Perlacher Forst: Spaziergänger bringt neu geborenes Rehkitz in Lebensgefahr

(München) Ein Spaziergänger hat am 14. Mai 2016 im Perlacher Forst ein neu geborenes Rehkitz aufgenommen. Da das Kitz wegen des menschlichen Dufts nicht mehr von der Rehmutter angenommen wird, muss es nun mit der Flasche aufgezogen werden.

Polizei rettet Rehkitz
Polizei rettet Rehkitz im Perlacher Forst
Quelle Foto Polizeipräsidium München

Am Pfingstsamstag, 14. Mai .2016, gegen 9.30 Uhr, erhielten Polizeibeamte der Polizeiinspektion 23 (München-Giesing) den Einsatz zum nahegelegenen Perlacher Forst zu fahren. Ein Spaziergänger hatte mit seinem Hund im hohen Gras ein frisch geborenes Rehkitz gefunden. Vor Ort mussten die Beamten feststellen, dass der Spaziergänger, in bester Absicht, das Rehkitz bereits an sich genommen hatte. Das junge Reh wurde in eine Jacke eingewickelt und im Kofferraum seines Pkw abgelegt.

Die Polizeibeamten nahmen sofort Kontakt zur Tierrettung, zum Tierpark Hellabrunn sowie zu diversen Jagdpächtern auf. Es war klar, dass die Mutter des frisch geborenen Rehkitzes dieses, aufgrund des menschlichen Dufts, nicht mehr annehmen würde. Das wiederum hätte zur Folge, dass das Kitz die notwendige Muttermilch nicht mehr bekommen würde und somit bald sterben müsste.

Nach vielen Telefonaten wurde über die Tierrettung München ein engagierter Mitbürger ausfindig gemacht. Dieser erklärte sich bereit, das Kitz an sich zu nehmen und mit der Flasche aufzuziehen. Das Kitz wurde dem neuen „Reh-Vater“ übergeben und dem Kleinen steht nun ein Leben in bester Gesellschaft von einigen Schaf- und Ziegenherden bevor. Im Herbst soll das junge Reh dann langsam ausgewildert werden.

Das Polizeipräsidium München weist ausdrücklich darauf hin, dass es in der Natur des Rehs liegt, seine frisch geborenen Jungen im hohen Gras abzulegen. Das Kitz wird dann von der Rehmutter in kurzen Abständen gefüttert. Wir bitten beim Auffinden eines Kitzes zu bedenken, dass der menschliche Kontakt dazu führt, dass das Kitz von der Mutter verstoßen wird und die Überlebenschancen sinken. Im Zweifel sei es ratsam, den zuständigen Jagdpächter oder die Polizei zu informieren. Ferner sollten Hunde im Wald angeleint werden.

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