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Sehnsucht.Musik.Ankunft. Ein Konzert der Kulturen

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Datum/Zeit
Date(s) - 07/02/2019 - 08/02/2019
18:00 - 23:00

Veranstaltungsort
Hubertussaal Schloss Nymphenburg

Kategorien


Sehnsucht.Musik.Ankunft. Ein Konzert der Kulturen
Donnerstag, 7. Februar 2019 & Freitag, 8. Februar 2019, Schloss Nymphenburg, Hubertussaal
Rahmenprogramm ab 18:00 Uhr. Konzertbeginn um 19:00 Uhr.
Eine Kooperation von Deutsches Forum für Musik- und Theaterkultur e,V., Department Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München und Zukunft Kultur e.V.

Musik: Mohammed Abd el-Wahhab, Gilbert Bécaud, Hédi Jouini, Enrico Macias, Pouya Raufyan, Gioachino Rossini, Franz Schubert, Giuseppe Verdi, Richard Wagner, Carl Maria von Weber
Gesang: Walaa Kanaieh & Wissam Kanaieh (Syrien), Cornelia Lanz (Deutschland), Pouya Raufyan (Afghanistan) und andere
Instrumentalensemble: Albert Ginthör (Violine), Ludwig Hahn (Violine), Marianne Venzago (Viola), Hans Peter Besig (Violoncello), Thomas Hille (Kontrabass), Abathar Kmash (Oud), Said Hashemi (Tabla), Pouya Raufyan (Harmonium)
Dam Badida Chor der Musikpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Chorleitung: Leonie Hundertmark
Musikalische Leitung & Arrangements: Andreas Kowalewitz

Flucht, Vertreibung, Schicksale – davon gab es in den letzten Jahren mehr als genug. Höchste Zeit, den Blick auf das zu richten, was jetzt ist: das Angekommen sein. Angekommen in Deutschland. In einem Land und einer Kultur, die so fremd nicht mehr sind. Angekommen mitten unter den Menschen, die hier leben. Angekommen in einer neuen musikalischen Heimat.
Sehnsucht.Musik.Ankunft., das sind Sängerinnen und Sänger, ein Chor, ein Instrumentalensemble und eine Menge widersprüchlicher Emotionen. Der Blick nach gestern ist kritisch distanziert und doch wehmütig. Denn die Verbundenheit mit den vielen positiven Seiten der früheren Heimat, mit den musikalischen Wurzeln lebt fort, trifft auf die althergebrachten Musikkulturen hierzulande. Klassische Koloraturen auf orientalische Melismen, Oud auf Geige. So vielfältig wie die Künstlerinnen und Künstler ist auch ihre Musik. Lieder aus Griechenland, Frankreich, Afghanistan, Ägypten, Tunesien, Spanien, Syrien und Deutschland treffen auf klassische Opernarien. Eine musikalische Collage als Brücke der Sehnsucht zu den eigenen Wurzeln, die vom Musikalischen Leiter Andreas Kowalewitz, meist nur nach Gehör, souverän in Partituren übertragen wurde. Schließlich mussten die orientalischen Stücke in Notenform gebracht werden, damit sie auch von den europäischen Musikern gespielt werden können.

Dazu Kowalewitz: „Die Beiträge unseres Projektes sollen so vielfältig sein wie die Protagonisten und ihr Anliegen. Da es um die Themen Flucht, Heimat, Angst, Verlust, aber vor allem auch Hoffnung geht, ist das Spektrum der Musik in kultureller wie stilistischer Hinsicht bewusst offen. Der Reiz unserer Aufführung wird darin bestehen, größtmögliche Freiheit in Darbietung und Klang mit musikalischer Struktur zu verbinden. Die Musik Afghanistans oder Syriens mit den europäischen Instrumenten wie Klavier, Geige und Cello zu spielen, ist auch für klassisch ausgebildete Musiker eine Herausforderung. Umgekehrt betreten Menschen aus Ländern, in denen „weltliche“ Musik größtenteils verboten ist, bei einem klassischen Konzert genauso Neuland. Besonders schön: ein für dieses Projekt entstandenes Chor-Ensemble der LMU, das dem Konzert mit empathischem Einsatz viel mehr als nur ergänzend Musikalisches beisteuern wird.“
Cornelia Lanz ergänzt zur Auswahl der Opernarien: „Diese Titel sind thematisch eng mit unserem Konzertprogramm verbunden. Das Spektrum reicht vom Leben unter dem Schleier – einmal tragisch (Schleierlied der Eboli aus Verdis Don Carlos), einmal komisch (Rossinis Die Italienerin in Algier) –, über das rastlose Reisen und die vergebliche Suche nach Heimat (Sentas Arie aus dem Fliegenden Holländer) bis hin zum romantischen Orientbild des 19. Jahrhunderts (Carl Maria von Weber, Oberon).

Zusätzlich zum Konzert laden eine Gemälde-Ausstellung im Foyer, eine Einführung und Kamingespräche dazu ein, mehr über die Protagonisten und ihre individuellen Geschichten in Deutschland zu erfahren.

Für den Konzertabend zeichnet das bewährte Team von ZAIDE. EINE FLUCHT. verantwortlich: Albert Ginthör (Veranstalter, Deutsches Forum für Musik- und Theaterkultur e.V.), Dr. Dana Pflüger (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Cornelia Lanz (Zukunft Kultur e.V.). Ebenso wie ZAIDE istSehnsucht.Musik.Ankunft. ein Lehrprojekt für Studierende aller Fächer des Departments Kunstwissenschaften. Sie gestalten das Rahmenprogramm, schreiben das Programmheft, drehen einen Video-Trailer und übernehmen die Social Media-Kommunikation.

Cornelia Lanz, Pouya Raufyan, Walaa Kanaieh
Cornelia Lanz, Pouya Raufyan, Walaa Kanaieh
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