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München Hauptbahnhof: Rottweiler verletzt fünf Personen – Kampfhund von Polizei erschossen

Ein Rottweiler Hund hat am Samstag gegen 18.30 Uhr vor dem InterCity-Hotel in der Bayerstraße in München mehrere Passanten angefallen und gebissen. Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt. Die Polizei hat den Kampfhund schließlich erschossen. 

Blaulicht Polizeiauto
Blaulicht Polizeiauto

Ein Rottweiler hat am 26. Mai 2018 gegen 18.30 Uhr in der Bayerstraße in München-Ludwigsvorstadt plötzlich Menschen angefallen und gebissen. Als eine Polizeistreife eintraf, wurden auch die Beamten von dem aggressiven Kampfhund gebissen. Sie versuchten zunächst das Tier einzufangen. Der eineinhalbjährige Rottweiler ging aber weiter auf Passanten los. Schließlich entschloss sich die Polizeistreife, den Hund zu erschießen. Insgesamt wurden bei dem Angriff des Hundes fünf Personen verletzt, darunter zwei Polizisten. Die Verletzten mussten mit Bisswunden in Krankenhäuser eingeliefert werden. 

Am Samstag gingen beim Polizeinotruf mehrere Anrufe von besorgten Passanten ein, da ein Rottweiler im Hof vom InterCity Hotel am Hauptbahnhof  in der Bayerstraße Passanten angegriffen und auch verletzt habe. Bei Eintreffen der Polizeibeamten lief der 1,5-jährige Rottweiler hinter einem Passanten her und versuchte diesen anzugreifen. Ein 37-jähriger Polizeibeamter der Polizeiinspektion 16 (Hauptbahnhof) stellte sich daraufhin schützend vor den Passanten. Allerdings umrundete der Hund den Polizisten lediglich und setzte dem Passanten weiter nach.

Auch die 26-jährige Hundehalterin versuchte verzweifelt den Hund zu stoppen, was ihr allerdings nicht gelang. Schlussendlich konnte der Hund durch den Polizisten, die Hundehalterin und weitere Passanten an der Gebäudemauer fixiert werden. Wieder versuchte die 26-Jährige ihren Hund anzuleinen. Der äußerst kräftige Kampfhund riss sich aber auch diesmal wieder los und griff nun einen 28-jährigen Polizeibeamten der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) sowie einen 20-jährigen Bundespolizisten an. Beide erlitten dadurch Bissverletzungen und mussten im Anschluss in Krankenhäusern behandelt werden.

Da sich der Hund nicht mehr beruhigen ließ und eine Gefährdung aller weiteren umstehenden Personen durch den aggressiven Rottweiler nicht auszuschließen war, schoss der 37-jährige Polizist und eine Bundespolizistin vier Mal auf das Tier, welches sofort verstarb. Eine Gefährdung umstehender Personen durch den Schusswaffengebrauch konnte zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen werden.

Im Zuge der ersten Vernehmungen stellte sich heraus, dass die 26-Jährige ihren Hund frei und unangeleint in einem Innenhof des Hauptbahnhofes an der Bayerstraße  hatte laufen lassen. Ein dabei zufällig vorbeikommender Passant entfachte offensichtlich den Jagdtrieb des Tieres. Der Rottweiler griff den Passanten an und biss diesen. Die 26-Jährige konnte ihren Hund gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten dann wieder zurück in ihr Auto bringen und wollte wegfahren. Dies verhinderte eine 63-jährige Zeugin, indem sie die Hundehalterin aufforderte, stehen zu bleiben und ihre Personalien zu hinterlassen. Daraufhin hat die Hundehalterin den Hund nochmals unangeleint aus dem Auto herausgelassen.

Die 26-jährige Frau aus Berlin erwartet nun eine Anzeige unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Insgesamt wurden durch den Rottweiler fünf Personen durch Bisswunden verletzt und wurden in Krankenhäusern versorgt.

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