München: Rassist rastet in U-Bahn wegen Kopftuch tragenden Frauen aus

Ein 38-jähriger Münchner hat am Montag in der U-Bahn zwei Kopftuch tragende Frauen beleidigt und eine davon geschlagen.

Logo U-Bahnwache München
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Am Montag, 19. September 2016, gegen 20.15 Uhr, fuhr ein 38-jähriger Münchner mit der U-Bahn vom Hauptbahnhof in Richtung Odeonsplatz. In der U-Bahn bewarf er eine kopftuchtragende Frau sowie ihre Tochter, welche ebenfalls ein Kopftuch trug, mit Servietten. Im weiteren Verlauf beschimpfte er die beiden Frauen mit dem Wort „Hurentöchter“ und „sie sollen ihre Familie ficken“. Laut schreiend rief er weiterhin, dass die Deutschen und er Christen seien und Muslime und Kopftücher hassen würden. Er schrie die beiden Frauen an, dass sie aus Deutschland verschwinden und in ihre Heimat zurückkehren sollen. Im Anschluss ging der 38-Jährige auf die beiden Frauen los und schlug der Tochter mit der Hand zweimal in ihr Gesicht. Auch die Mutter wollte er schlagen, verfehlte diese aber. Weitere Tätlichkeiten und Schläge konnten durch die Gegenwehr der beiden Frauen und das beherzte Eingreifen eines unbekannten Mannes verhindert werden. Die Tochter wurde durch die Schläge an der Wange leicht verletzt.

Nach der Einfahrt des Zuges im U-Bahnhof Odeonsplatz wurde der 38-Jährige von der zwischenzeitlich alarmierten U-Bahnwache vorläufig festgenommen und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Mitarbeiter der U-Bahnwache wurden ebenfalls von dem Mann beleidigt und mussten diesen aufgrund eines Fluchtversuchs fesseln. Auch auf der Wache der Polizeiinspektion 11 beleidigte er dort anwesende Polizeibeamte.  Die Körperverletzung und Beleidigung wird von der Polizei als politisch motivierte Kriminalität gewertet. Der Staatschutz des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen aufgenommen.

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