München: Entstehung der Blutlache von Trudering geklärt

Am Karfreitag hatte ein Münchnerin beim Spazierengehen in München-Trudering eine größere Blutlache entdeckt, die von einem Menschen stammte. Jetzt konnte geklärt werden, dass sie von einem Mann stammte, der sich selbst aus Liebeskummer eine Schnittverletzung beigebracht hatte.

Polizeipressestelle München
Polizeipressestelle München

Am Freitag, 25. März 2016, gegen 9.30 Uhr, hat eine 28-jährige Münchnerin beim Spazierengehen in einer Grünanlage am Horst-Salzmann-Weg in Trudering eine größere Blutlache entdeckt und die Polizei verständigt. Die Beamten konnten daraufhin an einer an einer Parkbank eine größere Menge Blut (ca. 0,5 Liter) feststellen. Des Weiteren verlief eine Blutspur auf dem Horst-Salzmann-Weg in südliche Richtung und verlor sich in einer daneben liegenden Wiese. Im Anschluss wurden neben der Spurensicherung noch weitere Polizeikräfte alarmiert. Die Spurensicherung stellte fest, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um menschliches Blut handeln würde und aufgrund des Gerinnungszustandes davon auszugehen sei, dass es aus den frühen Morgenstunden stammt. Die weiteren zwischenzeitlich alarmierten Polizeikräfte suchten das Gelände ab und führten Nachbarschaftsbefragungen durch. Bei der Suche konnte ein blutverschmiertes Obstmesser an einem  zwei Meter von der Parkbank entfernten Baum gefunden werden. Neben der Bank lagen ferner noch eine Zigarettenverpackung und zwei leere Wodkaflaschen. Eine verletzte Person konnte weder vor Ort noch in den umliegenden Krankenhäusern ausfindig gemacht werden.

Am Dienstag, 29.3.2016, meldete sich eine Rettungsassistentin, die auf einen Transport einer unbekannten männlichen Person mit Schnittverletzungen in ein Münchner Krankenhaus aufmerksam machte.  Die Ermittlungen führten schließlich zum Krankenhaus Altperlach, wo am Gründonnerstag, gegen Mitternacht ein 32-jähriger Rumäne eingeliefert worden war. Der Mann wies eine massive Schnittwunde am linken Unterarm auf und gab an, sich diese selbst beigebracht zu haben. Die tiefe Wunde wurde zunächst versorgt. Mit einer angeratenen Operation war der Patient allerdings nicht einverstanden, sodass er auf eigenen Wunsch das Krankenhaus nach Erstversorgung bereits wieder verließ.

An der angegebenen Wohnadresse konnte der Mann am 29.3.2016 angetroffen werden. Er bestätigte erneut, sich die Schnittverletzung selbst beigebracht zu haben. Grund hierfür sei gewesen, dass ich seine Lebensgefährtin von ihm getrennt hatte. Er verletzte sich in der Absicht aus dem Leben zu scheiden, besann sich aber schließlich eines Besseren. Er ging in seine Wohnung, die sich ca. ein Kilometer Luftlinie vom Einsatzort entfernt befindet. Von dort aus informierte er seine Freundin, die wiederum den Rettungsdienst alarmierte, der den Mann schließlich zur Versorgung in das Krankenhaus transportierte. Der 32-Jährige wurde am Dienstag, 29.3.2016 mit seinem Einverständnis zur psychologischen Weiterbehandlung in ein Krankenhaus begleitet.

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