München-Pasing: Wildbieslerin wird aggressiv

In aller Öffentlichkeit hat am 13. August 2016 kurz vor Mitternacht eine 42-jährige Portugiesin am Bahnhof Pasing in München uriniert. Als sie von Security-Mitarbeitern der S-Bahn München dabei gestört wurde, griff sie einen von ihnen an. Auch ansonsten war auf der Stammstrecke für die Polizei viel los, obwohl wegen Bauarbeiten nachts nur wenige S-Bahnen durch die Röhre fahren.

S-Bahnhof München-Pasing
S-Bahnhof München-Pasing
Quelle Foto: Deutsche Bahn

Kurz vor Mitternacht war es am Samstag am Bahnhof Pasing zu einer versuchten Körperverletzung sowie Beleidigung gekommen. Eine 42-jährige Portugiesin soll im Bahnhof in der Öffentlichkeit uriniert haben. Dabei wurde sie von einer Streife der Deutsche Bahn Sicherheit (DBS) beobachtet. Die DBS-Streife forderte die Bundespolizei zur Identitätsfeststellung an. Bevor die Beamten eintrafen, beleidigte die Frau einen DBS-Mitarbeiter und griff diesen tätlich an. Der konnte die Schläge jedoch abwehren, wurde nicht verletzt.

Auch ein anderer Wildbiesler wurde bereits am Samstagnacht aggressiv, als er von zwei Männern getadelt wurde, dass er in der Öffentlichkeit uriniert. Daraufhin soll es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Der 20-jährige Mann soll dabei seinen Gürtel aus der Hose genommen und damit auf einen 17-jährigen Afghanen und einen 52-Jährigen aus der Maxvorstadt eingeschlagen haben. Er traf er den Afghanen mit der Gürtelschnalle am Kopf und verletzte ihn leicht. Eine Streife der Deutsche Bahn Sicherheit kam hinzu, trennte die Männer und informierte die Bundespolizei. Als der 17-Jährige zum Dienstfahrzeug gebracht werden sollte, sperrte er sich und leistete Widerstand. Dabei versuchte der mit 1,56 Promille Alkoholisierte unter anderem einem Beamten in die Leistengegend zu beißen. Gegen den jungen Mann wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Am Samstagabend (13. August) bemerkten zwei Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit (DBS), dass in einer S8 zum Flughafen ein Mann Alkohol konsumierte. Als er auf sein Fehlverhalten vor dem Halt am Bahnhof Daglfing angesprochen wurde, soll der sichtlich Angetrunkene aggressiv reagiert haben. Erst ignorierte der 28-Jährige stur die Anweisungen, dann legte er seine Beine provozierend auf die gegenüberliegende Sitzbank und beleidigte die beiden 32 und 48 Jahren alten Sicherheitsmitarbeiter. Beim Halt sollte er gegen 18:25 Uhr die S-Bahn verlassen. Dabei soll er mit den Füßen nach den Bahnmitarbeitern getreten und diese an Knien und Scheinbeinen getroffen haben. Die beiden Security-Mitarbeiter blieben unverletzt, fixierten den Mann aus Hallbergmoos am Bahnsteig und informierten die Bundespolizei. Die ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, da der 28-Jährige mit Bergschuhen gegen die DBS-Mitarbeiter trat.

Wegen exhibitionistischer Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses sowie Beleidigung muss sich ein 47-jähriger aus Oberau verantworten. Der Mann aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen hatte am Freitagmorgen, 12. August 2016, kurz vor 8 Uhr an einem Imbissstand am Hauptbahnhof, Ausgang Bayerstraße, einen 42-jährigen Mitarbeiter zunächst verbal beleidigt. Dann holte der mit 1,64 Promille Alkoholisierte sein Geschlechtsteil aus der Hose. Mehrere Reisende beobachten den Vorfall.

Ebenfalls am 12. August 2016 gelang Beamten der Münchner Bundespolizei am Haupteingang des Hauptbahnhofes die Festnahme eines gesuchten 25-jährigen Rumänen. Bei einer Personenkontrolle ergab der Datenabgleich, dass der Mann mit zwei Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaften Karlsruhe und München I gesucht wurde. Vom Amtsgericht Karlsruhe war der Osteuropäer wegen einem besonders schweren Fall des Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro und vom Amtsgericht München wegen Diebstahls zu 900 Euro verurteilt worden war. Da er die Geldstrafen bislang nicht begleichen und auch nach seiner Festnahme nicht das erforderliche Bargeld beschaffen konnte, wurde er, voraussichtlich für die nächsten 180 Tage in Ersatzfreiheitsstrafe genommen und den bayerischen Justizbehörden zugeführt.

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