München: Anwohner fühlt sich von Feuerwehreinsatz gestört und zerstört Hochleistungslüfter

Von einem Feuerwehreinsatz bei einem Küchenbrand in München-Lerchenau in der Nacht auf Samstag am 27. August 2016 war ein Anwohner so vom Lärm eines Hochleistungslüfters genervt, dass er diesen kurzerhand mit Tritten zerstörte.

Feuerwehr Einsatzwagen
Feuerwehr Einsatzwagen Berufsfeuerwehr München

“Beim Einsatz am Samstag kam es zu einer Entwicklung, die selbst für erfahrenen Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr München nicht alltäglich ist.”, so ein Sprecher der Feuerwehr München.  In der Nacht wurde der Mieter einer Wohnung im vierten Obergeschoss in der Lerchenauer Straße durch ungewöhnliche Geräusche geweckt. Als er nachschaute, fand er seine Küche in Brand vor und rief sofort die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte unternahm er mit Wasser, durchaus erfolgreich eigene Löschversuche. Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Brand in der Küche unter Kontrolle und musste nur noch komplett abgelöscht werden. Allerdings war die Küche stark verraucht und der Bewohner musste durch Rettungsassistenten versorgt und im Anschluss in eine Klinik zur weiteren Behandlung transportiert werden.

Um eine Wohnung zu entrauchen,  wird durch die Feuerwehr im Normalfall ein sogenannter Hochleistungslüfter eingesetzt, bei dem ein Überdruck im Brandraum erzeugt wird. So können der Brandrauch und die Giftstoffe über kontrollierbare Abluftöffnungen aus dem Gebäude geleitet werden. Zudem wird der Überdruck zum Vorgehen der Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung genutzt. Da sich ein Anwohner der Lerchenauer Straße nun aber von diesen Maßnahmen in seiner Ruhe gestört fühlte, zeigte er seinen Unmut kurzerhand, indem er den eingesetzten Lüfter mit Tritten malträtierte und umstieß. Dabei entstand an dem Lüfter ein so großer Schaden, dass er vermutlich nicht mehr repariert werden kann. Die Polizei hat Anzeige gegen den Rowdy erstattet. In der Wohnung entstand durch den Brand nach Einschätzung der Feuerwehr ein Schaden von mindestens 10.000 Euro. Der Sachschaden an mutwillig zerstörten Geräten der Feuerwehr beläuft sich auf knapp 3.000 Euro.

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