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Oktoberfest: Der Löööwenbräu-Löwe kommt ins Museum der Bayerischen Geschichte

Der ausgediente Löwe vom Löwenbräu-Festzelt auf dem Oktoberfest in München wird wieder brüllen. Er wird ab 2018 am Eingang des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg die Besucher begrüßen. 

Der ausgediente Löwenbräu Löwe vom Oktoberfest in München kommt ab 2018 ins Museum der Bayerischen Geschichte, Regensburg
Der ausgediente Löwenbräu Löwe vom Oktoberfest in München kommt ab 2018 ins Museum der Bayerischen Geschichte, Regensburg

Der absolute Marketing-Treffer glückte der Löwenbrauerei 1950. Erstmals war in diesem Jahr die Brauerei wieder auf dem Oktoberfest vertreten und präsentierte ein neues Festzelt mit einem über vier Meter hohen mechanischen Löwen über dem Eingang. Regelmäßig hob er seinen Bierkrug zum Maul und beendete den scheinbaren Trunk mit einem kräftigen „Löööwenbräu“ Ausruf. Die Figur war so erfolgreich, dass sie sofort heftigsten Protest der Konkurrenz hervorrief, auf den hin dem Löwen das Brüllen verboten wurde. worauf dem stimmlos gewordenen Wappentier die Brauerei an seinem Standort über dem Eingang des Löwenbräu-Festzeltes aus Protest auch noch ein Gitter davor setzte. Damit war der Löwe nur noch populärer geworden, wodurch der Münchner Stadtrat 1954 gar nicht mehr umhin konnte, ihn wieder zu befreien. Seither brülle er bis vor einem Jahr auf dem Oktoberfest und wurde so zum bekanntesten bayerischen Löwen weltweit.

Er wird auch weiterhin brüllen, nur ist der alte Löwe vom Löwenbräuzelt in diesem Jahr in den Ruhestand geschickt und durch ein jüngeres Exemplar ersetzt worden. Der Senior wird aber nicht untätig bleiben, sondern seinen Austrag im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg beziehen. Im Jahr 2018 feiert Bayern zweihundert Jahre Verfas­sung des Königreichs und einhundert Jahre Freistaat. Im Kontext der beiden Jubi­läen wird in Regensburg am Donaumarkt das Museum eröffnet werden. Beim Eingang wird er die Besucher als wohl bekanntester Bayer weltweit begrüßen. Nachdem die Jahre nicht spurlos an ihm vorübergingen, wird er aber nicht mehr so oft die Maß stemmen und brüllen müssen wie auf dem Oktoberfest.

Vermittelt wurde der Löwe in Ruhestand von der ehemaligen Münchner Tourismus- und Volksfestchefin, Dr. Gabriele Weishäupl, und dem Wiesn-Wirt vom Löwenbräu-Festzelt, Wiggerl Hagn. Das Haus der Bayerischen Geschichte bedankt sich bei der Löwenbräu AG für die Schenkung. 

 

 

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