München: Hund sieben Stunden bei 30 Grad im Auto eingesperrt und von Feuerwehr befreit

Ein Missverständnis zwischen einem Pärchen hat am Montag dazu geführt, dass in der Altstadt in München ein Hund sieben Stunden lang in einem Auto bei 30 Grad Außentemperatur verharren musste. Schließlich hat ihn die Feuerwehr aus seiner Lage befreit.

PI 11 München Altstadt Wache
Polizeiinspektion 11 München-Altstadt
Wachraum

Am Montag, 11. Juni 2018, gegen 17 Uhr, verständigte ein 49-jähriger Beauftragter einer Parkgarage in der Altstadt über den Notruf 110 die Polizei. Er teilte mit, dass sich dort seit mehreren Stunden ein Hund in einem verschlossenen Pkw VW befindet. Er mache sich deshalb Sorgen um den Hund. Eine Polizeistreife begab sich daraufhin zur Parkgarage.

Als sich die Beamten dem Fahrzeug näherten, bellte der Hund lautstark, beruhigte sich aber wieder schnell und hechelte stark nach Luft. Im Pkw befanden sich weder Futter noch Wasser. Der Parkwächter der Parkgarage konnte recherchieren, dass sich der Hund zu diesem Zeitpunkt schon mehr als sieben Stunden im engen Kofferraum des verschlossenen Pkw befand. Zwar waren alle Scheiben des Pkw ca. 4 bnis 5 Zntimeter geöffnet und das Fahrzeug im Schatten geparkt, dennoch herrschte dort eine Temperatur von etwa 28 bis 30 Grad. Im Fahrzeug konnte durch die Beamten eine noch deutlich höhere Temperatur wahrgenommen werden.

Mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr München wurde der Hund befreit, indem die Feuerwehr die hintere linke Seitenscheibe einschlug. Der Hund sprang sofort nach dem Einschlagen der Scheibe an das Fenster, um Frischluft zu bekommen. Er wurde erstmal mit genügend Wasser versorgt. Anschließend brachten die eingesetzten Beamten das Tier auf das Altstadtrevier (Polizeiinspektion 11). Dort konnte er mittels Streicheleinheiten schnell beruhigt werden.

Gegen 20.45 Uhr kam ein 37-Jähriger zur Polizeiinspektion 11 und gab an, dass es sich um seinen Hund handele. Das Verweilen des Hundes in dem Pkw habe auf ein Missverständnis zwischen ihm und seiner Freundin basiert. Diese habe, entgegen der ursprünglichen Absprache, doch die öffentlichen Verkehrsmittel anstelle des Autos genutzt. Die Freundin war wiederum der Annahme, dass der 37-Jährige den Hund bei sich hat

Der Hundehalter war sichtlich mitgenommen und gleichzeitig sehr erleichtert, dass sein Hund keine bleibenden Schäden davon getragen hat. Der 37-Jährige war sehr einsichtig und bedankte sich bei allen Einsatzkräften. Es wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

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