Jetzt doch noch ein zusätzliches Impfzentrum: Für das Schul- und Kita-Personal in München

Ab April 2021 sollten täglich 13.000 Personen in München geimpft werden. Zusätzlich zum Impfzentrum in Riem war geplant, drei weitere Impfzentren im Stadtgebiet aufzubauen. Durch einen kurzfristigen Strategiewechsel von Bund und Länder müssen diese Planungen nun eingestampft werden. Die Impfdosen sind nun für die Hausärzte eingeplant. Allerdings wird es ein weiteres Impfzentrum für die 30.000 Lehr- und Erziehungskräfte geben. 

Impfzentrum München Messe Riem
Impfzentrum München Messe Riem

(Update 12.3.2021) Nun kommt doch noch eine neues Impfzentrum für Lehr- und Erziehungskräfte in München. In der Isarklinik in der Sonnenstraße in München wird ein Zentrum für die rund 30.000 Berechtigten eingerichtet. Termine können von den Betroffenen ab sofort gebucht online werden, geimpft wird dort dann ab dem 22. März 2021. 

Die Landeshauptstadt München wird ein eigenes Impfangebot für das Personal in Grund-, Förder- und Sonderschulen sowie in Kinderbetreuungseinrichtungen und der Kindertagespflege einrichten. Im ISAR Klinikum in der Sonnenstraße 24 können Impfberechtigte ab dem 22. März schnell und unkompliziert geimpft werden. Betroffene Personen melden sich schnellstmöglich im bayerischen Registrierungssystem BayIMCO unter www.impfzentren.bayern an. Wer in München wohnt, registriert sich unter seiner Wohnadresse. Impfberechtigte mit Wohnsitz außerhalb Münchens geben die Adresse der Dienststelle an. Alternativ können sich diese Personen mit ihrer Wohnadresse auch im dem für ihren Wohnort zuständigen Impfzentrum registrieren.

Bei der Registrierung muss die Option „Tätigkeit in einer Grund- oder Förderschule bzw. in Kinderbetreuungseinrichtungen oder in der Kindertagespflege“ angegeben werden. Betroffene erhalten vom Gesundheitsreferat eine detaillierte Anleitung zur Anmeldung. Beim Impftermin muss eine Arbeitgeberbescheinigung vorgelegt werden.

Mit Änderung der Corona-Impfverordnung vom 24. Februar 2021 rücken Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, der Kindertagespflege, in Grund-, Sonder- oder Förderschulen tätig sind, in die zweite Priorisierungsstufe auf. Vom Begriff der Kinderbetreuungseinrichtungen sind auch die Heilpädagogischen Tagesstätten (HPT) und Schülerheime umfasst. Berechtigt sind nach dem Impfkonzept des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege alle Beschäftigten, die unmittelbar in den genannten Einrichtungen tätig sind. 


(Update 11.3.2021) Rein in die Kartoffel, raus aus den Kartoffel. Vor einer Woche hat der Stadtrat in München beschlossen, drei weitere Impfzentren in Betrieb zu nehmen. Gestern haben der Bund und der Freistaat Bayern überraschend angekündigt, die Impfstrategie zu ändern. Die ab April avisierten zusätzlichen Impfdosen sollen nun über die Hausärzte und nicht, wie bislang geplant, über die städtischen Impfzentren zu verimpft werden. 

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte am 11. März 2021 beschlossen, ab Anfang April die Hausärzte in den Impfprozess einzubinden. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holtetschek (CSU) erklärte hierzu: “Der Impfstoff ist und bleibt der Flaschenhals bei allem. Gerade in der Anfangsphase im April wird noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, damit die Ärzte im ganzen Land voll durchstarten können. Aber wenn die Lieferungen so kommen, wie der Bund sie uns in Aussicht gestellt hat, dann können wir die Impfungen bei den Ärzten schnell hochfahren.” 

In der Praxis bedeutet das, dass für die Impfzentren weniger Impfstoff als noch vor einer Woche angekündigt bereit stehen wird. Die geplanten zusätzlichen 7.000 Impfungen in den drei geplanten Impfzentren fallen damit weg. Außerdem sollte das Impfzentrum in Riem auf eine Kapazität von 6.000 Impfungen vorbereitet werden. 

Die zuständige Stadtministerin, Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek, hat auf den äußerst kurzfristigen Wechsel der Impfstrategie verschnupft reagiert: „Nachdem das Gesundheitsministerium erst vor kurzem angekündigt hat, dass die Stadt München ab April täglich rund 13.000 Impfdosen erhalten wird, haben wir in den vergangenen Tagen mit großer Kraftanstrengung begonnen, die Impfkapazität in der Messe München auf täglich 6.000 Impfungen auszubauen.” Gleichzeitig seien die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, weitere Impfzentren im Stadtgebiet mit einer Gesamtkapazität von 7.000 Impfungen am Tag einzurichten.

Zurek weiter: ” Es ist für uns als Gesundheitsamt ausgesprochen schwierig, Planungen umzusetzen, wenn sich die Impfstrategie von Bund und Land in dieser für uns alle lebenswichtigen Frage so schnell und unberechenbar ändert. Jetzt der für uns alle sehr überraschende Sinneswandel, dass die Kapazitäten in den Impfzentren nicht ausgebaut und stattdessen die Impfungen wesentlich durch Hausärzte erfolgen sollen.”

Die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt müssen nun weiter mit dem einzigen Impfzentrum im äußersten Osten der Stadt teilweise weite Anreisewege und -zeiten in Kauf nehmen. Bis es mit einer flächendeckenden Versorgung durch die Hausärzte so weit ist, wird momentan mit drei Ärzten geprobt. Dabei sollen die Abläufe getestet werden, wie Lagerung und Abläufe mit dem neuartigen Impfstoff am besten organisiert werden kann und werden dazu vom Impfzentrum unterstützt.

Hinsichtlich der Impfungen für bevorrechtigte Lehr- und Erziehungskräfte sowie weiteres Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege könne zeitnah mit der Durchführung begonnen werden, erklärt die Gesundheitsreferentin. Die Terminvergabe dafür soll ab Mitte nächster Woche starten. Die Einrichtungen werden bis zum Ende der Woche weitere Informationen zum genauen Ablauf erhalten.


(Erstmeldung 5.3.2021) Der Stadtrat in München hat am 3. März 2021 in seiner Vollversammlung beschlossen, drei weitere Impfzentren in der Stadt einzurichten. Bis einschließlich vergangenen Montag, 1. März, wurden von den städtischen Impfteams insgesamt rund 74.200 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt: Im Impfzentrum 36.200 Erst- und 6.300 Zweitimpfungen sowie 17.300 Erst- und 14.400 Zweitimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen. Darüber hinaus wurden rund 17.200 Impfdosen an Münchner Kliniken abgegeben, die ihr Personal selbst impfen.

Das Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass der Stadt ab April rund 13.000 Impfdosen täglich bereitgestellt werden sollen. Um diese Menge auch zügig verimpfen zu können, müssen die bestehenden Kapazitäten weiter ausgebaut werden. Dazu werden die Kapazitäten im Impfzentrum in der Messe schrittweise bis Ende März auf täglich bis zu 7.000 Impfungen erhöht. Zusätzlich werden drei weitere Impfzentren im Stadtgebiet mit einer Gesamtkapazität von 7.000 Impfungen am Tag eingerichtet. Diese zusätzlichen Zentren sollen auch als dezentrale Ausgangsbasis für mobile Impfteams fungieren, die dann vor allem mobilitätseingeschränkte Personen etwa in Alten- und Servicezentren versorgen können.

Welche Standorte für die zusätzlichen Impfzentren am besten geeignet sind, wird derzeit abschließend geklärt. Nachdem es im Osten mit dem Messezentrum bereits einen Standort gibt, fokussiert sich die Suche nach Hallen oder Standplätze für Zelte mit guter Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr auf den Westen, Norden und Süden der Stadt. Anfang April sollen die neuen Impfzentren dann einsatzbereit sein.

Impfbereitschaft bei Beschäftigten der Alten- und Pflegeheime nur bei 42 Prozent 

In der Vollversammlung des Stadtrates am Donnerstag haben der Leiter des Krisenstabes und Chef der Berufsfeuerwehr, Wolfgang Schäuble, und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek einen tieferen Einblick auf die Impfbereitschaft gegeben. 67 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen haben sich für eine Impfung entschieden, aber nur 42 Prozent der Beschäftigten dort. In der zweiten Märzwoche sei man bei den Pflegeeinrichtungen durch, so Schäuble.

Beim den Impfterminen der Priorität 1 bei den über 80-Jährigen sei man inzwischen bei bei den 81- und 80-Jährigen angelangt. Zeitnah ist dann der Impfstart der Priorität 2 mit den 79-Jährigen. Die Altersgruppen werden von oben nach unten abgearbeitet.  

Nach dem Impfstart mit Astra Zeneca im Impfzentrum stellt man fest, dass es bei den unter 65-jährigen Impfberechtigten nur einen Anteil im “Promillebereich” gibt, die den Impfstoff dieses Herstellers ablehnen. 

 

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