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München: S-Bahn Schubser nach Fotofahndung geschnappt

Ein unbekannter junger Mann hatte am 21. November 2017 einen 63-jährigen Mann aus der Türe einer S-Bahn gestoßen. Das Opfer schlug mit dem Hinterkopf auf und wurde schwer verletzt. Die Bundespolizei veröffentlichte am 27. Dezember 2017 ein Fahndungsfoto. Aufgrund der Hinweise konnte ein 17-jähriger Schüler aus München als Tatverdächtiger identifiziert werden. 

Fotofahndung S-Bahn Schubser Quelle Foto Bundespolizei
Fotofahndung S-Bahn Schubser
Quelle Foto Bundespolizei

(Update 28.12.2017)  Bei der Bundespolizei gingen nach medialen Veröffentlichungen des Bildes sowie einer Sachverhaltsschilderung zahlreiche Hinweise zu mehreren Personen ein. “In der Regel handelte es sich dabei um vorsichtige Hinweise. Viele der Mitteiler zeigten sich bemüht, keinen Falschen verdächtigen zu wollen. Zudem waren auch Hinweise aus dem persönlichen Umfeld des Gesuchten darunter.” so der Sprecher der Bundespolizei München, Wolfgang Hauner 

Im Laufe des Vormittags des 28. Dezember 2017  konnten die Ermittler dem, auf dem überlassenen Foto Abgebildeten Personalien und Identität zuweisen. Es handelt sich um einen 17-jährigen Schüler aus München. “Die Münchner Bundespolizei bedankt sich bei den Mitteilern und den Medien für die Unterstützung der Fahndung, die zur Ergreifung des Täters führte.”, so Hauner weiter. 

(27.12.2017) Der auf den anhängenden Bildern abgebildete, bisher unbekannte Mann, war am Dienstagabend, 21. November 2017, kurz nach 20 Uhr, zusammen mit mehreren ihn offensichtlich begleitenden Personen, am Hauptbahnhof in eine Richtung Mammendorf verkehrende S-Bahn eingestiegen. Beim Einsteigevorgang kam es zwischen ihm und einem 63-Jährigen, ebenfalls Einsteigenden, zu einem verbalen Streit. Dieser eskalierte dahin gehend, dass unter Beteiligung des Gesuchten, der Mann aus Olching erst körperlich attackiert und dann gewaltsam aus der S-Bahn gestoßen wurde.

Der Olchinger stürzte zu Boden und blieb liegen. Die S-Bahntüren schlossen sich, und die voll besetzte S-Bahn fuhr ab. Am Haltepunkt Hirschgarten verließ der Gesuchte, zusammen mit einer größeren Personengruppe, darunter auch mindestens zwei nicht volljährige, ca. 16/17-jährige Mädchen, die S3. Der 63-Jährige war, nachdem sich Reisende um ihn gekümmert hatten, mit Kopfverletzungen in eine Münchner Klinik transportiert worden.

Die Bundespolizei geht nach den bisherigen Ermittlungen davon aus, dass die Personengruppe, die sich aus Deutschen im Alter von 17 bis 19 Jahren zusammensetzte, auf dem Weg in die Diskothek Backstage am Hirschgarten war, in der eine “Party School” und ein “Neonfestival” veranstaltet wurde.

Die Bundespolizei fahndet mit den anhängenden Bildern nach dem Unbekannten, der auffällig rote Haare hat, ca. 180 cm groß und etwa 17 bis 19 Jahre alt ist. Sachdienliche Hinweise zu dem Gesuchten erbittet die Bundespolizei unter der Rufnummer 089/515550-111.

Bereits am 11. Dezember  2017 hatte die Bundespolizei über den Vorfall in einer Pressemitteilung berichtet. Nach Erscheinen von Medienberichten hatte sich eine Zeugin bei den Münchner Ermittlern der Bundespolizei gemeldet, die mit ihrem Handy Fotos des Tatverdächtigen und seiner Begleiter gemacht hatte. Da sich bislang niemand zur Tat bekannt hat, hat sich die Bundespolizei auf Beschluss des Amtsgerichte nun entschieden, eine Fotofahndung zu initiieren.  Außerdem hat eine Privatperson 1.000 Euro Belohnung augelobt, die zur Ergreifung des Täters führt. 

Backstage Hirschgarten Körperverletzung S-Bahn Schubser
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