Corona Ticker München mit der April-Bilanz: Die erste halbe Million ist beim Impfen geschafft

In der Stadt München treten laufend neue Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus und Anpassungen der Regeln zur Kontaktbeschränkung auf. Das Stadtmagazin München 24 berichtet in einem Liveticker über die Entwicklung der Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt im April 2021.

Der Corona-Ticker für Mai 2021 ist hier zu finden

(30.4.2021) +++ Die April-Bilanz: 9.088 Infizierte sind in diesem Monat in München registriert worden (März: 5.595) . Außerdem sind 58 weitere Todesopfer zu beklagen (März: 35). Der Höchststand der Inzidenz wurde am 16. April mit 174,24 (reale Zahl Gesundheitsamt) beziehungsweise 165,70 (RKI) erreicht. Seitdem ging es kontinuierlich bis Ende April auf 136,37 (123,80) wieder abwärts. 

In die Impfkapagne ist im April Schwung gekommen. Im Impfzentrum, von den mobilen Impfteams und in den Alten- und Servicezentren wurden 157. 341 Erstimpfungen durchgeführt, 30.000 mehr als seit Beginn der Impfungen Ende Dezember 2020. Außerdem erhielten dort 26.825 eine Zweitimpfung. Mitte des Monats konnten auch die Hausärzte mit dem Impfen beginnen. Bis Ende des Monats verimpften sie 109.900 Dosen. 

(30.4.2021) +++ 501.700 Impfdosen sind bis gestern in München verimpft worden: 278.000 Erst- und 82.500 Zweitimpfungen in den städtischen Impfzentren in der Messe-Riem und im Isar-Klinikum (Lehr- und Erzieherpersonal und AstraZeneca-Sonderimpftermine für über 60-Jährige), 85.300 Erst- und 1.000 Zweitimpfungen bei den Hausärzten sowie 28.700 Erst- und 25.400 Zweitimpfungen für das Personal in den Münchner Kliniken. 

Die Impfquote in München beträgt 25,16 Prozent bei den Erstimpfungen (Bund 26,9 %, Bayern 27,7, %) und knapp sieben Prozent (6,98) bei den Zweitimpfungen (Bund 7,7 %, Bayern 7,2 %). 

Die 7-Tages-Inzidenz ist weiter rückläufig und beträgt nun nach den realen Zahlen des Gesundheitsamtes 137,31 (RKI-Wert 127,90). Am Donnerstag wurden in München inklusive der Nachmeldungen 287 Fälle gemeldet, knapp 100 weniger als am Donnerstag letzter Woche. Außerdem wurden zwei weitere Todesfälle registriert. Die Reproduktionszahl liegt wie ähnlich wie in den letzten Tagen bei 0,93.

(28.4.2021) +++ Der reitende Bote hat auf dem Weg von München zum Robert-Koch-Institut (RKI) wohl wieder einige Infizierte verloren. Beträgt die reale Inzidenz nach den Zahlen des Gesundheitsamtes München gestern 145,06, meldet das RKI 130,30. Um 15 Punkte klaffen die beiden Werte auseinander, das ist die höchste Differenz seit der Meldepanne am 10. April. 

Insgesamt wurden in München für den Dienstag 426 positive Fälle inklusive 31 Nachmeldungen registriert. Bereinigt sind das etwa 25 Prozent weniger als am letzten Dienstag. Insgesamt ist seit dem 17. April ein Rückgang der Inzidenz von 174 auf jetzt 145 zu verzeichnen. Auch die Reproduktionszahl nun vier Tage in Folge unter 1 bei aktuell 0,91. 

(26.4.2021) +++ Die AstraZeneca-Impfaktion 60+ ist bereits ausgebucht. Im Rahmen einer Sonderaktion konnten sich Münchnerinnen und Münchner über 60 Jahre kurzfristig für insgesamt 6.000 Impftermine mit AstraZeneca im ISAR Klinikum anmelden. Die ersten sechs Tage der Impfaktion waren bereits am Freitagmittag, wenige Stunden nach Anmeldestart, ausgebucht, die restlichen Impftermine für die beiden letzten Aktionstage konnten dann bis Samstagmittag vergeben werden. Die AstraZenenca-Sonderaktion „Impfen 60+“ läuft von Samstag, 24. April, bis einschließlich Samstag, 1. Mai.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek erklärt dazu: „Ich freue mich sehr, dass unsere Sonderaktion auf eine so große Nachfrage stößt. Das beweist, dass die Münchnerinnen und Münchner eine große Impfbereitschaft haben. Dass wir bisher noch nicht mehr Personen impfen konnten, liegt einzig am begrenzten Angebot an Impfstoffen. Ich hoffe sehr, dass wir bald mehr Impfdosen geliefert bekommen. Allein im Impfzentrum Riem können wir jeden Tag bis zu 7.000 Menschen impfen, hinzu kommt das Angebot der Hausärzte.“

Impfstatus München 2021
Impfstatus München 2021

Bis Ende letzter Woche haben in den städtischen Impfzentren und von den mobilen Impfteams 237.500 eine Erstimpfung und 82.300 eine vollständige Impfung erhalten. Von den Hausärzten wurden bislang in München 47.700 Erstimpfungen durchgeführt. Das Personal in den Krankenhäusern erhielt 27.300 Erst- und 25.200 Zweitimpfungen. Die Impfquote bei der ersten Impfung beträgt in der Landeshauptstadt nun 20,01 Prozent, bei der Zweitimpfung 6,88 Prozent. 

Bisher hat nur ein Drittel des Personals in Schulen und Kitas das Impfangebot der Stadt in der Isar-Klinik angenommen. Von den 31.000 Berechtigten haben sich knapp 10.000 impfen lassen. Das hat der Leiter des Corona-Krisenstabes Wolfang Schäuble im Gesundheitsausschuss des Stadtrates berichtet. Wie viele von den Berechtigten sich allerdings im Impfzentrum in Riem impfen haben lassen, könne nicht festgestellt werden, so Schäuble.

(20.4.2021) +++ Ab Samstag Sonder-Impfaktion in München mit AstraZeneca für Personen 60+

(18.4.2021) +++ Am Samstag wurden in München 264 neue Infektionen einschließlich 11 Nachmeldungen gemeldet. Die 7-Tages-Inzidenz ist leicht gesunken. Die realen Zahlen des Gesundheitsamtes ergeben eine Inzidenz von 170,87, das RKI meldet 163,90. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter spricht anlässlich der Zentralen Gedenkveranstaltung und Ansprache des Bundespräsidenten für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie am Sonntag, 18. April, in Berlin, allen Menschen sein Mitgefühl aus, die in dieser schweren Zeit trauern. „Wir denken an die Verstorbenen und an das Leid, das über die Familien und nahestehende Menschen gekommen ist. Den Hinterbliebenen aller in dieser endlos scheinenden Pandemie Verstorbenen gilt unser besonderes Mitgefühl – insbesondere in einer Zeit, in der sie häufig auf menschliche Anteilnahme verzichten mussten und nicht in der Weise Abschied nehmen konnten, wie sie es wünschten. Es ist mir ein großes Anliegen, ihnen die Gewissheit zu vermitteln, dass wir mit ihnen fühlen. Wir alle nehmen gemeinsam mit ihnen in tiefer Trauer Abschied von allen Verstorbenen“.

Sterbefallstatistik München 2016-2021
Sterbefallstatistik München 2016-2021

Anlässlich der Gedenkveranstaltung ist im Rathaus am Marienplatz eine Kerze entzündet worden. An allen städtischen Dienstgebäuden ist Trauerbeflaggung angeordnet.

Zwei weitere Todesfälle sind am Samstag hinzugekommen. Damit sind seit Beginn der Pandemie 1.148 Münchnerinnen und Münchner infolge einer COVID19-Erkrankung gestorben. Am bundesweiten Gedenktag für die 80.000 Coronatoten hier noch einmal die Sonderauswertung des Statistischen Landesamtes zur Übersterblichkeit in München.

Während die 1. Welle der Corona-Pandemie im Jahr 2020 in der Landeshauptstadt eine ähnliche Übersterblichkeit wie die starken Grippewellen im Jahr 2017 (orange Linie) und 2018 (gelbe Linie) verursacht hat, ist im Dezember 2020 eine starke Abweichung nach oben zu verzeichnen. Sind in den Jahren 2016 bis 2019 zwischen 950 und 1.100 verstorben, waren es im letzten Dezember 1.549, also um 50 Prozent mehr als im Mittel der Vorjahre. Nach einer überdurchschnittlichen Sterberate im Januar 2021, dann im Februar 2021 die gute Nachricht: Die Sterbefallzahl ging in Folge des Startes der Impfkampagne bei den Senioren stark zurück.

Inzwischen gehen die Todeszahlen wieder hoch. Sind im gesamten März noch 35 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben, sind es im April bislang 29.

(17.4.2021) +++ Am Freitag wurden in München 380 positive Fälle einschließlich 16 Nachmeldungen registriert. Die 7-Tages-Inzidenz ist nach den tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes auf 171,74 gestiegen. Das RKI meldet 165,70.

Die Belegung der Betten mit CoVID19-Erkrankten hat sich seit einem Monat verdoppelt. Waren am 17. März 137 Betten, davon 57 Intensivbetten, belegt, sind es jetzt 277, davon 102 Intensivbetten und acht in der Intensivüberwachungspflege. 58 Personen werden invasiv beatmet. 41 Intensivbetten von 498 verfügbaren Plätzen sind noch frei. 

Ab Montag gelten in den Schulen die Vorgaben für einen Inzidenzwert über 100. In den 4. Klassen der Grundschule, der 11. Jahrgangsstufe an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen findet Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt. An allen übrigen Schularten und Jahrgansstufen findet Distanzunterricht statt. 

Für den Wechsel- und Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern haben die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages über ein schriftliches oder elektronisches negatives Ergebnis eines PCR- oder POC-Antigentests zu verfügen und dieses auf Anforderung vorzuweisen oder müssen in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis vorgenommen haben. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Die Testpflicht gilt mindestens zweimal wöchentlich.

(16.4.2021) +++ Am Donnerstag wurden in München 401 neue Fälle einschließlich 23 Nachmeldungen registriert. Mit 2.477 Fällen in den letzten sieben Tagen sind wir wieder auf dem Niveau vom 1.Januar 2021. Die reale Inzidenz gemäß der Zahlen des Gesundheitsamtes ist auf 166,89 gestiegen. Das RKI meldet 158,50. Die Reproduktionszahl ist auf 1,30 angestiegen. 

Durch die Einbindung der Hausärzte hat es einen kleinen Schub in der Impfkampagne gegeben. Mit den 23.000 Impfungen bei den Ärzten haben bis jetzt 242.000 in der Landeshauptstadt eine Erstimpfung erhalten (Impfquote München 15,5 %, Bund 17,7 %, Bayern 18,0 %). Vollständig geimpft sind 105.600 (Impfquote München 6,76 %, Bund 6,3 %, Bayern 6,7 %). Momentan werden im Impfzentrum in Riem 6.500 bis 7.000 Menschen geimpft, dazu kommen die Impfungen für Lehr- und Erzieherpersonal in der Isarklinik und der mobilen Impfteams der Stadt in Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und in den Alten- und Service-Zentren (ASZ).

12.500 Münchnerinnen und Münchner aus der 1. Priorität und 56.000 aus der zweiten Priorität haben vom städtischen Impfzentrum eine Einladung bekommen, aber bislang noch keinen Termin vereinbart. Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek appelliert an diese Personen, sich anzumelden. Sie werden vom Gesundheitsamt noch eine schriftliche Erinnerung erhalten. Wer keine Impfung im Impfzentrum mehr benötigt, weil schon beim Hausarzt geimpft wurde, soll den Account im Registrierungsportal BayIMCO bitte löschen. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärt zu aktuellen Impfsituation: „Dass in der Stadt München mittlerweile – auch dank unserer Hausärztinnen und Hausärzte – stabil mehr als 10.000 Impfungen am Tag durchgeführt werden können, gibt mir Hoffnung, dass zeitnah alle Münchnerinnen und Münchner, die sich impfen lassen wollen, auch eine Erstimpfung bekommen haben. Wir könnten sogar noch schneller vorankommen, wenn noch mehr Impfstoff zur Verfügung stehen würde. Unsere Kapazitäten haben jedenfalls noch Luft nach oben.“

Noch zur Erinnerung: Ab heute, 16. April 2021, ist das Konsumieren von Alkohol am Gärtnerplatz und am Wedekindplatz täglich von 18 bis 6 Uhr verboten. Das Alkoholkonsumverbot in der Fußgängerzone wird zeitlich angepasst und gilt nun ebenfalls täglich von 18 bis 6 Uhr. Auf dem Viktualienmarkt darf weiterhin rund um die Uhr kein Alkohol im öffentlichen Raum konsumiert werden. 

(15.4.2021) +++ Wieder ist die Inzidenz nach oben geschnellt. Am Mittwoch wurden in München inklusive 35 Nachmeldungen 539 neue Fälle registriert. Die reale Inzidenz ist auf 163,39 gestiegen, die offizielle Zahl vom RKI beträgt 154,30. Die Berechnungen des statistischen Beratungslabors der Universität München zeigen, dass in wenigen Tagen das Niveau des Höhepunktes der zweiten Welle Mitte Dezember erreicht werden wird. Damals betrug die Inzidenz am 15. Dezember 2020 etwa 250 und stieg dann in der Folge wenige Tage später bis zum Höchststand der gemeldeten Fälle auf etwa 310. Nur, diesmal in der dritten Welle ist der Anstieg steiler als im Oktober des letzten Jahres. Das lässt eine höhere Inzidenz erwarten. Wer die Schätzung der Entwicklung der täglichen Covid-Infektionen in Bayern und in München verfolgen will, hier der Link: https://corona.stat.uni-muenchen.de/nowcast/

Nowcast Uni München
Nowcast LMU München
Quelle Grafik: Statistisches Beratungslabor LMU München

(14.4.2021) +++ Kräftig gestiegen ist von vorgestern auf gestern die 7-Tages-Inzidenz in München. Gemäß den tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes liegt sie jetzt bei 155,71 – ein Zuwachs von 50 Prozent innerhalb von sechs Tagen. Die RKI-Zahl wird mit 147,10 angegeben. Am Dienstag wurden einschließlich der 41 Nachmeldungen 488 neue Corona-Fälle gemeldet. 

Sorgen machen muss auch die kräftige Steigerung der Reproduktionszahl auf 1,27. Sie lag am 9.4. noch bei 0,92. Betrachtet man die Hochrechnung des Infektionsgeschehens vom statistischen Beratungslabor des LMU-Instituts für Statistik, in dem die Reproduktionszahl berechnet wird, dann dürfte in den nächsten Tagen noch einiges auf München zukommen. Da deren Berechnungen sich seit Beginn der Pandemie immer als sehr zuverlässig herausgestellt haben, ist nach dem Verlauf der Kurve ein kurzfristiger Anstieg der Inzidenz in München auf ein Spitzenniveau wie bei der zweiten Welle zwischen 250 und 300 wahrscheinlich.

Die aktuelle Auswertung nach Alter in der Kalenderwoche 14 (5.-11.4.21, Quelle survstat.rki.de) ergibt, dass die Inzidenzen bei den Senioren ab 65 wegen dem Impffortschritt in München inzwischen weit unter dem Durchschnitt zwischen 55,6 und 64,2 liegt. Die Spitzenwerte sind bei den Jugendlichen (184,2) und jungen Erwachsenen (193,1) zu finden. Weit überdurchschnittlich sind die Inzidenzen auch in den Altersgruppen der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 30 und 59 Jahren mit 160,7 bis 174,4. 

Hauptverantwortlich für den schnellen Anstieg der Inzidenzwerte ist die erhöhte Ansteckungsquote der britischen Virus-Variante B.1.1.7, die in München bereits einen Anteil von 89 Prozent der Neuinfektionen ausmacht. 

(13.4.2021)  +++ Am Montag sind in München 257 Neuinfektionen inklusive 15 Nachmeldungen registriert worden. Die reale Inzidenz gemäß den Zahlen vom Gesundheitsamt beträgt in der Landeshauptstadt jetzt 140,61, das RKI meldet 134,70. Um Mitternacht tritt wieder die Notbremse in Kraft.

174.000 haben in den Impfzentren und den mobilen Impfteams bisher eine Erstimpfung erhalten, 80.200 eine Zweitimpfung. Beim Klinikpersonal wurden 26.100 erstmals, davon 24.300 vollständig geimpft. Die Impfquote beträgt in München nun 12,81 Prozent bei den Erst- und 6,7 % bei den Zweitimpfungen. Die Hausärzte sind dabei noch nicht berücksichtigt, weil für diese bislang noch keine Zahlen vorliegen. 

Die Krankenhausbetten füllen sich auch wieder mehr mit COVID19-Patienten. Mit 162 belegten Betten ist wieder das Niveau aus der zweiten Welle mit Stand am 2. November 2020 erreicht worden. Dazu kommen 93 Intensivbetten was dem Niveau vom 19.11. entspricht. 59 werden invasiv beatmet. Der Anteil an Coronapatienten an den Belegungen der Intensivbetten ist auf 19.5 Prozent gestiegen. 

(13.4.2021) +++ Die Stadt München hat wieder ein Alkoholkonsumverbot am Gärtnerplatz und Wedekindplatz erlassen. Außerdem wurden die Zeiten des Konsumverbots von Alkohol in der Fußgängerzone angepasst. 

(12.4.2021) +++ Am Sonntag wurden in München 242 positive Fälle einschließlich sieben Nachmeldungen gemeldet. Das sind etwa doppelt so viele als am letzten Sonntag. Die reale Inzidenz gemäß den Zahlen des Gesundheitsamtes ist auf 129,3 gestiegen. Das RKI hat die Datenpanne von gestern auch ausgebügelt und meldet 126,9. Das Gesundheitsamt hat mitgeteilt, dass die Grenze von 100 damit drei Tage hintereinander gerissen wurde. Daher gilt ab Mittwoch, 0.00 Uhr wieder die Notbremse. 

(11.4.2021) +++ Am Samstag wurden in München 279 neue Corona-Fälle inklusive 10 Nachmeldungen in München registriert, 158 mehr als vor sieben Tagen. Die tatsächliche Inzidenz gemäß den Zahlen vom Gesundheitsamt München ist auf 120,74 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist dagegen eine 7-Tages-Inzidenz von 94,4 aus. Vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit ist dem RKI lediglich eine Nachmeldung übermittelt worden. Das berichtet die SPD-Fraktionsvorsitzende im Rathaus, Anne Hübner, auf Twitter. “Es ist absurd, Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung nur an diese eine Zahl zu knüpfen. Vor allem, wenn die Zahl dann noch permanent falsch ist.” schimpft die Stadträtin. Denn es passiert am laufenden Band, dass die RKI-Zahlen von den Münchner Werten abweichen. Das ist um so ärgerlicher, weil für die Festlegung von Maßnahmen, wie der Einleitung einer Notbremse, ausschließlich die RKI-Berichte maßgeblich sind. Das Gesundheitsamt erklärt dazu: “Die Stadt München wird mit den zuständigen Stellen klären, welche Konsequenzen das Datenproblem auf den Zeitpunkt einer Verschärfung der Corona-Regeln bei einem Inzidenz-Wert über 100 („Notbremse“) hat.” 

(9.4.2021) +++ Die Inzidenz in München ist nach den aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes wieder über 100 auf 101,67 gestiegen. Es gilt für die Maßnahmen aber mit 95,5 der Wert des Robert-Koch-Instituts. Das hat vor allem Auswirkungen auf den Schul- und Kita-Betrieb. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat am Freitag auf einer Pressekonferenz noch einmal deutlich gemacht,  dass für die Folgewoche der RKI-Inzidenzwert vom Freitag gelten würde. Das bedeutet bei 50 bis 100: In allen Klassen findet Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand statt. Außerdem gilt ab der nächsten Woche in die Schulen eine Testpflicht in Schulen

Münchens Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) ist enttäuscht von der Festlegung des Freistaates: “Die 7T-Inzidenz des @rki liegt in #München unter 100, wir müssen die Schulen am Montag öffnen. Wir wissen um die schwierige Situation der Familien und hätten es gerne anders gehabt. Aber der Freistaat lässt keine Ausnahme zu.”, schreibt sie auf Twitter. 

Auch bei den Kitas wird ab dem 12. April der eingeschränkte Regelbetrieb wieder aufgenommen, obwohl die tatschliche Inzidenz über 100 liegt und absehbar ist, dass mit den Nachmeldungen aus der Osterwoche diese auch noch steigen wird. “Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Phasen entsprechend der wöchentlichen Inzidenz-Einstufung einhalten müssen, auch wenn dies zu einem ‘Hin und Her’ führen kann. Wir sind verpflichtet, die Vorgaben des Freistaats umzusetzen.“, schreibt das städtische Referat für Bildung und Sport in einem Elternbrief. 

Für den Donnerstag wurden in München 348 positive Corona-Fälle und ein weiterer Todesfall gemeldet. Knapp 90 Prozent der Sequenzierungen ergaben die stärker ansteckende britische Virusvariante

Die Situation auf den Intensivstationen verschärft sich weiter. Es gibt nur mehr 37 freie Intensivbetten in München. Von den 464 belegten Betten sind 90 COVID-19-Fälle, davon werden 54 invasiv beatmet. 

Bis zum 8. April wurden in den städtischen Impfzentren und von den mobilen Teams 153.400 Erstimpfungen und 75.200 Zweitimpfungen durchgeführt. Die Impfquote in München mit 11,45 % bzw. 6.36 % ist gegenüber den Bundes- und Bayernwerten nicht mehr vergleichbar, weil die Hausarzt-Impfungen in München noch nicht ausgewiesen werden, auf Bundes- und Landesebene aber schon. 

(8.4.2021) +++ Am Mittwoch wurden in München 426 positive Fälle registriert. Das ist der höchste Tageswert seit dem 12. Januar diese Jahres und 115 mehr als am letzten Mittwoch. Durch die Osterfeiertage hat es auch Nachmeldungen gegeben. Die tatsächliche Inzidenz gemäß der Zahlen des Gesundheitsamtes ist auf 95,61 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldet einen 7-Tages-Wert von 87,40. 

(7.4.2021) +++ Am Dienstag wurden in München 251 neue Corona-Fälle und acht weitere Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche am Dienstag waren 290 positive Fälle registriert worden. Weil es diese Woche 39 weniger sind, ist die Inzidenz in München weiter auf nunmehr 87,86 (RKI-Wert 82,8) gesunken. 

Zur aktuellen Impfsituation: Bis 5.4.2021 wurden in den Impfzentren und von den mobilen Impfteams der Stadt 143.000 Erst- und 67.300 Zweitimpfungen durchgeführt. Außerdem wurden in den Münchner Kliniken beim Personal 25.200 Erst- und 24.000 Zweitimpfungen durchgeführt. Die Impfquote bei den Erstimpfungen beträgt in München nun 10,77 Prozent (Bund: 13,0 %, Bayern: 12,9%, Stand 6.4.) und 5,84 Prozent vollständig Geimpfte (Bund 5,6%, Bayern: 6,1%, Stand 6.4.). 

(6.4.2021) +++ Nachdem die Inzidenz seit dem 2. April 2021 in München wieder unter 100 ist, wird ab Mitternacht die Notbremse wieder gelöst. Heute lag die 7-Tages-Inzidenz nach den tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes bei 91,36 und der maßgebliche Wert des Robert-Koch-Instituts bei 91,20. Für den Ostermontag wurden 84 neue Fälle registriert. 

Damit liegt die Inzidenzeinstufung zwischen 50 und 100, was bedeutet:

  • Zusammenkünfte zwischen zwei Hausständen, maximal fünf Personen (Kinder bis 14 nicht mitgerechnet) erlaubt
  • Nächtliche Ausgangssperre wieder aufgehoben
  • Click & Meet in Ladengeschäften wieder erlaubt
  • Besuch in Museen, Galerien, Tierpark und Botanischer Garten nach Terminbuchung und Registrierung zur Kontaktnachverfolgung wieder möglich
  • Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen mit bis zu 20 Kindern im Außenbereich

Bis einschließlich 11. April sind Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder noch grundsätzlich geschlossen. Die Regelungen zur Notbetreuung hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php veröffentlicht. Die Schulen sind noch in den Osterferien. Die nächste Inzidenzeinstufung für Schulen und Kinderbetreuung – dann gültig für die Woche vom 12. bis 18. April – muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am Freitag, 9. April, erfolgen.

 

(4.4.2021) +++ Seit heute Mitternacht ist in München die Notbremse in Kraft, weil der Inzidenzwert von Dienstag bis Donnerstag über 100 gelegen hat. Während der Feiertage gehen gemeldeten positiven Fälle aber nach unten. Heute meldet das RKI eine Inzidenz von 94,5. Auch die tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes mit einer Inzidenz von 96,28 belegen einen Rückgang auf unter 100. Wie geht es nun weiter?

Diese Einstufung gilt solange, bis die vom RKI für München gemeldete 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den 100-er Wert nicht mehr überschritten hat. Die dann maßgeblichen Regelungen treten anschließend ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Unterschreitung in Kraft. Das heißt konkret: Sollte das RKI, nach gestern und heute, auch am morgigen Ostermontag für München eine 7-Tage-Inzidenz melden, die die 100 nicht überschreitet, würde die neue Inzidenzeinstufung ab kommenden Mittwoch, 0 Uhr, gelten und die Einschränkungen würden wieder außer Kraft gesetzt. Spannend wird es dann aber unter der Woche. Dann arbeiten alle Arztpraxen und Gesundheitszentren wieder mit voller Kraft und es ist zu erwarten, dass jede Menge positive Fälle nachgemeldet werden. 

(3.4.2021) +++ Der Inzidenz-Wert in München liegt mit den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Karfreitag wieder unter 100 und trotzdem wird die Notbremse gezogen und die verschärften Coronaregeln treten am heute Nacht um 0 Uhr in Kraft  (Details siehe Auflistung unten). Wie kann das sein? Nun, das Regelwerk ist eindeutig. Die Einstufung gilt nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung solange, bis der Grenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr überschritten wird. Die dann maßgeblichen Regelungen treten anschließend ab dem zweiten Tag nach der dreimaligen Unterschreitung in Kraft.

Wie üblich, gibt es auch für den Karfreitag wegen dem Meldeverzug wieder eine Differenz zwischen dem Wert der tatsächlichen Zahlen des Gesundheitsamtes München und dem vom RKI. Die tatsächliche 7-Tages-Inzidenz in München bleibt mit 100,73 über 100 (siehe Grafik). Das ist ebenfalls ein Rückgang der Inzidenz um fast neun Punkte. Das liegt daran, dass am Freitag vor einer Woche 298 positive Fälle gemeldet wurden, am Karfreitag dieser Woche aber 175, inklusive Nachmeldungen 180. 

Todesfälle wurden für den Karfreitag nicht registriert. Die Reproduktionszahl ist leicht auf 1,12 gestiegen. Die britische Variante des Virus ist weiter auf dem Vormarsch und macht inzwischen 89,7 Prozent aller Infektionen aus. 

 

(2.4.2021) +++ Am Donnerstag, 1. April 2020, wurden in München 251 neue Fälle und ein weiterer Todesfall registriert. 

Eine Woche lang schrammte die Landeshauptstadt an der 100er-Grenze entlang. Jetzt muss München am Ostersonntag doch die Notbremse ziehen. Nachdem die 7-Tages-Inzidenz den dritten Tag hintereinander mit 104,30 (RKI-Wert) über 100 liegt, werden Erleichterungen wieder zurückgenommen. Es gelten wieder die Maßnahmen vor dem 8. März 2021. 

Dazu erklärt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Es war absehbar, aber es ist bitter, dass wir jetzt ausgerechnet zu Ostern die 100-er Marke gerissen haben und damit ab Sonntag wieder verschärfte Maßnahmen greifen. Ich wünsche allen Münchnerinnen und Münchnern auch für dieses zweite Ostern in der Pandemie trotz allem erholsame Feiertage.“

Im Einzelnen bedeutet das folgende Änderungen:

Private Zusammenkünfte sind wieder nur mehr für die Angehörigen des eigenen Hausstands und einer weiteren Person möglich (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet).

Außerdem tritt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangssperre in Kraft.

Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist untersagt.

Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Pfandleihhäuser, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, der Verkauf von Presseartikeln, Versicherungsbüros, Buchhandlungen, Tierbedarf und Futtermittel und sonstige für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte sowie der Großhandel.

Neu: Nach einer aktuellen Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs gehören auch Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften und dürfen damit auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 öffnen.

Vorbestellte Ware kann in Ladengeschäften vor Ort abgeholt werden, das Einkaufen nach einer Registrierung geht nicht mehr.

Friseure sowie Dienstleistungsbetriebe der nicht-medizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege bleiben geöffnet, andere Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, und Tattoo-Studios sind geschlossen.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Das gilt auch wieder für Museen, Galerien, den Tierpark Hellabrunn und den Botanischen Garten sowie die Gedenkstätten.

Büchereien, Archive und Bibliotheken können mit Hygienekonzept und Kundenzahlbegrenzung weiter geöffnet bleiben.

An Musikschulen ist Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform untersagt, Gleiches gilt für Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Angebote der Erwachsenenbildung.

Unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen ist nur kontaktfreier Sport erlaubt. Die Ausübung von Mannschaftssport ist untersagt.

Für Kinderbetreuung und Schulen muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bereits am Ende der Vorwoche verbindlich festgelegt werden, welche Inzidenzeinstufung für die kommende Woche gilt.

Für die Woche vom 5. bis 11. April musste hier ebenfalls die Inzidenzeinstufung „Über 100“ festgelegt werden. Damit sind Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder grundsätzlich geschlossen. Die Regelungen zur Notbetreuung hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php veröffentlicht. Die Schulen sind noch in den Osterferien.

Die nächste Inzidenzeinstufung für Schulen und Kinderbetreuung – dann gültig für die Woche vom 12. bis 18. April – muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am kommenden Freitag, 9. April, erfolgen.

Angesichts der Inzidenzzahl von über 100 in München ruft Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek alle Münchnerinnen und Münchner dazu auf, sich auch über Ostern an die AHA+L-Regeln zu halten. „Infektionen finden dort statt, wo Menschen zusammentreffen und Kontakt haben. Bitte halten Sie die Kontakte insgesamt gering, auch über Ostern. Wenn Sie sich treffen, beachten Sie bitte die Abstands- und Hygieneregeln. Und wenn Sie Menschen treffen, die zur gefährdeten Gruppe gehören, machen Sie bitte zur Sicherheit am Morgen des Besuchstages einen Schnelltest“, so Gesundheitsreferentin Zurek. Denn auch ein negativer Corona-Test ist immer nur eine Momentaufnahme und bietee keine Sicherheit davor, dass man nicht doch schon infiziert ist und in den folgenden Tagen ansteckungsfähig und positiv wird. Die Inkubationszeit beträgt maximal 14 Tage, bei der Wildvariante zeigt sich eine Erkrankung meist nach einer Woche.

Zum Corona-Ticker mit der Bilanz vom März 2021

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