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Das runderneuerte Wirtshaus-Juwel am Nockherberg hat eröffnet

Nach einer Generalsanierung hat die Gaststätte Paulaner am Nockherberg wieder eröffnet. Die Highlights sind die Hausbrauerei mit den zwei imposanten Kupferkesseln im Gastraum und der besondere Grillofen namens Xaver sowie eine der größten mobilen Indoor-Bühnen Europas im komplett neu gestalteten Festsaal. Betrieben wird die Brauereigaststätte von Wiesnwirt Christian Schottenhamel und dem Vollblut-Gastronomen Florian Lechner. 

Nockherberg 2018

Die Macher vom neuen Nockherberg: Hausbraumeister Uli Schindler, Wirte Florian Lechner und Christian Schottenhamel, Paulaner-Chef Andreas Steinfatt (li. nach re.)

Zwei imposante Kupferkessel hinter einer großen Schankanlage empfangen die Gäste nach dem Eintritt in den neu gestalteten Paulaner am Nockherberg an der Hochstraße in München-Au. In dieser Hausbrauerei können im Jahr 560 Hektoliter hergestellt werden. Standardmäßig im Angebot sind der Nockherberger, ein Münchner Hell, sowie das dunkle Bier Barnabas. Saisonell werden weitere Sorten gebraut, Momentan wird auch der zu Ehren des Faust-Jubiläumsjahres  kreierte unfiltrierte Weizenbock Faustus, ausgeschenkt. Mit dem Ausstoß soll der komplette Bedarf in der Gaststätte und im Sommer auch im Biergarten gedeckt werden. Während der Starkbierzeit gibt es den traditionellen Salvator aus der Paulaner Stammbrauerei. Braumeister ist Uli Schindler, der vom Paulaner Brauhaus am Kapuzinerplatz kommt. “Wir probieren hier, die Biere einen Tick raffinierter zu brauen, einfach um die Gäste zu überraschen, wie Bier auch schmecken kann.”, so Schindler. Wirt Christian Schottenhamel ergänzt: “Wir wollen uns aber auch von den typischen Craftbrauereien absetzen, wo das Bier mal süffig ist und mal nicht. Wir streben eine gleichbleibend hohe Qualität an.” 

Die Speisekarte bietet vornehmlich Gerichte mit regionalen Produkten. Besonders stolz ist man in der Küche den Grillofen, der in der Küche liebevoll Xaver genannt wird. Hendl, Ente, Schweinshaxe oder Steak vom Ochsen werden in dem geschlossenen Ofen über Holzkohlen gegrillt. Das Besondere dabei ist, dass durch die hohe Arbeitstemperatur möglich ist, die Produkte zu grillen und zu braten, ohne sie durchzugaren. “Das geschlossene System verleiht den Speisen einen einzigartigen Edelholzrauch-Geschmack und macht es besonders zart. Der Grillofen ist 35 Prozent schneller als ein offener Grill und verbraucht 40 Prozent weniger Kohle. Die Lebensmittel trocknen nicht aus und verbrennen nicht. Außerdem ist es für die Köche angenehmer, mit ihm zu arbeiten, weil sie nicht permanent der Hitze des Grills ausgesetzt sind. 

Wirt Florian Lechner empfiehlt neben den Grillspezialitäten ein Böfflamott, das 38 Stunden in Rotwein geschmort wird. Dieses altbayerische Gericht wird mit Wurzelgemüse und Kartoffelknödel serviert. Die Preise entsprechen dem eines Gasthauses der gehobenen Kategorie. Der knusprige Schweinebraten mit Kartoffelknödel und Natursoße kostet 12 Euro. Brotzeiten gibt es von 7 Euro (Obatzter) bis 14 Euro (Dreierlei mit Kalbfleischpflanzl, Leberkäse, Salvator-Zipferl, Kartoffelsalat, Fasskraut und Nockherberg-Senf). Das Brot und die Semmeln werden vom Erfinder des Backspielhauses, Seppi Schmid, im Haus ohne Zusatzstoffe gebacken. Das Besondere: Im Brotkorb finden die Gäste einen Brotbeutel, in die sie das Hausgebackene eintüten und mit nach Hause nehmen können. 

Der Festsaal wurde völlig neu gestaltet. Dort findet auch heuer wieder am 28. Februar 2018 der Salvator Starkbieranstich mit dem traditionellen Politiker-Derblecken statt. Am 2. März startet dann für drei Wochen das Starkbierfest auf dem Nockherberg. Mit Biergarten-Bestuhlung haben dort 2.450 Gäste Platz, mit Bankett-Tafeln bis zu 1.500. Eine Besonderheit ist die mit 72 Quadratmetern mobile Bühne, eine der größten bewegbaren Indoor-Bühnen Europas. Die Ambietbeleuchtung an den Seitenwänden kann farblich dem Anlass entsprechend angepasst werden. Die gesamte Licht-, Ton und Medientechnik kann zentral gesteuert werden. Im Foyer lädt eine Bar, die mit den alten Braukesseln dekoriert ist, zum Umdrunk ein.

Für Familien- und Firmenfeiern stehen sechs Räume mit Kapazitäten von 24 bis 264 Personen zur Verfügung. Im Kaminzimmer im Erdgeschoss ist ein Wandkamin eingebaut, der wohlige Wärme ausstrahlt. Im Saal Bavaria haben die Gäste einen phantastischen Ausblick über die Münchner Stadt mit Rathaus, Frauenkirche und in der Ferne Olympiaturm als Kulisse. Auch der Salvatorkeller mit maximal 60 Plätzen kann für Feiern genutzt werden. In dem Gewölbekeller, der das typische Ambiente eines Bierkellers verströmt, hat man Blick auf die Lagertanks, in denen das hausgebraute Bier reift. 

Einige Großveranstaltungen, die bislang im Löwenbräukeller stattgefunden haben, werden auf den Nockherberg umziehen. So beispielsweise die Nacht der Tracht oder der legendäre Filserball. Im Sommer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 sind Live-Übertragungen auf Großleinwänden in den Sälen und im Biergarten schon fest eingeplant. 

Impressionen aus dem umgestalteten Paulaner am Nockherberg

 

 

 

 

 

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