München: Amok-Alarm in Berufsschule – Ehemaliger Schüler löst Großeinsatz der Polizei aus

Eine Schulleiterin hat am Montag die Polizei gerufen, weil ein ehemaliger Schüler in einer Berufsschule in München-Haidhausen aufgetaucht war. Der schwarz gekleidete 18-Jährige hatte Springerstiefel und eine Splitterschutzweste an, an der Funkgeräte hingen. Außerdem hatte er einen Rucksack dabei, aus dem Drähte herausschauten. Das löste einen Großeinsatz der Polizei mit 70 Einsatzkräften aus. Es konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Bei den Drähten dürfte es sich um die Kabel eines Kopfhörers gehandelt haben. Waffen hatte er nicht dabei. Was der Ex-Schüler in dem Outfit in der Schule wollte, klärt jetzt die Polizei.

Polizei Blaulicht
Polizei Blaulicht

Am Montag, 8. Mai 2017, um kurz vor 9 Uhr, wurde der Notruf der Münchner Polizei verständigt. Eine Schulleiterin der Berufschule für Zahntechnik, Chemie-, Biologie- und Drogerieberufe in der Orleansstraße in München-Haidhausen gab an, dass ein ehemaliger Schüler einen Rucksack dabei hätte, aus dem Drähte rausschauen würden. Der 18-Jährige war schwarz gekleidet, trug Springerstiefel und eine Splitterschutzweste, die mit Funkgeräten bestückt war. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot mit 70 Polizeikräften einschließlich einem Sondereinsatzkommando (SEK) an. Der 18-Jährigen konnte jedoch auf dem Schulgelände relativ schnell festgestellt werden. Nach Durchsuchung des Schülers durch Polizeikräfte sowie einer anschließenden Durchsuchung des gesamten Schulgeländes mit Spezialkräften konnte Entwarnung gegeben werden. Weder Sprengstoff noch Waffen wurden von dem Schüler mitgeführt beziehungsweise. in der Schule gefunden. Bei den von der Schulleiterin wahrgenommenen „Drähten“, dürfte es sich um die vom Schüler mitgeführten Kopfhörer gehandelt haben. 

Der Ex-Schüler war in das Sekretariat gekommen, um ein Gespräch zu führen. Wegen dem eigenartigen Auftreten des jungen Mannes hat die Schulleitung vorsorglich Amok-Alarm ausgelöst. Die Polizei vernimmt den 18-Jährigen, um herauszufinden, welches Gespräch er führen wollte und weshalb er so gekleidet war. Laut Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins hat es eine Vorgeschichte gegeben, warum der 18-jährige vor einem halben Jahr die Schule verlassen hat. Das Kriminalkommissariat 26 klärt derzeit den Sachverhalt weiterhin ab und übernimmt die Sachbearbeitung.

Durch den Einsatz kam es von 9.15 bis 10 Uhr zu größeren Verkehrssperren im Bereich des Ostbahnhofes. Insgesamt waren ca. 70 Polizeikräfte vor Ort. 

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