Nach dem Konsum von Marihuana waren drei Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren so bekifft, dass sie beim Baden auf der Mittelinsel bei der Corneliusbrücke in der Isarvorstadt in München in Not gerieten. Der Rettungseinsatz von Feuerwehr und Polizei ist bei anderen Jugendlichen, die die auf der Isarinsel Party feierten allerdings nicht auf viel Gegenliebe gestoßen.

Notarzt
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Drei Flüchtlinge aus Afghanistan im Alter von 15 bis 17 Jahren waren am Donnerstag, 16. Juli 2015, gegen 17.40 Uhr, auf der Mittelinsel bei der Corneliusbrücke auf und konsumierten nach Angaben von Zeugen gemeinsam Marihuana. Im Anschluss wollten sie in der Isar baden. An der Stelle vor der Insel befindet sich eine Staustufe. Danach ist die Isar zwar nicht besonders tief, aber es kommt zu Unterströmungen. Die drei Jugendlichen gingen an dieser Stelle in die Isar, obwohl sie nicht schwimmen können und aufgrund des Drogenkonsums nicht Herr ihrer Sinne waren.Der erste geriet aus unbekannten Gründen sofort unter Wasser. Als die anderen beiden versuchten, ihn zu retten, gerieten sie ebenfalls unter Wasser. Hinzukommende Badegäste konnten die drei Jugendlichen aus dem Wasser ziehen. Bei Eintreffen von Feuerwehr und Polizei waren zwei der Jugendlichen nicht ansprechbar. Der dritte hatte lediglich eine kleine Risswunde an der Hand und stand deutlich unter Drogeneinfluss. Die drei Jugendlichen wurden mittels Rettungsboot über die Isar geborgen und anschließend durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Nach erster Untersuchung im Krankenhaus stellte sich heraus, dass die Jugendlichen dank der schnellen Hilfe, außer einer Risswunde an der Hand und eine Platzwunde am Kopf, durch den Badeunfall keine Verletzungen davon getragen hatten. Jedoch mussten alle drei wegen des Verdachts der Drogenintoxikation stationär in den Krankenhäusern verbleiben.

Auf der Mittelinsel befanden sich zeitgleich etwa 30 Jugendliche, die dort feierten und badeten. Diese gingen die eingesetzten Polizei- und Rettungskräfte sofort verbal an und behinderten die polizeilichen Maßnahmen. Eine Person musste vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Hinzugerufene Beamte erteilten Platzverweise, um einen Aktions- und Behandlungsraum zu schaffen.