Menschliche Knochen im Altmühltal gefunden – Seit 26 Jahren vermisste Sonja Engelhard ist tot

Am 11. April 1995 war die damals 19-jährige Sonja Engelbrecht mit Freunden in München unterwegs. Am Stiglmaierplatz verliert sich ihre Spur. Seit 26 Jahren ist sie verschwunden. Im letzten Jahr haben Waldarbeiter im Altmühltal einen menschlichen Oberschenkelknochen gefunden. Durch verbesserte DNA-Auswertungen konnte der Knochen der Vermissten zugeordnet werden und es ist erwiesen, dass Sonja Engelbrecht tot ist. Die Mordkommission in München rollt den Fall nun neu auf. 

Timeline vom Verschwinden von Sonja Engelbrecht
Timeline vom Verschwinden von Sonja Engelbrecht – Auf der Website www.sonja-engelbrecht.de suchten die Eltern und Bekannte verzweifelt nach Hinweisen zum Verbleib der Vermissten 

Seit dem 11. April 1995 gab es keine Spur der vermissten Fachoberschülerin Sonja Engelbrecht aus München. Nun herrscht Gewissheit, dass sie tot ist. Im vorigen Jahr hat ein Forstarbeiter in einem dichten Waldstück bei Kipfenberg im Altmühltal einen menschlichen Knochen gefunden, der wahrscheinlich von Tieren ausgegraben und verschleppt worden war. 

Durch bessere Analyseverfahren konnte nun die DNA der seit 26 Jahren vermissten Sonja Engelbrecht zugeordnet werden. Die Münchner Mordkommission greift den “Cold Case”-Fall wieder auf und hat umfangreiche Ermittlungen in Gang gesetzt, um den Fall nun endlich aufklären zu können.

Aufgrund der neuen Tatsachen wurden nun zeitnah ab Dienstag, 23.  November 2021 aufwendige Absuchemaßnahmen in dem betreffenden Waldgebiet bei Kipfenberg initiiert. Hierzu waren etwa 100 Polizeibeamte eingesetzt, die hauptsächlich von der Bayerischen Bereitschaftspolizei gestellt wurden. Auch spezielle Leichensuchhunde, die auf Knochen spezialisiert sind, wurden ergänzend mit eingesetzt. Die Absuchen werden auch im Laufe der Woche noch weitergeführt. .Die ermittelnde Münchner Mordkommission, die auch von Kollegen aus  Ingolstadt unterstützt werden, erhofft sich, weitere Hinweise zu Sonja Engelbrecht oder auch zusätzliches Beweismaterial aufzufinden.

Außerdem hat die Münchner Polizei einen Zeugenaufruf gestartet:

Wer hat ab dem Zeitpunkt 11.04.1995 Beobachtungen in dem Waldgebiet zwischen Kipfenberg und Pfahldorf im Altmühltal machen können, die weitere Aufschlüsse geben können. Personen, die hier sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission des PP München, Tel. 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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