München: Jugendliche können Polizei-Großeinsatz wegen Softair-Waffe nicht verstehen

Besorgte Anwohner haben am Montag in Bogenhausen den Polizeinotruf gewählt, weil eine Person mit einer Schusswaffe in der Hand unterwegs war. Es stellte sich heraus, dass es eine Softair-Waffe war, die einer echten Pistole täuschend ähnlich sah. Als die Gruppe der Jugendlichen mit dem Waffenträger ausfindig gemacht worden war, gaben sie sich uneinsichtig, dass so etwas einen Großeinsatz der Polizei auslöst.

Symbolbild Soft-Air-Waffe
Symbolbild Soft-Air-Waffe

Anwohner der Görzerstraße in München-Bogenhausen meldeten dem Polizeinotruf, am Montag, 15. August 2016, gegen 14.45 Uhr, dass sich am dortigen Spielplatz etwa zehn Personen jagen würden und einer davon eine Schusswaffe in der Hand hielt. Wenig später meldete sich ein weiterer Mitteiler aus der Görzerstraße beim Polizeinotruf, dass Passanten, teilweise panisch aus einem Hinterhof fliehen, da sich dort wohl eine Person mit einer Schusswaffe befindet und damit hantieren würde. Nach dieser Meldung wurden umgehend sieben Polizeistreifen in die Görzerstraße entsandt. Nach dem Eintreffen konnten die Polizeibeamten jedoch die verdächtigen Personen dort nicht mehr antreffen und es wurde eine Fahndung eingeleitet.

Aufgrund der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen konnte die Gruppe im Park am Böhmerwaldplatz angetroffen und kontrolliert werden. Dabei handelte es sich um Jugendliche. Bei einem 16-jährigen Schüler konnte eine Softair-Waffe gefunden werden. “Die Gruppe Jugendlicher konnte nicht verstehen, warum wegen einer Softair-Waffe ein Einsatz in diesem Ausmaß aufgebaut wird und warum nach ihnen gefahndet wurde. Sämtliche Erklärungsversuche, warum das Hantieren mit einer täuschend echt aussehenden Waffe Ängste in der Bevölkerung auslöst, prallten an ihnen ab.”, so Polizeisprecher Carsten Neubert vom Polizeipräsidium Münche. Gegen den 16-jährigen Schüler wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wegen dem Führen einer Anscheinwaffe in der Öffentlichkeit ermittelt.

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