Mann rennt mit Messern bewaffnet durch Münchner Altstadt

Ein psychisch auffälliger Mann aus Frankreich wirft am Sonntag eine Schaufensterscheibe am Viktualienmarkt ein und entnimmt aus der Auslage einige Messer. Dann ging er mit den Messern fuchtelnd durch die Fußgängerzone. Bei der Verhaftung verletzte er zwei Polizisten leicht. 

Viktualienmarkt München
Viktualienmarkt München

Am Sonntag, 28. August 2022, gegen 18:55 Uhr, schlug ein 59-Jähriger Franzose mit die Schaufensterverglasung eines Geschäfts am Viktualienmarkt in München mit einem Stein ein und entnahm mehrere Messer aus der Auslage. Anschließend begab sich der Mann in Richtung Fußgängerzone und führte die Messer dabei sichtbar mit sich. Dies sorgte für deutliche Verunsicherung unter den Passanten, welche umgehend den Polizeinotruf 110 verständigten. Sofort begaben sich eine Vielzahl von polizeilichen Einsatzkräften vor Ort.

Der 59-Jährige konnte im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen binnen weniger Minuten lokalisiert werden. Er reagierte zunächst nicht auf Ansprache durch die Polizeibeamten, sondern bewegte sich weiter durch die Münchner Innenstadt, während die Polizeibeamten ihm kontinuierlich folgten. Unter Vorhalt der Schusswaffe forderten sie den 59-Jährigen auf, die Messer abzulegen, welche der Mann wiederholt in Richtung der eingesetzten Beamten hielt. Der Mann rief hierbei unverständliche Worte. Zu einer konkreten Gefährdung von Passanten kam es nach aktuellem Ermittlungsstand nicht. 

Letztlich konnte der 59-Jährige, unter anderem nach mehrfachen Einsatz des Reizgas, in einer Einkaufspassage durch die eingesetzten Beamten gestoppt und festgenommen werden. Anschließend wurde er in eine Polizeiinspektion gebracht.  Der Mann befand sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand. So hatte er sich zuvor eines der Messer mit der Spitze an den Bauch gehalten und sich auch mit einem der Messer selbst verletzt. Als Polizeibeamte die Wunde nach der Festnahme versorgen wollten, griff der Franzose einen der Polizeibeamten tätlich an. Dieser wurde dadurch leicht verletzt, war aber weiterhin dienstfähig.

Wegen der mutmaßlichen psychischen Erkrankung des 59-Jährigen wurde dieser zur weiteren Behandlung in einem psychiatrischen Krankenhaus eingewiesen. Beim Transport in das Krankenhaus kam es zu einem erneuten Angriff des 59-Jährigen, bei dem ein weiterer Polizeibeamter ebenfalls leicht verletzt wurde, aber ebenfalls dienstfähig blieb. 

An dem angegangenen Geschäft entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden von ca. 1000 €. Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen unter anderm wegen Bedrohung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte führt das Kommissariat 24 (Gewaltdelikte).

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