Corona Infektionsschutz-Verstöße: Renitente Jugendgruppen, Kiesgruben- und Parkplatzpartys

4.300 Kontrollen hat die Münchner Polizei am vergangenen Wochenende durchgeführt, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zur Corona-Pandemie zu überprüfen. Schwerpunkte waren dabei der Hotspots wie der Stachus oder der Olympiapark, an denen bevorzugt Jugendliche zusammenkommen. Insgesamt wurden 487 Verstöße angezeigt, davon 122 bezüglich der Maskenpflicht. 

Symbolbild Karlsplatz Stachus München
Symbolbild Karlsplatz Stachus München

Am Freitag, 13. November 2020, wurden im Zeitraum zwischen 16 Uhr und 21 Uhr vermehrt Kontrollen im Bereich vom Stachus in der Altstadt von München durchgeführt. Aufgrund der sehr milden Witterung hielten sich viele Personen, darunter auch polizeilich bekannte Jugendgruppen, am Karlsplatz auf. Hier mussten die Polizeibeamten die Personengruppen immer wieder ansprechen. Denn nach den aktuellen Regeln ist der gemeinsame Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen nur mit den Angehörigen eines Hausstandes sowie eines weiteren Hausstandes erlaubt. Außerdem gilt in der Fußgängerzone eine Maskenpflicht. Die Polizei musste ferner darauf hinweisen, dass vor Ort verkaufte Speisen nicht dort gemeinsam sitzend konsumiert werden dürfen. Bei den angesprochenen Jugendlichen konnte dabei ein erhöhtes Aggressionspotential festgestellt werden. Insgesamt wurden 55 Identitätsfeststellungen durchgeführt und 48 Platzverweise ausgesprochen. In diesem Rahmen wurden ebenfalls 28 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung, vier Anzeigen wegen Verstößen gegen die Mund-Nasen-Bedeckung-Tragepflicht und elf Verwarnungen wegen Verstößen gegen die Mund-Nasen-Bedeckung-Tragepflicht erstellt.

Ebenfalls am Freitag gegen 20:30 Uhr, wurde der Polizei mitgeteilt, dass eine Gruppe von etwa 40 Jugendlichen im Olympiapark am Spiridon-Louis-Ring eine Party feiern würde. Als die Polizei vor Ort eintraf, flüchtete ein Großteil dieser Personen. Letztendlich wurden sechs Personen vor Ort wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Doch nicht nur Jugendgruppen verstießen am Wochenende gegen die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Auch mehrere Gruppen von Erwachsenen meinten, dass die Regeln für sie nicht gelten. Am Samstag, 14. November 2020, gegen 20:40 Uhr wurde der Polizei eine überlaute Party in einer Wohnung in Bogenhausen mitgeteilt. Dort konnte dann vor Ort eine private Geburtstagsfeier festgestellt und aufgelöst werden. Alle sieben dort angetroffenen Personen wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.  

Am Samstag gegen 23:50 Uhr, wurde der Polizei eine Party mit ca. 50 Personen in einem Kieswerk in Gronsdorf in der Gemeinde Haar im Landkreis München gemeldet. Als die Polizei vor Ort eintraf, flüchteten die Personen. Letztendlich konnten 19 Personen festgestellt werden. Alle wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und wegen Hausfriedensbruch angezeigt.

Am Sonntag, 15. November 2020, gegen 13:20 Uhr, wurde eine feiernde Personengruppe im Bereich des Euroindustrieparks in München-Freimannauf einem Parkplatz gemeldet. Die Polizei traf dann insgesamt 33 Personen an. Bei allen wurden Identitätsfeststellungen durchgeführt, Platzverweise erteilt und Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstellt.

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