Entlassener Busfahrer beschädigt aus Rache 30 MVG-Busse

Ein 48-jähriger Serientäter hat nach seiner Entlassung als Busfahrer reihenweise MVG-Busse fahrunfähig gemacht, indem er Reifen zerstochen und Keilriemen durchtrennt hat. Auch nach seiner Entlassung bei einem Abschlepp-Unternehmen hat er wieder zugeschlagen, indem er durch das Lockern von Radmuttern sogar das Leben anderer gefährdete. Jetzt wurde der Mann festgenommen. 

Symbolbild MVG-Bus
Symbolbild MVG-Bus

Ein ermittelter mutmaßlicher Serientäter war in München als Busfahrer bis Ende 2017 bei der MVG beschäftigt. Wegen Auseinandersetzungen mit Kollegen musste er sich vor Gericht verantworten, woraufhin er damals entlassen wurde. Vermutlich aus Rache beschädigte der im dringenden Tatverdacht stehende 48-Jährige anschließend massiv den privaten Pkw eines ehemaligen Kollegen. Hier entstand ein Sachschaden von ca. 30.000 Euro. Im Jahr 2020 wurden am Betriebshof der MVG München Ost in Steinhausen 30 Busse sowie weitere Pkw und Kleinbusse beschädigt, wobei unter anderem Keilriemen durchtrennt und Reifen beschädigt wurden. Der Schaden wurde bislang auf rund 35.000 Euro geschätzt. Teilweise musste die MVG nach den Beschädigungen den Fahrplan im MVV-Netz kurzfristig umstellen. In dem Zusammenhang wird auch eine weitere Serie aus dem Jahr 2019 im gleichen Betriebshof untersucht, wo ebenfalls mehrere Busse beschädigt wurden.

Der mutmaßliche Täter fand Ende des Jahres 2020 eine Anstellung bei einem Abschleppunternehmen im Münchner Umland. Auch hier wurde dem 48-Jährigen nach Unregelmäßigkeiten gekündigt. In der Folge kam es zu Beschädigungen von Firmen und Kundenfahrzeugen, wo unter anderem an einem Pkw die Radmuttern gelockert wurden. Ein Zusammenhang mit den vorangegangenen Verfahren wird derzeit geprüft. Der Sachschaden hier beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Zudem steht der 48-Jährige im Verdacht, den ehemaligen Arbeitgeber Drohungen zugestellt zu haben, in dem er beleidigt und mit dem Niederbrennen der Werkstatt drohte. Gegen den Mann wurden nun durch die Staatsanwaltschaft München I ein Haftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Diese Beschlüsse wurden am Mittwoch, 10. Februar 2021, von der Münchner Polizei vollzogen. Hierbei wurde der 48-Jährige festgenommen und dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München vorgeführt.

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