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TSV 1860: Ultras randalieren im ICE bei Rückreise aus Braunschweig

Ultras des TSV 1860 haben am Sonntag bei der Rückreise vom Spiel gegen Eintracht Braunschweig eine Scheibe in einem ICE eingeschlagen, Wände beschmiert sowie andere Reisende bepöbelt und bespuckt. 

1860 Ultras randalieren im ICE Quelle Foto Bundespolizei
1860 Ultras randalieren im ICE
Quelle Foto Bundespolizei

Beleidigungen  gegen Reisende, eine kaputte ICE-Scheibe, mehrere Graffiti, Vermüllung, ein entwendeter Notfallhammer sowie Widerstandshandlungen gegen Polizisten – das ist die Bilanz der Rückfahrt von etwa 200 sogenannten Fans des TSV 1860 nach der Zweitliga-Begegnung gegen Eintracht Braunschweig am Sonntag, 27. November 2016.

Bereits nach Ende des Spiels kam es im Hauptbahnhof in Braunschweig zu Widerstandshandlungen gegen Bundespolizisten bei Maßnahmen zur Fantrennung. Während der Fahrt mit dem ICE 693 (Abfahrt 16:58 Uhr) Richtung Fulda verstießen einige der 1860-Fans gegen das Rauchverbot, bepöbelten und beleidigten unbeteiligte Reisende. Anweisungen und Durchsagen des Zugbegleitpersonals wurde kaum Folge geleistet. Weiterhin brachten bisher unbekannte Personen aus der Gruppe der Fußballfans drei Graffitis im ICE an. Nach dem Umstieg in Fulda setzten sich die Ordnungsstörungen im ICE 883 Richtung München fort: Hier schlug eine bisher unbekannte Person aus der Gruppe der Fußballfans mit einem Nothammer an eine Fensterscheibe, die daraufhin splitterte. Zudem wurde ein WC verschmiert.

Streifen der Bundespolizei überwachten die Bahnhöfe entlang der Fahrtstrecke. Am Bahnhof in Ingolstadt konnte eine männliche Person identifiziert werden, die ersten Ermittlungen nach tatverdächtig ist, eine Reisende im ICE beleidigt und anschließend bespuckt zu haben. Bei der Einfahrt des ICE am Hauptbahnhof München überwachten Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei die Ankunft der TSV 1860-Fans. Bei Kontrollen konnte ein weiterer mutmaßlicher Straftäter festgestellt werden. Der Mann wird verdächtigt, bei den  Widerstandshandlungen im Hauptbahnhof Braunschweig beteiligt gewesen zu sein. In München kam es zu keinen weiteren Störungen. Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung, Diebstahls und aufgrund des Missbrauchs von Notrufen.

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