Der EHC München ist erstmals Deutscher Eishockey-Meister

Zum ersten Mal in seiner Clubgeschichte hat der EHC München den Meistertitel in der DEL geholt. Im vierten Finalspiel besiegten die Münchner die Grizzlys Wolfsburg mit 5:3.

EHC München ist Deutscher Meister 2016
EHC München ist Deutscher Meister 2016 –
DEL Eishockey
Quelle Foto EHC Red Bull München

 

Das Team von Cheftrainer Don Jackson gewann auch das vierte Finalspiel der “best-of-seven”-Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 5:3 und steht damit erstmals in ihrer Clubgeschichte auf Deutschlands Eishockeythron. Toni Söderholm, Michael Wolf, Maximilian Kastner, Keith Aucoin und Steve Pinizzotto sicherten mit ihren Toren den ersehnten ersten Meistertitel. Coach Jackson meinte zum Spielverlauf: „Es war das erwartet schwere Spiel. Ich bin heute einfach nur stolz auf meine Mannschaft.“

Auch in Spiel vier war die Zweikampfintensität von Beginn an hoch. Da beide Verteidigungsreihen viele Schüsse blockten, fanden allerdings nur wenige Scheiben den Weg zum Tor. In der zehnten Minute spielten sich die Münchner zur Führung. Mads Christensen passte perfekt zwischen zwei Grizzlys-Verteidigern hindurch zu Toni Söderholm, der per Flachschuss ins Eck traf. Danach wurden die Zweikämpfe von beiden Teams zwar weiterhin hart geführt, gefährlich wurde es vor den Toren bis zur 17. Minute jedoch kaum. Da erzielten die Hausherren in Unterzahl den Ausgleich, weil Mark Voakes Münchens Schlussmann David Leggio im Stockhandeck überwinden konnte. 40 Sekunden später holten sich die Red Bulls die Führung zurück. Wolfsburgs James Sharrow saß immer noch auf der Strafbank, als Dominik Kahun ins Zentrum zu Michael Wolf spielte, der platziert ins linke Kreuzeck abschloss. Nur 20 Sekunden nach dem Treffer glich Wolfsburg erneut aus, als Gerrit Fauser mit einem Direktschuss aus zentraler Position traf (18.). München hätte kurz darauf wieder in Führung gehen können, wenn der Puck nach einem missglückten Klärungsversuch von Grizzly-Goalie Felix Brückmann nicht parallel zur Torlinie, sondern über diese getrudelt wäre.

Auch nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die besseren Möglichkeiten hatten die Niedersachsen, die Münchens Defensive ein ums andere Mal mit langen Pässen an die blaue Linie aushebelten. In der 34. Minute gingen die Hausherren nach einem dieser Pässe erstmals in Führung. Timothy Hambly spielte auf Mark Voakes, der David Leggio mit einer schönen Bewegung aussteigen ließ. Kurz darauf konterten die Wolfsburger nach dem gleichen Muster, dieses Mal konnte David Leggio den Schuss von Brent Aubin aber parieren. In der 37. Minute brachte Maxi Kastner den EHC zurück ins Spiel. Der junge Angreifer musste nach schöner Vorarbeit von Frédéric St-Denis im Slot nur noch den Schläger hinhalten und erzielte mit seinem ersten Punkt in den Playoffs den 3:3-Ausgleich.

Im Schlussabschnitt erwischten die Red Bulls den besseren Start. Noch in der ersten Minute verpassten Frédéric St-Denis, Mads Christensen per Nachschuss sowie Jérôme Samson nach Zuspiel von Steve Pinizzotto nur knapp das 4:3. München machte nun viel Druck und belohnte sich in der 48. Minute dafür. Steve Pinizzotto stocherte die Scheibe aus dem Gewühl an den Pfosten, Keith Aucoin stand am richtigen Fleck und schoss den Abpraller zum 4:3 ins Tor. Drei Minuten später brachte Steve Pinizzotto sein Team der ersten Meisterschaft der Clubgeschichte noch ein Stück näher, da er einen Konter über rechts per Schlagschuss ins lange Kreuzeck erfolgreich abschloss (51.). Kurz darauf kassierte Jeffrey Likens nach einem Check von hinten an Yannic Seidenberg eine Spieldauerstrafe. München spielte im fünfminütigen Powerplay nicht auf den sechsten Treffer, sondern versuchte, Wolfsburg nicht an die Scheibe kommen zu lassen. In den Schlussminuten brachten die Red Bulls den vierten Sieg im vierten Spiel der Finalserie souverän über die Zeit.

 

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