München: Brand in Altenheim – eine Bewohnerin verstorben

Bei einem Brand im Caritas-Altenheim St. Michael in München-Perlach ist am Mittwochabend eine Bewohnerin verstorben. Bei den Rettungsarbeiten kam erschwerend hinzu, dass mehrere Bewohner Corona-positiv sind und getrennt betreut werden mussten. 

Drehleiter Feuerwehr München
Quelle Foto Berufsfeuerwehr München
 
Am 23. Dezember 2020 ist es im Caritas- Altenheim am Lorenz-Hagen-Weg in München-Perlach zu einem Brand mit dramatischem Ausgang gekommen. Ein Altenpfleger bemerkte gegen 22:45 Uhr starken Rauch aus einem Appartement im zweiten Obergeschoss des vierstöckigen Wohnheims und wählte sofort den Notruf. Zeitgleich schlug er das Glas des Feuermelders im Gebäude ein, um alle Bewohner zu alarmieren.
 
Bereits auf der Anfahrt rüsteten sich mehrere Einsatztrupps mit Atemschutz aus. Wegen der starken Rauchentwicklung begannen sie sofort mit der Räumung und der Personensuche im betroffenen Gebäudeflügel. Eine Person musste über die Drehleiter gerettet werden. Gleichzeitig führte ein weiterer Trupp mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung in dem bereits unter Vollbrand stehenden Appartement durch. Für die Bewohnerin des betroffenen Appartements kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie konnte nur tot geborgen werden. Insgesamt 18 Personen mussten vom Rettungsdienst betreut und teilweise mit Sauerstoff versorgt werden. Abschließend wurde der betroffene Gebäudeteil mit einem Hochleistungslüfter entraucht.
 
Nicht nur der Brand stellte für die Einsatzkräfte eine große Herausforderung dar. Mehrere Bewohner waren Corona-positiv getestet worden. In enger Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal und unter strengen Hygienemaßnahmen konnten die Bewohner je nach vorliegendem Testergebnis getrennt voneinander betreut werden. Alle Einsatzkräfte tragen standardmäßig, sofern sie nicht mit Atemschutz ausgerüstet sind, immer FFP2-Masken. Dadurch wird versucht, die Verschleppung oder die Ansteckung bestmöglichst zu vermeiden.
 
Insgesamt waren von der Freiwilligen sowie der Berufsfeuerwehr zirka 50 Personen im Einsatz. Zur genauen Brandursache ermittelt das zuständige Fachkommissariat der Polizei. Zum entstandenen Sachschaden kann von der Feuerwehr keine Angabe gemacht werden.
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