Bilanz der Münchner Polizei zur Halloween-Nacht: 109 Einsätze

109 Einsätze musste die Münchner Polizei in der Halloween-Nacht in München abarbeiten. In den meisten Fällen waren es Ruhestörungen. Jedoch auch einige Straftaten wurden verzeichnet. So haben unter anderem zwei verkleidete Jugendliche andere angegriffen. Eine S-Bahn wurde mit Eiern beworfen, meldet die Bundespolizei. Weil man befürchtet hat, dass die Wurfgeschosse Steine gewesen sein könnten, mussten die Gleise gesperrt werden. 

Polizei Blaulicht
Polizei Blaulicht

In der Nacht von Sonntag, 31. Oktober 2021 auf Montag, 1. November 2021 gab es im Bereich des Polizeipräsidiums München 109 Einsätze mit Bezug zu Halloween. Daher verlief der Abend aus Sicht der Münchner Polizei sehr zufriedenstellend und insgesamt ruhig ab. In den meisten Fällen waren Ruhestörungen Anlass für Polizeieinsätze. Meistens jedoch hatte sich der Einsatzgrund schon vor Eintreffen der Polizei erledigt.

Gegen 20:40 Uhr wurde über den Polizeinotruf eine körperliche Auseinandersetzung im Bereich des Geschwister-Scholl-Platzes in der Maxvorstadt gemeldet. Hierbei wurden zwei 18-Jährige, beide mit Wohnsitz in München, durch zwei Personen aus einer Gruppe verkleideter
Jugendlicher heraus angegriffen und hierdurch leicht verletzt. Ärztliche Behandlungen waren nicht notwendig.

Gegen 22.50 Uhr wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München eine Sachbeschädigung an einem Zigarettenautomat im Bereich der Linkstraße gemeldet. Vermutlich hatten hier Jugendliche mittels Anzünden von Pyrotechnik den Automaten stark beschädigt. Der entstandene Sachschaden liegt im unteren vierstelligen Bereich.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zu den beiden oben genannten Fällen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Auch die Bundespolizei hat einen Vorfall mit einer S-Bahn gemeldet. Am Sonntagabend wurde eine S-Bahn mit Gegenständen beworfen. Da zunächst nicht klar war womit, wurde die Strecke gesperrt und ein Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Die Verursacher konnten gestellt werden. Gegen 21:15 Uhr wurde eine S-Bahn im Bereich des Haltepunktes Riem mit zunächst unbekannten Gegenständen beworfen. Der S-Bahn-Triebfahrzeugführer war in der Dunkelheit von Steinwürfen gegen das Führerhaus ausgegangen und informierte die Bundespolizei.

Nachdem die Gleise gesperrt worden waren, griffen alarmierte Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit in der Nähe des Haltepunktes einen 20- und einen 26-Jährigen auf. Die beiden aus Kirchheim bei München und Trudering gaben an, die S-Bahn mit Eiern beworfen zu haben.

Die Gleise waren wegen des Vorfalles fast eine Stunde gesperrt. Gegen die beiden wird nun von der Bundespolizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Zudem könnten zivilrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn wegen Zugausfällen und -verspätungen auf sie zukommen.

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