes „zweites Wohnzimmer“ auch nach der Großsanierung wiedererkennen.

„Uns war es sehr wichtig, den ganz eigenen Charme dieser Traditionswirtschaft zu bewahren“, sagt Löwenbräu-Vorstand Bernhard Klier. Deshalb erscheint der Gastraum nun zwar heller, frischer und klarer, doch die bewährte Wirtshaus-Bestuhlung oder auch die alte Wandvertäfelung sind geblieben – nach fachkundiger Aufbereitung durch Schreiner.

Löwenbräu-Vorstand Bernhard Klier (l.) und Wirt Manfred Rott (r.) stoßen auf die Wiedereröffnung vom Wirtshaus in Sendling an Foto: A. Baronikians
Löwenbräu-Vorstand Bernhard Klier (l.) und Wirt Manfred Rott (r.) stoßen auf die Wiedereröffnung vom Wirtshaus in Sendling an
Foto: A. Baronikians

Wiedereröffnet wird das „Wirtshaus in Sendling“ durch einen neuen Pächter, den 49-jährigen Münchner Manfred Rott. Er ist der Nachfolger der bisherigen Wirtin, Christa Schuler, die sich nach 20 erfolgreichen Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat. „Dass ich Wirt dieses schönen Gasthauses mit so langer Tradition sein kann, ist schon ein Traum“, so Manfred Rott. Er betreibt seit 1997 zusammen mit seiner Frau Franziska auch das „Cafe Westend“.

Bereits jetzt hat er zahlreiche Reservierungen, denn viele (Stamm-)Gäste konnten es gar nicht mehr erwarten, wieder im „Wirtshaus in Sendling“ einzukehren. Dieses blieb schließlich fast eineinhalb Jahre geschlossen. „Die Wiedereröffnung nach der Sanierung war für November geplant, doch dann kam Corona“, sagt Rott, der glücklich darüber ist, „dass es nun endlich losgeht“.

„Ganz wichtig ist mir, mit Löwenbräu beste bayerische Bierkultur und Bierpflege zu bieten“, betont der Wirt, in dessen neuer Wirkungsstätte bereits seit nunmehr 92 Jahren Löwenbräu-Bier ausgeschenkt wird. Die Halbe Löwenbräu Hell vom Fass gibt’s für 4.10 Euro, ein Schnitt kostet 2,80 Euro. Im Angebot ist unter anderem auch Franziskaner Weißbier vom Fass, wahlweise auch dunkel, leicht oder alkoholfrei (0,5 l für je 4,30 Euro). Die sonstige Getränkeauswahl ist groß und reicht vom Tafelwasser (0,5 l für 3,10 Euro) über den Apérol Spritz (6,50 Euro) bis zum Espresso (1,50 Euro).

Das Küchenteam sorgt für frisch zubereitete Schmankerl aus Produkten, die größtenteils von regionalen Erzeugern stammen. Zu zivilen Preisen gibt es bayerische Klassiker wie zwei Weißwürste mit Breze (5,50 Euro), Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und Speck-Krautsalat (12,90 Euro) oder Münchner Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat (12,90 Euro). Klangvolle Namen haben die Salate: „Neuschwanstein“ mit Ziegenkäse und Thymianhonig oder „Herrenchiemsee“ mit Saibling, Avocado und Granatapfel. Ob Vegetarier, Fleisch- oder Fisch-Fan: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Genießen kann man Speis und Trank drinnen im Gasthaus oder auch im gemütlichen Wirtsgarten.

Wirtshaus in Sendling / Albert-Roßhaupter-Str. 61 (bei U-Bahnstation Partnachplatz) / geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 23 Uhr

Gastraum Wirtshaus in Sendling Foto: A. Baronikians
Gastraum Wirtshaus in Sendling
Foto: A. Baronikians
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