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München: Kältewelle erzeugt S-Bahn Chaos – Feuerwehr muss Fahrgäste evakuieren

Am Montagvormittag sind zwei Züge der S-Bahn München wegen eines technischen Defekts auf freier Strecke liegen geblieben. Die Feuerwehr musste die Fahrgäste aus den Zügen evakuieren. Die Kältewelle brachte auch ansonsten die Fahrpläne der S-Bahn gehörig durcheinander. 

S-Bahn Chaos durch Kältewelle in München. Fahrgäste müssen evakuiert werden. Quelle Foto Feuerwehr München
S-Bahn Chaos durch Kältewelle in München. Fahrgäste müssen evakuiert werden.
Quelle Foto Feuerwehr München

Am Vormittag des 26. Februar 2018 sind aufgrund eines technischen Defektes zwei S-Bahnzüge im Münchner Westen liegen geblieben. Vom ersten Einsatz erhielt die Feuerwehr um 9.30 Uhr Kenntnis. Ein Zug der S 3 war stadteinwärts unterwegs, als er auf Höhe des DB-Betriebswerkes in der Bergsonstraße nicht mehr weiterfahren konnte. Etwa 100 Fahrgäste konnten den Zug nicht mehr verlassen. Der Einsatzleiter forderte umgehend nach seinem Eintreffen aufgrund der abgelegenen Lage der Einsatzstelle einen Großraumrettungswagen an. Erst nach dessen Eintreffen wurde mit der Räumung des Zuges begonnen, damit die Passagiere nicht schutzlos der kalten Witterung ausgesetzt waren.

Ebenso wurden durch die Deutsche Bahn AG mehrere Taxis angefordert. Der S-Bahnzug wurde an zwei Stellen geöffnet. Mit Hilfe der Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Fahrgäste in etwa einer Viertelstunde den Zug verlassen. Personen, die nicht mit Taxis weiterfahren konnten, wurden mit dem Großraumrettungswagen in ein Betriebsgebäude auf dem Bahngelände gebracht und nach einer kurzen Betreuung dort von der Feuerwehr weiter zum Bahnhof Pasing transportiert. Verletzt wurde niemand.

Um 10.35 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu einem liegen gebliebenen S-Bahnzug gerufen. Hierbei handelte es sich um einen Zug der Linie S 6, der ebenfalls stadteinwärts unterwegs war. Die Einsatzstelle lag etwa 300 Meter nach dem S-Bahnhof Pasing. Auch hier unterstützten die Feuerwehrleute die Passagiere beim Verlassen des Zuges und geleiteten sie in den nahe gelegenen Bahnhof Pasing. Auch hier wurde niemand verletzt.

Die Liste der Betriebsstörungen an diesem bitterkalten Montag in München ist lang. Die Fahrgäste der S-Bahn mussten große Geduld aufbringen. Das hatte schon am Morgen im Berufsverkehr begonnen, als um 8 Uhr der Bahnhof Pasing wegen einer Oberleitungsstörung gesperrt werden musste. Wegen mehrerer liegengebliebener S-Bahnen auf der Stammstrecke war dann um 9.30 Uhr nicht nur die oben genannte Evakuierung nötig, der sonstige S-Bahn-Verkehr zwischen Laim und dem Rosenheimer Platz musste ebenfalls eingestellt werden. Erst gegen 13 Uhr beruhigte sich die Lage und die Züge konnten die Stammstrecke wieder befahren. 

Um 17 Uhr gab es dann eine neue Fahrzeugstörung am Rosenheimer Platz, wodurch keine Zugfahrten mehr in Richtung Ostbahnhof möglich waren. Erst um 19.30 Uhr konnte  fuhren die S-Bahnen wieder auf dem Regelweg. 

Evakuierung Kältewelle Stammstrecke
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