50 Jahre S-Bahn München: Jubiläumszug als rollender Botschafter

Die Geburtsstunde der S-Bahn liegt 50 Jahre zurück. Am 28. April 1972 startete der Verkehr auf der neu gebauten Stammstrecke. Zum Start in ihre runde Geburtstagswoche schickt die S-Bahn deshalb ein besonders gestaltetes Fahrzeug in den Einsatz.

Der Jubiläumszug 50 Jahre S-Bahn München ist jetzt im Netz unterwegs
Der Jubiläumszug 50 Jahre S-Bahn München ist jetzt im Netz unterwegs (v.l.n.r.) S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern Klaus-Dieter Josel, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) Thomas Prechtl 
Quelle Foto Deutsche Bahn AG/BK Media Solutions

Im Beisein von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, dem Bahnchef für den Freistaat, Klaus-Dieter Josel, sowie S-Bahn-Chef Heiko Büttner trat der Jubiläumszug am 25. April 2022 seine erste Fahrt durch die Stammstrecke an. Der Jubiläumszug greift die Geschichte der S-Bahn München gestalterisch auf. Die Außengestaltung des Zuges greift Geschichte, Gegenwart und Zukunft der S-Bahn auf: in chronologischer Reihenfolge von einer Zugspitze zur anderen. Beginnend mit der hellgrau-blauen Lackierung aus der Anfangszeit der S-Bahn, über die orangefarbene Lackierung und schließlich die verkehrsrote Farbgebung der Gegenwart, bis hin zur Zukunft mit noch mehr nachhaltiger Mobilität und der Verkehrswende. Für den Jubiläumszug haben Arbeitskräfte im S-Bahn Werk Steinhausen am Wochenende insgesamt 350 Quadratmeter Spezialfolie auf dem Fahrzeug angebracht. Der ET 423 ist im gesamten S-Bahn-Netz unterwegs.

In 50 Jahren hat sich die S-Bahn stark gewandelt. Der große Erfolg des Systems war stets Motor für Veränderungen. Rechneten Prognosen seinerzeit mit rund 240.000 Reisenden täglich, sind heute in der Spitze bis zu 950.000 Fahrgäste unterwegs. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, wuchs auch die S-Bahn schnell. Neue Abschnitte kamen dazu, wie 1988 die S3 nach Nannhofen, 1992 die Anbindung des Flughafens oder 2014 die elektrifizierte Strecke nach Altomünster. Parallel wurden bestehende Außenäste ausgebaut. Dank moderner Signaltechnik und einer komplett erneuerten und stark vergrößerten Fahrzeugflotte konnte 2004 der 10-Minuten-Takt starten. 1972 bestand vielerorts noch ein 40-Minuten-Takt und die S-Bahn startete mit etwas mehr als 100 Fahrzeugen in den Betrieb. Heute rollen die Züge in der Rush-Hour auf drei Linien alle zehn Minuten und mit mehr als 270 Fahrzeugen hat sich die Flotte fast verdreifacht. 

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