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Ostbahnhof München: Mann dringt in Wache ein und verletzt sechs Polizisten

Ein 30-Jähriger, der am Abend des 3. Februar 2027 ins Polizeirevier der Bundespolizei im Münchner Ostbahnhof gekommen war, hat dort Dienststelle unvermittelt mehrere Polizeibeamte angegriffen. Dabei wurden sechs Beamte leicht verletzt, drei mussten ihren Dienst abbrechen und begaben sich in ärztliche Behandlung im Krankenhaus.

Wache Bundespolizei Ostbahnhof München Quelle Foto Bundespolizei
Wache Bundespolizei Ostbahnhof München
Quelle Foto Bundespolizei

Gegen 17.10 Uhr meldete sich am 3. Februar 2017 an der Gegensprechanlage der Polizeiwache München-Ost der Bundespolizei ein Mann und teilte mit, er wolle eine Strafanzeige aufgeben. Als der Wachbeamte die Türe öffnete, stürmte der Mann mit zur Faust geballten erhobenen Händen in die Dienststelle und ging durch die Schwingtüre im Wachraumes. Dann hat er einen der Wachbeamten unvermittelt angegriffen. Dabei schrie er: „Ich habe genug von Euch!, Ich mach‘ Euch fertig! und Ich stech‘ Euch ab!“. Auch zwei weitere Beamte, die dem Kollegen zu Hilfe kamen, griff er in Boxermanier und mit Fußtritten in unbeschreiblicher Vehemenz und Intensität körperlich an.

Nur unter erheblichem Kraftaufwand gelang es sieben Beamten, den Gewalttäter zu bändigen. Als er überwältigt worden war, erkannten die Beamten in der Faust des Mannes ein Feuerzeug, dass er offensichtlich zur Verstärkung seiner Schläge verwendet hatte. Außerdem hatte er Schaum vor dem Mund. Auch nach der Überwältigung blieb er äußerst aggressiv und unberechenbar. Bei der Auseinandersetzung wurde unter anderem das Mobiliar der Wache verschoben.

Durch die informierte Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme und Haftrichtervorführung angeordnet. Aufgrund seiner Gefährlichkeit und Äußerungen nach der Festnahme wurde für den 30-Jährigen Deutsch-Rumäne aus dem Landkreis München eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik veranlasst. Gegen ihn wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

Für die Beamten war das Verhalten des Mannes an der Gegensprechanlage normal. Eine gesteigerte Aggression war nicht erkennbar. Die Beamten zogen sich Prellungen und Schürfwunden an verschiedenen Körperteilen zu. Drei mussten ihren Dienst sofort abbrechen und begaben sich in Behandlung ins Krankenhaus. Drei weitere Bundespolizisten kontaktierten nach dem Dienst ihren Hausarzt. Einer meldete am nächsten Morgen den Verdacht eines Knochenbruches.

„Was den 30-Jährigen zu seiner Attacke veranlasste ist nicht bekannt. Allerdings war er bereits gegen Ende des vergangenen Jahres nach einer Fahndungsmaßnahme wegen unberechtigten Entfernens aus einer psychiatrischen Anstalt mit einem Widerstandsdelikt und Körperverletzungshandlung gegen Bundespolizei am München Ostbahnhof aufgefallen.“, so Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner. Nach der Haftprüfung konnte der 30-Jährige am Samstag die Haftanstalt freien Fußes wieder verlassen.

 

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