München: Navi falsch interpretiert – 78-jährige Fußgängerin muss das mit dem Leben bezahlen

Eine 78-jährige Münchnerin ist am Montag gegen 11 Uhr bei einem Zusammenstoß eines Audi mit einer Trambahn an der Kreuzung Adalbertstraße/Barer Straße in München-Maxvorstadt ums Leben gekommen. Der 57-jährige Autofahrer war zu früh abgebogen, weil er die Angaben von seinem Navi falsch interpretiert hatte. Als er schnell wenden wollte, hat er dann die Straßenbahn übersehen. Das Auto schleuderte auf den Gehweg und klemmte die Seniorin zwischen dem Fahrzeug und einer Hauswand ein. 

Unfallkommando Polizei München
Unfallkommando Polizei München

 

Den bisherigen Ermittlungen des Unfallkommandos zufolge, fuhr am 21. November um 10.56 Uhr ein 57-jähriger Münchner mit seinem Audi A3 die Barer Straße zunächst Richtung stadteinwärts. Da er ortsunkundig war, fuhr er nach den Vorgaben eines Navigationsgerätes. Als dieses ankündigte, dass er demnächst links abbiegen solle, bog er sofort nach links in die Adalbertstraße ab. Nachdem er erkannte, dass er zu früh abgebogen war, wendete er sein Fahrzeug und wollte wieder nach links in die Barerstraße abbiegen.  

Zu diesem Zeitpunkt fuhr ein 56-jähriger Straßenbahnfahrer aus München mit einem Wagen der Linie 28 die Barer Straße stadtauswärts und  wollte den Kreuzungsbereich mit der Adalbertstraße passieren.  Als der Audi-Fahrer in die Kreuzungsbereich einfuhr, bemerkte er die von links kommende Straßenbahn zu spät. Während er noch versuchte, rückwärts zu fahren, um so einen Zusammenprall zu vermeiden, leitete der Trambahnfahrer eine Schnellbremsung ein. Trotzdem kam es zu einer Kollision zwischen dem Audi sowie dem rechten Eck des Frontbereichs der Straßenbahn. Durch den Zusammenstoß wurde der Audi zurückgeschleudert. Unglücklicherweise hatte eine 78-jährige Münchnerin unmittelbar nachdem der Audi an ihr vorbeigefahren war, die Barer Straße überquert und wurde von dem schleudernden Pkw erfasst und zwischen dem Fahrzeugheck und einer Hausmauer eingeklemmt.

Bei dem Unfall erlitt die Münchnerin so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Sowohl der Straßenbahnfahrer wie auch der Audi-Fahrer mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden. Im Rahmen der Unfallaufnahme, der Tätigkeit des Gutachters und der Bergung der beteiligten Fahrzeuge musste der Kreuzungsbereich Barer Straße und Adalbertstraße für dreieinhalb Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde großräumig abgeleitet.

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