München: Motorradfahrer flüchtet mit 160 km/h durch Brudermühltunnel vor Polizei

Als die Polizei am Mittwochabend auf dem Mittleren Ring in München einen Motorradfahrer anhalten wollte, hat dieser beschleunigt und ist mit 160 km/h durch den Brudermühltunnel gerast. Außerdem fuhr er auf der Flucht bei Rot über mehrere Kreuzungen. Die Polizisten konnten den 29-Jährigen erst zuhause stellen.

 
Blaulicht Polizeiauto
Blaulicht Polizeiauto
 
Am Mittwoch, 19. Juli 2017, gegen 22.50 Uhr, wurden Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung in ihrem zivilen Einsatzfahrzeug im Brudermühltunnel von einem schwarzen Motorrad Suzuki mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit überholt.  Als die Beamten den Motorradfahrer zur Kontrolle anhalten wollten, beschleunigte er sein Motorrad teilweise auf 160 km/h. Erlaubt waren im Tunnel 60 km/h. 

Bei seiner Flucht überfuhr der 29-jährige Motorradfahrer mehrere rote Ampeln. Nur durch ein Wunder kam es dabei nicht zu einem Unfall.  Da der Motorradfahrer durch seine unverantwortliche Fahrweise auch noch Fußgänger in Gefahr brachte, mussten die Beamten letztendlich die Verfolgung abbrechen und der Raser konnte über einen durch Poller abgesperrten Gehweg zunächst entkommen. 

Da den Beamten das Kennzeichen bekannt war, fuhren sie zum Wohnort des Fahrzeughalters. Nach kurzer Zeit ging der 29-jährige Motorradfahrer seelenruhig an den Polizeibeamten vorbei.  Bei der anschließenden Kontrolle zeigte der Raser den Beamten sein in einer nahegelegenen Tiefgarage abgestelltes Motorrad. Da der Motor des Motorrades und der Helm noch warm waren, konnte der Raser nicht mehr leugnen, dass er der Fahrer war.  Den Suzuki-Fahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Außerdem wurde das Motorrad abgeschleppt. Der Helm und der Führerschein wurden beschlagnahmt. 

Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, dass die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu den häufigsten Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit getöteten und schwer verletzten Verkehrsteilnehmern darstellen. 

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