Nach 35 Jahren bekommt die Münchner Polizei jetzt neue fälschungssichere Dienstausweise

Die Beschäftigten der Bayerischen Polizei erhalten einen neuen Dienstausweis. Zwei davon von der Kripo München stellen die neuen fälschungssicheren Ausweise vor. Sie sind vor allem falschen Polizisten auf der Spur, die mit ihren Trickbetrügereien Senioren um das Ersparte bringen. 

Neue Dienstausweise für die Münchner Polizei
Neue Dienstausweise für die Münchner Polizei
Quelle Foto: Polizeipräsidium München

Sie jagen normalerweise falsche Polizisten und klären Senioren über die Maschen des Trickbetruges auf. Die beiden Kriminalbeamten Chloupek und Schelshorn der Arbeitsgruppe Phänomene beim Kriminalfachdezernat 3 zeigen stolz ihre neuen, fälschungssicheren Dienstausweise. Im Rahmen ihrer Informationskampagne tragen sie zur Aufklärung bei, dass sich echte Polizeibeamte in Zivil stets durch Vorzeigen des Dienstausweises legitimieren.

Nach rund 35 Jahren wird derzeit der bisherige “grüne Polizeidienstausweis“ in ganz Bayern gegen einen modernen und besonders Nachfolger im Scheckkartenformat mit weißblauem Design ausgetauscht. Die neuen Dienstausweise verfügen über mehr als 20 unterschiedliche Sicherheitsmerkmale wie zum Beispiel einen speziellen Sicherheitsdruck, ein sog. “Anti-Scan-Muster“, ein Kippbild mit dem Foto des Beschäftigten sowie ein integriertes Hologramm. Insgesamt werden 44.000 Beschäftigte damit ausgestattet. 

„Die neuen Dienstausweise der Bayerischen Polizei sind ein High-Tech Spitzenprodukt aus Bayern für Bayern“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann. „Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit zeichnen ihn aus.“ Alle Polizeidienststellen werden in den kommenden Monaten Zug um Zug mit den neuen Ausweisen ausgestattet. Künftig wird es drei verschiedene Ausweistypen im weißblauen Design geben.

Besonders wichtig ist dem Innenminister  die Fälschungssicherheit. Dafür gibt es mehr als 20 unterschiedliche Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören unter anderem ein ‚Anti-Scan-Muster‘, ein spezieller Sicherheitsdruck, ein Kippbild des Beschäftigtenfotos sowie ein integriertes Hologramm. Außerdem verwies Herrmann darauf, dass die Polizeidienstausweise und Beschäftigtenausweise zukunftsfähig mit sogenannten ‚RFID-Chips‘ zur automatischen und berührungslosen Identifizierung ausgestattet sind. „Das gibt perspektivisch neue Möglichkeiten, um beispielsweise noch einfacher auf IT-Anwendungen zugreifen zu können.“

Beim Polizeipräsidium München hat der der Austausch der Dienstausweise am Montag, 28. Juni 2021 begonnen. 

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