Startseite >> Veranstaltung >> Schwabinger Weihnachtsmarkt 2018

Schwabinger Weihnachtsmarkt 2018

Lade Karte ...

Datum/Zeit
Date(s) - 30/11/2018 - 24/12/2018
0:00

Veranstaltungsort
Forum Münchner Freiheit

Kategorien


„Es lebe bunt“ – das Motto 2018 steht für Vielfalt,
Austausch und die Liebe zur Kunst

Das Motto des Schwabinger Weihnachtsmarktes 2018 ist ein klares Bekenntnis zu Vielfalt und Miteinander: Unter der Überschrift „Es lebe bunt“ laden von 30. November an Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker dazu ein, breites Kulturprogramm und die große Vielfalt der Stände zu genießen.

„Unsere Aussteller sind sehr vielfältig, unsere Kunstwerke extrem mannigfach und die liebevoll gestalteten Buden kunterbunt – so wünschen wir uns auch eine Gesellschaft, die sich offen zeigt gegenüber Neuem. Unser diesjähriges Motto ist eine Hommage an die Vielfalt“, erklärt Nina Thorp vom Schwabinger Weihnachtsmarkt e.V.

Von Freitag, 30. November bis Montag, 24. Dezember verwandelt sich der Platz rund um die Münchner Freiheit in einen einzigartigen Weihnachtsmarkt, wie man ihn sonst nirgends findet: Über 80 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland bieten ihre in eigener Handarbeit hergestellten Werke aus den selbstgestalteten Buden heraus an. Es gibt ein vielfältiges Kulturprogramm auf der Musikbühne, ein buntes Kinderprogramm und natürlich darf auf einem Weihnachtsmarkt die Kulinarik nicht fehlen: Elf Gastronomen versorgen die Besucherinnen und Besucher mit dem klassischen Glühwein, einem heißen Caipi oder leckerem Flammbrot.

Die Künstlerinnen und Künstler machen den Schwabinger Weihnachtsmarkt zu etwas ganz Besonderem: Verkauft werden darf nämlich nur, was aus der eigenen Werkstatt kommt und dort selbst hergestellt wird. Den Großteil der Zeit stehen die Künstler selbst in ihrer Bude und geben dort gerne Auskunft über ihre Werke und den Herstellungsprozess. Davon lebt der Markt seit 1976 und steht in Zeiten von Handmade, Regionalität und Slow Living plötzlich wieder bei ganz neuen Zielgruppen im Fokus. Im Trend liegt auch das ganz besondere Flair des Marktes: Austausch, Vielfalt und die Liebe zur Kunst werden hier vorgelebt. Das hat Tradition: 1976 fand der erste Markt an der Münchner Freiheit statt und hat seitdem mit der Vereinsgründung „Schwabinger Weihnachtsmarkt e.V.“ einiges an Professionalität hinzugewonnen – bunt und vielfältig ist der Markt aber allemal geblieben.

Neue Künstler auf dem Markt

Von den über 80 Ausstellern sind 2018 zwölf Neuzugänge zum ersten Mal mit dabei.

Urbane Siebdrucke von Stephanie Schmitz

Ein richtig cooles Weihnachtsgeschenk ist ein Siebdruck von Stephanie Schmitz: Sie setzt sich in ihren Bildern mit dem urbanen Raum auseinander und übersetzt dieses Motiv in abstrahierter Form in ihre Arbeiten. Mittels dieser alten Durch-Druck-Technik entstehen so Werke, die in Form von handgedruckten Bildern, Druckgrafiken, Postkarten, Leinenbeutel oder T-Shirts an ihrem Stand erworben werden können. Stephanie kam auf die Empfehlung einer anderen Künstlerin auf den Markt und hat die Jury sofort überzeugt. Mit relativ wenig Markterfahrung wird diese Premiere auch für sie spannend: „Die Vielfalt von Kunsthandwerk, kreativen Menschen, Engagement, die Liebe zum Detail und die inspirierende Atmosphäre auf diesem Markt hat mich schon immer begeistert, nun freue ich mich sehr, selbst daran mitwirken zu dürfen.“, so Schmitz über ihre Teilnahme auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt.

Schmitz ist ein echtes Münchner Kindl: 1986 in München geboren zog es sie auch zum Studium nicht in die Ferne: an der freien Kunstwerkstatt München studierte sie Zeichnung, Malerei und Grafik und beendete ihr Studium 2009 mit dem Diplom. Seit 2012 ist sie im Werksviertel im Münchner Osten aktiv und eröffnete dort ihre Siebdruckwerkstatt. Dort bietet sie Workshops für Kinder und Erwachse an und leitet als 1. Vorstand den WerkBox3 e.V.

Leder in One-Piece-Origamifaltung – altes Handwerk  neu umgesetzt

Auf einer Reise in den Süden entstand die Idee für Produkte, mit denen Pascal Graf unter dem Namen „DUKTA“ firmiert: Ausgestattet mit einer Umhängetasche und sonst nichts war Pascal Graf nach seinem Studium Richtung Marokko unterwegs und besuchte dort eine uralte, traditionelle Gerberei: Die Faszination für das Material Leder und für diese alte Handwerkskunst war sofort da. Heute hat Graf ein spezielles Verfahren für seine Ledertaschen, Beutel und Portmonees entwickelt, die „One-Piece-Origamifaltung“: Die Produkte werden zunächst lasergeschnitten, um anschließend aus nur einem einzigen Stück, ähnlich der alten asiatischen Kunst des Origami, herausgefaltet zu werden. Diese einzigartige Technik sorgt für die hohe Widerstandsfähigkeit der Produkte.

Kombination aus ursprünglichem Handwerk und modernster Technologie.

In allen Herstellungsbereichen agiert Pascal Graf nachhaltig, fair und jeder Arbeitsschritt erfolgt in Handarbeit: Das pflanzlich gegerbte Rindsleder wird so wenig wie nötig mit Nähten versehen, und wenn doch, sind diese aus bienenwachsbehandeltem Leinenzwirn nach altbewährter Sattlernaht in München handgenäht. Mit einem Stück aus seiner Kollektion kann man dem oder der Beschenkten mit Sicherheit eine langlebige Freude bereiten. Graf selbst freut sich, das erste Mal auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt seine DUKTA-Produkte anbieten zu dürfen: „Dort wurde einfach eine besondere Atmosphäre bewahrt – neue Strukturen und vor allem Menschen sind für mich immer interessant!“

Farbenpracht

Michaela Mädel teilt die Passion für Leder, Garn und Handwerkskunst, was dabei herauskommt sieht allerdings ganz anders aus als bei Pascal Graf: Mädel fertigt farbenfrohe Taschen, Kissen und Beutelchen aus hochwertigen Garnen und feinem Echtleder in der sogenannten Tapestry Crochet-Technik, was übersetzt wohl einfach als Häkeln bezeichnet werden darf, wobei bei dieser Häkeltechnik ein sehr stabiles, teppichartiges Gewebe entsteht. Die farbenprächtigen Muster kreiert Mädel während des Arbeitsprozesses und es ist vor allem das Zusammenspiel aus knalligen Farbkombinationen und dem Material, die sie faszinieren: „Ich freue mich, beim Schwabinger Weihnachtsmarkt dabei zu sein, weil ich hoffe, mich mit meinen Kreationen hier etwas bekannter machen zu können. Ich liebe diesen schönen Weihnachtsmarkt auch als Besucherin und hoffe, mit meinen bunten Sachen zum Gelingen beitragen zu können.“, so Michaela Mädel über ihre Premiere auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt.

Holzskulpturen und Holzringe

Mit dem Werkstoff Holz gehen Sabine Siegler und Patrizia Mohr ganz unterschiedlich um:Sabine Siegler verarbeitet Fundhölzer, die sie in entlegenen Geröllfeldern in den Chiemgauer Bergen findet, zu einzigartigen Skulpturen. Diese ausdrucksstarken Naturmaterialien leiten sie bei der Entstehung des Objekts und werden darin integriert. Sie modelliere massiv mit grobschamottiertem Bildhauerton und brennet bei 1.250°C um Frostsicherheit zu erreichen. Die natürliche Lebendigkeit des Holzes bleibt erhalten, da es nur stellenweise geschliffen und geölt wird. Auch die verarbeiteten Steine stammen aus umliegenden Gebirgsbächen und sie bilden die Basis ihrer Keramikunikate. Patrizia Mohr arbeitete dagegen mit Holz und Metall, um damit ihre „Bentwood“-Ringe herzustellen: In aufwendiger Handarbeit werden die unterschiedlichen Holzarten in hauchdünnen Schichten verleimt und geschliffen. Diese Holzstreifen biegt Mohr um das Metall. So entstehen Ringe, die sehr angenehm zu tragen sind. Die verschiedenen Holzmaserungen machen die Ringe so einzigartig wie ein Fingerabdruck.

Die Freude am Entdecken und am Austausch

Freilich gibt es auch bei den „alten Hasen“ jedes Jahr Neues zu entdecken. Das Angebot an Kunsthandwerk reicht von selbstgemachten Accessoires und Schmuck, über Malerei und Keramik hin zu Zaubereien aus Wolle und Seide. Alle Künstler arbeiten das Jahr über auf den Markt hin, stellen teilweise ihre neuen Werke unter das gewählte Motto und freuen sich im Dezember, ihre Neuigkeiten präsentieren zu dürfen. Und dies nicht nur den Besucherinnen und Besuchern, sondern auch den Kollegen. „Im Grunde ist der Schwabinger Weihnachtsmarkt für mich ein bisschen wie ein großes Familientreffen,“ so Jutta Körner, die im Organisatorenteam dabei ist und selbst eine Bude hat und dort ihre Keramikarbeiten verkauft. „Man trifft sich einmal im Jahr, tauscht sich über neue Techniken aus und freut sich ganz einfach auf die gemeinsamen vier Wochen hier an der Münchner Freiheit!“

Es gibt eine Menge zu entdecken auf diesem bunten Markt, das weit über den Feierabend-Glühwein mit Kollegen hinaus geht. Fündig wird jeder, der einen Sinn für handgearbeitete Stücke, für außergewöhnliche Ideen und Freude an guter Qualität und Einzigartigkeit hat.

Öffnungszeiten

30.11. bis 24.12.18:
am 30.11.: 18 – 20.30 Uhr
Mo bis Fr: 12 – 20.30 Uhr
Sa und So: 11 – 20.30 Uhr
am 24.12.: 11 – 14 Uhr

Schwabinger Weihnachtsmarkt
Schwabinger Weihnachtsmarkt
(c) Thomas Gießner

 

Zurück Neuhauser Musiknacht
Weiter Potato-Music-Festival

Auch lesenswert

Polizeipräsidium München

Ton wird auch in München aggressiver: Identitäre mit Hitlergruß und Rassisten-Parolen unterwegs

Am vergangenen Samstag grölten mehr als ein Dutzend Personen in einer Wohnung in München-Oberföhring Nazi-Lieder ...

Streifenwagen blau mit Notrufnummer 110 Quelle Foto Polizei Bayern

München: An Ampel zugeschlagen – Angriff von Rassisten auf Insassen eines Autos

In Berg am Laim in München hat es am vergangenen Donnerstag einen rassistischen Angriff auf ...

Polizeipräsidium München Ettstraße

München: Bei Grabpflege abgelenkt – Seriendieb klaut Seniorinnen Handtaschen auf Friedhöfen

Seit zehn Jahren treibt ein Seriendieb auf Friedhöfen sein Unwesen. Jetzt konnte er endlich durch ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.