Ukraine-Geflüchtete: Münchner Hilfsdienste schaffen weitere tausende Betten

Mehrere Tausend Geflüchtete aus der Ukraine haben seit Donnerstag, 10. März 2022, München auf verschiedenen Routen erreicht. Der Strom reißt nicht ab. Deshalb wurden weitere tausende Betten in den Notunterkünften eingerichtet. Außerdem werden in den Betreuungsstellen Helferinnen und Helfer gesucht. 

 
Feuerwehr München im Einsatz für Geflüchtete aus der Ukraine
Feuerwehr München im Einsatz für Geflüchtete aus der Ukraine

Quelle Foto Branddirektion München

 
Mehrere Tausend Geflüchtete aus der sind seit Donnerstag in München eingetroffen. Einige von ihnen sind sofort zu Verwandten und Bekannten weitergereist. Für Menschen, die vorübergehend oder auch längerfristig in München bleiben, muss ad hoc eine Unterkunft und Betreuung bereitgestellt werden. Zusätzlich werden in den Unterkünften die Ankommenden mit Verpflegung, Hygieneartikel und dem Nötigsten versorgt.
 
“Dies bedarf eines enormen Koordinationsaufwandes. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, hat die Branddirektion am Donnerstag einen Planungsstab eingerichtet. Ziel ist es, bis Sonntagabend mindestens 2000 zusätzliche Betten in Akutbetreuungsstellen zur Verfügung zu stellen.” so ein Sprecher der Münchner Berufsfeuerwehr.  Mit unheimlich vielen helfenden Händen ist die Vorgabe bereits am Freitagabend übertroffen worden.
 
Die Freiwillige Feuerwehr München ist immer wieder mit mehreren hundert Helfern im Einsatz. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr und dem THW sichteten sie angebotene Betreuungsstellen, transportieren die mehreren tausend Betten, bauten diese und bei Bedarf Zelte auf und unterstützten bei der Betreuung. Bereits am Freitagabend standen rund 2500 Plätze zur Verfügung. Die Planungen laufen weiter, sodass das Ziel am Sonntagabend bei Weitem überschritten sein wird.
 
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden alle Akutbetreuungsstellen außerdem mit WLAN ausgestattet. Dies soll keinen Luxus darstellen. Es wurde vielmehr veranlasst, damit Geflüchtete sich uneingeschränkt Informationen aus ihrer Heimat beschaffen und mit Freunden und Verwandten kommunizieren können.
 
Die Akutbetreuungsstellen werden von den verschiedensten Hilfsorganisationen aus München und dem südlichen bayerischen Raum (ASB, BRK, JUH, MHD) betrieben. Auch hierfür sind mehrere hundert Helfer im Einsatz. Die Geflüchteten werden verpflegt und mit Hygieneartikeln versorgt.
 
Unterstützung bekommen die Betreuer von einer Vielzahl freiwilliger Helferinnen und Helfer. Über einen Aufruf im Internet des „Münchner Freiwillige – Wir helfen e. V.“ können sich je Betreuungsstelle 15 Helfende auf einer Plattform eintragen. Die Seite www.muenchner-freiwillige.de/zeit-spenden wird ständig aktualisiert. Interessierte engagierte Helfende werden immer wieder aufs Neue gesucht. Auch sie leisten einen enorm wichtigen Beitrag für die positive Willkommenskultur für die die Landeshauptstadt München bekannt ist. 
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