Corona Ticker München: 539 neue Fälle – Inzidenz geht steil nach oben

In der Stadt München treten laufend neue Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus und Anpassungen der Regeln zur Kontaktbeschränkung auf. Das Stadtmagazin München 24 berichtet in einem Liveticker über die Entwicklung der Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt im April 2021.

Nowcast Uni München
Der Nowcast berechnet die Anzahl der Personen beim Erkrankungsbeginn, Quelle Grafik: Statistisches Beratungslabor LMU München

(15.4.2021) +++ Wieder ist die Inzidenz nach oben geschnellt. Am Mittwoch wurden in München inklusive 35 Nachmeldungen 539 neue Fälle registriert. Die reale Inzidenz ist auf 163,39 gestiegen, die offizielle Zahl vom RKI beträgt 154,30. Die Berechnungen des statistischen Beratungslabors der Universität München zeigen, dass in wenigen Tagen das Niveau des Höhepunktes der zweiten Welle Mitte Dezember erreicht werden wird. Damals betrug die Inzidenz am 15. Dezember 2020 etwa 250 und stieg dann in der Folge wenige Tage später bis zum Höchststand der gemeldeten Fälle auf etwa 310. Nur, diesmal in der dritten Welle ist der Anstieg steiler als im Oktober des letzten Jahres. Das lässt eine höhere Inzidenz erwarten. Wer die Schätzung der Entwicklung der täglichen Covid-Infektionen in Bayern und in München verfolgen will, hier der Link: https://corona.stat.uni-muenchen.de/nowcast/

Corona 7-Tages-Inzidenz München April 2021
Corona 7-Tages-Inzidenz München April 2021

(14.4.2021) +++ Kräftig gestiegen ist von vorgestern auf gestern die 7-Tages-Inzidenz in München. Gemäß den tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes liegt sie jetzt bei 155,71 – ein Zuwachs von 50 Prozent innerhalb von sechs Tagen. Die RKI-Zahl wird mit 147,10 angegeben. Am Dienstag wurden einschließlich der 41 Nachmeldungen 488 neue Corona-Fälle gemeldet. 

Sorgen machen muss auch die kräftige Steigerung der Reproduktionszahl auf 1,27. Sie lag am 9.4. noch bei 0,92. Betrachtet man die Hochrechnung des Infektionsgeschehens vom statistischen Beratungslabor des LMU-Instituts für Statistik, in dem die Reproduktionszahl berechnet wird, dann dürfte in den nächsten Tagen noch einiges auf München zukommen. Da deren Berechnungen sich seit Beginn der Pandemie immer als sehr zuverlässig herausgestellt haben, ist nach dem Verlauf der Kurve ein kurzfristiger Anstieg der Inzidenz in München auf ein Spitzenniveau wie bei der zweiten Welle zwischen 250 und 300 wahrscheinlich.

Die aktuelle Auswertung nach Alter in der Kalenderwoche 14 (5.-11.4.21, Quelle survstat.rki.de) ergibt, dass die Inzidenzen bei den Senioren ab 65 wegen dem Impffortschritt in München inzwischen weit unter dem Durchschnitt zwischen 55,6 und 64,2 liegt. Die Spitzenwerte sind bei den Jugendlichen (184,2) und jungen Erwachsenen (193,1) zu finden. Weit überdurchschnittlich sind die Inzidenzen auch in den Altersgruppen der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 30 und 59 Jahren mit 160,7 bis 174,4. 

Hauptverantwortlich für den schnellen Anstieg der Inzidenzwerte ist die erhöhte Ansteckungsquote der britischen Virus-Variante B.1.1.7, die in München bereits einen Anteil von 89 Prozent der Neuinfektionen ausmacht. 

(13.4.2021)  +++ Am Montag sind in München 257 Neuinfektionen inklusive 15 Nachmeldungen registriert worden. Die reale Inzidenz gemäß den Zahlen vom Gesundheitsamt beträgt in der Landeshauptstadt jetzt 140,61, das RKI meldet 134,70. Um Mitternacht tritt wieder die Notbremse in Kraft.

174.000 haben in den Impfzentren und den mobilen Impfteams bisher eine Erstimpfung erhalten, 80.200 eine Zweitimpfung. Beim Klinikpersonal wurden 26.100 erstmals, davon 24.300 vollständig geimpft. Die Impfquote beträgt in München nun 12,81 Prozent bei den Erst- und 6,7 % bei den Zweitimpfungen. Die Hausärzte sind dabei noch nicht berücksichtigt, weil für diese bislang noch keine Zahlen vorliegen. 

Die Krankenhausbetten füllen sich auch wieder mehr mit COVID19-Patienten. Mit 162 belegten Betten ist wieder das Niveau aus der zweiten Welle mit Stand am 2. November 2020 erreicht worden. Dazu kommen 93 Intensivbetten was dem Niveau vom 19.11. entspricht. 59 werden invasiv beatmet. Der Anteil an Coronapatienten an den Belegungen der Intensivbetten ist auf 19.5 Prozent gestiegen. 

(13.4.2021) +++ Die Stadt München hat wieder ein Alkoholkonsumverbot am Gärtnerplatz und Wedekindplatz erlassen. Außerdem wurden die Zeiten des Konsumverbots von Alkohol in der Fußgängerzone angepasst. 

(12.4.2021) +++ Am Sonntag wurden in München 242 positive Fälle einschließlich sieben Nachmeldungen gemeldet. Das sind etwa doppelt so viele als am letzten Sonntag. Die reale Inzidenz gemäß den Zahlen des Gesundheitsamtes ist auf 129,3 gestiegen. Das RKI hat die Datenpanne von gestern auch ausgebügelt und meldet 126,9. Das Gesundheitsamt hat mitgeteilt, dass die Grenze von 100 damit drei Tage hintereinander gerissen wurde. Daher gilt ab Mittwoch, 0.00 Uhr wieder die Notbremse. 

(11.4.2021) +++ Am Samstag wurden in München 279 neue Corona-Fälle inklusive 10 Nachmeldungen in München registriert, 158 mehr als vor sieben Tagen. Die tatsächliche Inzidenz gemäß den Zahlen vom Gesundheitsamt München ist auf 120,74 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist dagegen eine 7-Tages-Inzidenz von 94,4 aus. Vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit ist dem RKI lediglich eine Nachmeldung übermittelt worden. Das berichtet die SPD-Fraktionsvorsitzende im Rathaus, Anne Hübner, auf Twitter. “Es ist absurd, Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung nur an diese eine Zahl zu knüpfen. Vor allem, wenn die Zahl dann noch permanent falsch ist.” schimpft die Stadträtin. Denn es passiert am laufenden Band, dass die RKI-Zahlen von den Münchner Werten abweichen. Das ist um so ärgerlicher, weil für die Festlegung von Maßnahmen, wie der Einleitung einer Notbremse, ausschließlich die RKI-Berichte maßgeblich sind. Das Gesundheitsamt erklärt dazu: “Die Stadt München wird mit den zuständigen Stellen klären, welche Konsequenzen das Datenproblem auf den Zeitpunkt einer Verschärfung der Corona-Regeln bei einem Inzidenz-Wert über 100 („Notbremse“) hat.” 

(9.4.2021) +++ Die Inzidenz in München ist nach den aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes wieder über 100 auf 101,67 gestiegen. Es gilt für die Maßnahmen aber mit 95,5 der Wert des Robert-Koch-Instituts. Das hat vor allem Auswirkungen auf den Schul- und Kita-Betrieb. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat am Freitag auf einer Pressekonferenz noch einmal deutlich gemacht,  dass für die Folgewoche der RKI-Inzidenzwert vom Freitag gelten würde. Das bedeutet bei 50 bis 100: In allen Klassen findet Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand statt. Außerdem gilt ab der nächsten Woche in die Schulen eine Testpflicht in Schulen

Münchens Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) ist enttäuscht von der Festlegung des Freistaates: “Die 7T-Inzidenz des @rki liegt in #München unter 100, wir müssen die Schulen am Montag öffnen. Wir wissen um die schwierige Situation der Familien und hätten es gerne anders gehabt. Aber der Freistaat lässt keine Ausnahme zu.”, schreibt sie auf Twitter. 

Auch bei den Kitas wird ab dem 12. April der eingeschränkte Regelbetrieb wieder aufgenommen, obwohl die tatschliche Inzidenz über 100 liegt und absehbar ist, dass mit den Nachmeldungen aus der Osterwoche diese auch noch steigen wird. “Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Phasen entsprechend der wöchentlichen Inzidenz-Einstufung einhalten müssen, auch wenn dies zu einem ‘Hin und Her’ führen kann. Wir sind verpflichtet, die Vorgaben des Freistaats umzusetzen.“, schreibt das städtische Referat für Bildung und Sport in einem Elternbrief. 

Für den Donnerstag wurden in München 348 positive Corona-Fälle und ein weiterer Todesfall gemeldet. Knapp 90 Prozent der Sequenzierungen ergaben die stärker ansteckende britische Virusvariante

Die Situation auf den Intensivstationen verschärft sich weiter. Es gibt nur mehr 37 freie Intensivbetten in München. Von den 464 belegten Betten sind 90 COVID-19-Fälle, davon werden 54 invasiv beatmet. 

Bis zum 8. April wurden in den städtischen Impfzentren und von den mobilen Teams 153.400 Erstimpfungen und 75.200 Zweitimpfungen durchgeführt. Die Impfquote in München mit 11,45 % bzw. 6.36 % ist gegenüber den Bundes- und Bayernwerten nicht mehr vergleichbar, weil die Hausarzt-Impfungen in München noch nicht ausgewiesen werden, auf Bundes- und Landesebene aber schon. 

(8.4.2021) +++ Am Mittwoch wurden in München 426 positive Fälle registriert. Das ist der höchste Tageswert seit dem 12. Januar diese Jahres und 115 mehr als am letzten Mittwoch. Durch die Osterfeiertage hat es auch Nachmeldungen gegeben. Die tatsächliche Inzidenz gemäß der Zahlen des Gesundheitsamtes ist auf 95,61 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldet einen 7-Tages-Wert von 87,40. 

(7.4.2021) +++ Am Dienstag wurden in München 251 neue Corona-Fälle und acht weitere Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche am Dienstag waren 290 positive Fälle registriert worden. Weil es diese Woche 39 weniger sind, ist die Inzidenz in München weiter auf nunmehr 87,86 (RKI-Wert 82,8) gesunken. 

Zur aktuellen Impfsituation: Bis 5.4.2021 wurden in den Impfzentren und von den mobilen Impfteams der Stadt 143.000 Erst- und 67.300 Zweitimpfungen durchgeführt. Außerdem wurden in den Münchner Kliniken beim Personal 25.200 Erst- und 24.000 Zweitimpfungen durchgeführt. Die Impfquote bei den Erstimpfungen beträgt in München nun 10,77 Prozent (Bund: 13,0 %, Bayern: 12,9%, Stand 6.4.) und 5,84 Prozent vollständig Geimpfte (Bund 5,6%, Bayern: 6,1%, Stand 6.4.). 

(6.4.2021) +++ Nachdem die Inzidenz seit dem 2. April 2021 in München wieder unter 100 ist, wird ab Mitternacht die Notbremse wieder gelöst. Heute lag die 7-Tages-Inzidenz nach den tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes bei 91,36 und der maßgebliche Wert des Robert-Koch-Instituts bei 91,20. Für den Ostermontag wurden 84 neue Fälle registriert. 

Damit liegt die Inzidenzeinstufung zwischen 50 und 100, was bedeutet:

  • Zusammenkünfte zwischen zwei Hausständen, maximal fünf Personen (Kinder bis 14 nicht mitgerechnet) erlaubt
  • Nächtliche Ausgangssperre wieder aufgehoben
  • Click & Meet in Ladengeschäften wieder erlaubt
  • Besuch in Museen, Galerien, Tierpark und Botanischer Garten nach Terminbuchung und Registrierung zur Kontaktnachverfolgung wieder möglich
  • Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen mit bis zu 20 Kindern im Außenbereich

Bis einschließlich 11. April sind Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder noch grundsätzlich geschlossen. Die Regelungen zur Notbetreuung hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php veröffentlicht. Die Schulen sind noch in den Osterferien. Die nächste Inzidenzeinstufung für Schulen und Kinderbetreuung – dann gültig für die Woche vom 12. bis 18. April – muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am Freitag, 9. April, erfolgen.

 

(4.4.2021) +++ Seit heute Mitternacht ist in München die Notbremse in Kraft, weil der Inzidenzwert von Dienstag bis Donnerstag über 100 gelegen hat. Während der Feiertage gehen gemeldeten positiven Fälle aber nach unten. Heute meldet das RKI eine Inzidenz von 94,5. Auch die tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes mit einer Inzidenz von 96,28 belegen einen Rückgang auf unter 100. Wie geht es nun weiter?

Diese Einstufung gilt solange, bis die vom RKI für München gemeldete 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den 100-er Wert nicht mehr überschritten hat. Die dann maßgeblichen Regelungen treten anschließend ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Unterschreitung in Kraft. Das heißt konkret: Sollte das RKI, nach gestern und heute, auch am morgigen Ostermontag für München eine 7-Tage-Inzidenz melden, die die 100 nicht überschreitet, würde die neue Inzidenzeinstufung ab kommenden Mittwoch, 0 Uhr, gelten und die Einschränkungen würden wieder außer Kraft gesetzt. Spannend wird es dann aber unter der Woche. Dann arbeiten alle Arztpraxen und Gesundheitszentren wieder mit voller Kraft und es ist zu erwarten, dass jede Menge positive Fälle nachgemeldet werden. 

(3.4.2021) +++ Der Inzidenz-Wert in München liegt mit den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Karfreitag wieder unter 100 und trotzdem wird die Notbremse gezogen und die verschärften Coronaregeln treten am heute Nacht um 0 Uhr in Kraft  (Details siehe Auflistung unten). Wie kann das sein? Nun, das Regelwerk ist eindeutig. Die Einstufung gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung solange, bis der Grenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr überschritten wird. Die dann maßgeblichen Regelungen treten anschließend ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Unterschreitung in Kraft.

Wie üblich, gibt es auch für den Karfreitag wegen dem Meldeverzug wieder eine Differenz zwischen dem Wert der tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes München und dem vom RKI. Die tatsächliche 7-Tages-Inzidenz in München bleibt mit 100,73 über 100 (siehe Grafik). Das ist ebenfalls ein Rückgang der Inzidenz um fast neun Punkte. Das liegt daran, dass am Freitag vor einer Woche 298 positive Fälle gemeldet wurden, am Karfreitag dieser Woche aber 175, inklusive Nachmeldungen 180. 

Todesfälle wurden für den Karfreitag nicht registriert. Die Reproduktionszahl ist leicht auf 1,12 gestiegen. Die britische Variante des Virus ist weiter auf dem Vormarsch und macht inzwischen 89,7 Prozent aller Infektionen aus. 

 

(2.4.2021) +++ Am Donnerstag, 1. April 2020, wurden in München 251 neue Fälle und ein weiterer Todesfall registriert. 

Eine Woche lang schrammte die Landeshauptstadt an der 100er-Grenze entlang. Jetzt muss München am Ostersonntag doch die Notbremse ziehen. Nachdem die 7-Tages-Inzidenz den dritten Tag hintereinander mit 104,30 (RKI-Wert) über 100 liegt, werden Erleichterungen wieder zurückgenommen. Es gelten wieder die Maßnahmen vor dem 8. März 2021. 

Dazu erklärt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Es war absehbar, aber es ist bitter, dass wir jetzt ausgerechnet zu Ostern die 100-er Marke gerissen haben und damit ab Sonntag wieder verschärfte Maßnahmen greifen. Ich wünsche allen Münchnerinnen und Münchnern auch für dieses zweite Ostern in der Pandemie trotz allem erholsame Feiertage.“

Im Einzelnen bedeutet das folgende Änderungen:

Private Zusammenkünfte sind wieder nur mehr für die Angehörigen des eigenen Hausstands und einer weiteren Person möglich (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet).

Außerdem tritt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangssperre in Kraft.

Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist untersagt.

Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Pfandleihhäuser, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, der Verkauf von Presseartikeln, Versicherungsbüros, Buchhandlungen, Tierbedarf und Futtermittel und sonstige für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte sowie der Großhandel.

Neu: Nach einer aktuellen Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs gehören auch Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften und dürfen damit auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 öffnen.

Vorbestellte Ware kann in Ladengeschäften vor Ort abgeholt werden, das Einkaufen nach einer Registrierung geht nicht mehr.

Friseure sowie Dienstleistungsbetriebe der nicht-medizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege bleiben geöffnet, andere Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, und Tattoo-Studios sind geschlossen.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Das gilt auch wieder für Museen, Galerien, den Tierpark Hellabrunn und den Botanischen Garten sowie die Gedenkstätten.

Büchereien, Archive und Bibliotheken können mit Hygienekonzept und Kundenzahlbegrenzung weiter geöffnet bleiben.

An Musikschulen ist Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform untersagt, Gleiches gilt für Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Angebote der Erwachsenenbildung.

Unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen ist nur kontaktfreier Sport erlaubt. Die Ausübung von Mannschaftssport ist untersagt.

Für Kinderbetreuung und Schulen muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bereits am Ende der Vorwoche verbindlich festgelegt werden, welche Inzidenzeinstufung für die kommende Woche gilt.

Für die Woche vom 5. bis 11. April musste hier ebenfalls die Inzidenzeinstufung „Über 100“ festgelegt werden. Damit sind Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder grundsätzlich geschlossen. Die Regelungen zur Notbetreuung hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php veröffentlicht. Die Schulen sind noch in den Osterferien.

Die nächste Inzidenzeinstufung für Schulen und Kinderbetreuung – dann gültig für die Woche vom 12. bis 18. April – muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am kommenden Freitag, 9. April, erfolgen.

Angesichts der Inzidenzzahl von über 100 in München ruft Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek alle Münchnerinnen und Münchner dazu auf, sich auch über Ostern an die AHA+L-Regeln zu halten. „Infektionen finden dort statt, wo Menschen zusammentreffen und Kontakt haben. Bitte halten Sie die Kontakte insgesamt gering, auch über Ostern. Wenn Sie sich treffen, beachten Sie bitte die Abstands- und Hygieneregeln. Und wenn Sie Menschen treffen, die zur gefährdeten Gruppe gehören, machen Sie bitte zur Sicherheit am Morgen des Besuchstages einen Schnelltest“, so Gesundheitsreferentin Zurek. Denn auch ein negativer Corona-Test ist immer nur eine Momentaufnahme und bietee keine Sicherheit davor, dass man nicht doch schon infiziert ist und in den folgenden Tagen ansteckungsfähig und positiv wird. Die Inkubationszeit beträgt maximal 14 Tage, bei der Wildvariante zeigt sich eine Erkrankung meist nach einer Woche.

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