VideoArt4Future – The Container Projekt

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Datum/Zeit
Date(s) - 21/10/2021 - 31/10/2021
15:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Kunst Container

Kategorien


Mittwoch, 20. Oktober, 17.00: Eröffnung des Kunst-Containers
mit Betty Mü und Ánh Nguyen (Projektleitung)
Donnerstag, 21. bis Sonntag, 31. Oktober 2021
täglich 15 – 22 Uhr
St.-Martins-Platz, München-Moosach
Betty Mü
VideoArt4Future – THE CONTAINER PROJECT
Projektleitung, Vermittlungskonzept und Durchführung: Ánh Nguyen
https://www.videoart4future.com
https://www.bettymue.com
https://www.curatoranh.com
Abgeholzte Regenwälder, qualvolle Tierhaltung, Dürre, Überschwemmungen und verpestete
Weltmeere: so surreal, so fern? Die tägliche kompakte Informationsflut stumpft das Empfinden ab.
Die Schreckensszenarien ereignen sich irgendwo und greifen selten direkt ins eigene Lebensumfeld
ein.
„VideoArt4Future“ ist der Auftakt für ein längerfristig angelegtes Umweltschutz-Kunstprojekt, das
deutschlandweit Station machen soll. Betty Mü lenkt mit eindrucksvollen, dabei hochästhetischen
Bildern die Aufmerksamkeit auf das Problem der Umweltzerstörung.
Der Kunstraum ist ein überall flexibel platzierbarer Container, in dem Menschen und ihre Umwelt
verschmelzen: die Besucher mit den Bildern, die sie betrachten, ebenso wie die Personen auf den
Videobildern mit der Containerwand. In einem verspiegelten „Infinity-Raum“ wird dem Betrachter
der Spiegel vorgehalten. Nichts steht für sich allein, am Ende ist alles eins. „VideoArt4Future“ ruft
gemischte Gefühle hervor und brennt sich ins Bewusstsein des Betrachters ein. Viel Zeit zum
Handeln bleibt nicht mehr, wenn die Erde noch ein paar Generationen mehr ertragen soll. „Nach
mir die Sintflut“: keine Option für Betty Mü.
Bewusstseinserweiterung im Container
In einem abgedunkelten Container, der innen komplett mit Polystyrolspiegeln abgeklebt ist, läuft als
Endlos-Loop ein ca. dreiminütiges Video: Bilder von Landschaften und Menschen, die mithilfe von
Künstlicher Intelligenz und Deep Learning (GAN) erstellt und manipuliert wurden. Im Zentrum steht
die Frage „Was hast Du damals fürs Klima getan?“. Diese Frage wird mit verschiedenen Zitaten von
Personen und Melodien als Soundcollage abgespielt. Betty Mü nutzt einen Aufruf über ihre SocialMedia-Kanäle sowie gesammelte Aussagen aus der Echokammer des Internet und lässt diese
polarisierend aufeinanderprallen. Verstörende Bilder von Verschmutzung, Ignoranz und
Verschwendung treffen auf die Alternative einer intakten Welt. Was kann noch gerettet werden?
Der Countdown läuft. „Der Betrachter ist Teil der Installation und steht inmitten eines sich immer
wieder spiegelnden Raumes. Der bewusstseinserweiternde Effekt löst den Besucher aus seiner
primären Realität und zieht ihn in die Tiefe seiner psychedelischen Sinneswelt“, sagt Betty Mü. Im
Idealfall führt der Aufenthalt in ihrem Container dazu, eigene Verhaltensweisen in Frage zu stellen –
und sie zu ändern.
Bettina Müller aka BettyMü
Die Designerin und Bildende Künstlerin Betty Mü entwickelt seit über 15 Jahren Fassaden- und
Raummappings. In ihren Videoinstallationen verbindet sie konkrete Bildinhalte mit
außergewöhnlichen Materialien und Projektionsflächen, geprägt von einer ebenso humorvollpoetischen wie technisch ausgereiften künstlerischen Handschrift. Betty Mü entwickelt zum
einen eigene Kunstprojekte, zum anderen realisiert sie Videoinstallationen im Auftrag von
Museen, Messen und Unternehmen (Lodenfrey, NS Dokumentationszentrum, Audi, Baselworld,
Amerikanisches Konsulat, Inhorgenta u.a.). Bei ihrem bislang größten Projekt DDas Kunstareal
verbindet” bespielte sie im vergangenen Winter die Gebäude zwischen Königsplatz und
Pinakotheken mit ihren Projektionen und setzte so ein Zeichen für die Kunst in Corona-Zeiten.
Ánh Nguyen
Das Vermittlungskonzept hat die Kuratorin und Kunsthistorikerin Ánh Nguyen entwickelt. Sie war
u.a. für das erste Street Art Museum in München und für den Künstlerverbund im Haus der Kunst
tätig. Aktuell ist sie Projekt-Managerin der ARTMUC und Gastautorin bei der Mannheimer
Kunstversicherung. Für die gebürtige Vietnamesin war der Skandal um das Fischsterben in ihrer
Heimat 2016 ein einschneidendes Erlebnis. Im Umkreis von 200 Kilometer entlang der Zentralküste
von Vietnam wurden fast 300 Tonnen toter Fische angeschwemmt. Verursacher war das
taiwanesische Stahlwerk Formosa, das chemisch-verseuchtes Abwasser direkt ins Meer ableitete.
Informationen zum Begleitprogramm: www.stadtsanierung-moosach.de (ab 10.10.)
Versorgt wird der Container autark mit grüner Energie aus umweltfreundlichen
Salzwasserspeicherbatterien, bereitgestellt von der Firma ION Energy (Hersteller der Batterie:
Bluesky Energy), und der Photovoltaik-Anlage von PV TOTAL (Premium Partner von Solarwatt)

Betty Mue VideoArt4Future
(c) Betty Mue
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